Rekord für Iberische Halbinsel

Wetter: Winter der Extreme schlägt zu - „Kältehammer“ mit -35 Grad trifft Europa

  • Julian Baumann
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Das Wetter in Deutschland ist gerade zwar winterlich kalt, die Temperaturen bewegen sich aber noch am Gefrierpunkt. Im sonst eher warmen Spanien wurde dagegen ein Rekordwert von -35 Grad gemessen.

Léon - Das Wetter in Deutschland zeigt sich aktuell meistens nasskalt. Hin und wieder fällt in manchen Regionen leichter Schnee, die Temperaturen pendeln nah am Gefrierpunkt mit Werten im niedrigen Plusbereich oder stellenweise auch im niedrigen Minusbereich. Angesichts der Temperaturen wünscht sich so manch einer vielleicht einen Urlaub in wärmeren Gefilden, zumindest bis der Winter überstanden ist. Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net soll das auch ab nächster Woche der Fall sein, dann soll es nämlich milder werden. Wer bei wärmeren Gefilden jedoch an Südeuropa und Länder wie Spanien oder Italien denkt, liegt derzeit falsch. In Nordspanien wurde am Donnerstagmorgen ein neuer Kälte-Rekordwert erreicht, wie Jung in einem Video sagte.

Extreme Minusgrade werden beim Wetter in Deutschland auch im Winter eher selten erreicht. Der Dezember 2020 war beispielsweise deutlich zu warm, die Temperaturen lagen laut Dominik Jung 2,3 Grad über dem Klimamittel. In osteuropäischen Ländern wie Polen oder Russland, vor allem in der Nähe von Sibirien sind extreme Temperaturen eher gängig. Nun wurde jedoch ausgerechnet in Nordspanien ein Kälterekord von -35 Grad erreicht. Der niedrigste Wert, der jemals auf der Iberischen Halbinsel gemessen wurde.

Wetter: „Kältehammer“ - derzeit ist es in Spanien deutlich kälter als in Deutschland

Aktuell ist das Wetter in Deutschland zumindest ebenfalls winterlich kalt. In der Landeshauptstadt Stuttgart sind es derzeit ein, in der Hauptstadt Berlin zwei Grad. Auch im europäischen Ausland sind die Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, so etwa in Moskau (Russland) bei -3 Grad, in Warschau (Polen) bei 2 Grad und in Oslo (Norwegen) bei -4 Grad. In der Hauptstadt von Spanien ist es dagegen deutlich kälter. „Auch die Landeshauptstadt Madrid ist sehr kalt aktuell. Teilweise Nachtwerte von bis zu -10 Grad“, sagte Dominik Jung von wetter.net. In der nächsten Woche soll es dort laut dem Experten noch weiter abkühlen.

Der neue Kälterekord für die Iberische Halbinsel wurde dagegen von einer Wetterstation in der Provinz Léon gemessen. Die Station liegt auf einer Höhe von 1.872 Metern und zeigte am Donnerstagmorgen eine Temperatur von -35,5 Grad an. Im direkten Vergleich maß die Wetterstation auf der Zugspitze (auf 2.962 Metern) zum selben Zeitpunkt eine Temperatur von -15,5 Grad. Laut dem Experten liegt die Wetterstation in Nordspanien an Felshängen. „Und da kann natürlich nachts die kalte Luft schön zusammenfließen und da kann sich ein mächtiges Kältepolster bilden“, sagte Dominik Jung. Und eben das sei in der Nacht auch passiert.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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