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„Wärmepumpe“ sorgt für Frühlings-Wetter – doch Experten machen auch „brisante“ Sommer-Prognose

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Von: Kai Hartwig

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Krokusse blühen im Schloss und Park Pillnitz in Dresden auf einer Wiese
Der Frühling steht in den Startlöchern. © Sebastian Kahnert/dpa

Der kalendarische Winter nähert sich dem Ende, der Frühling steht in den Startlöchern. Die Prognosen sind vielversprechend. Allerdings birgt der Sommer Risiken.

München – Kalendarisch beginnt er erst am 20. März. Für Meteorologen startet der Frühling allerdings schon am 1. März. Neben dem März zählen auch April und Mai zu den Frühlingsmonaten. Doch wie wird das Wetter im Frühling 2022 ausfallen? Und gibt uns das einen ersten Ausblick darauf, wie der anschließende Sommer wird? Darüber berichtet Merkur.de.

Der Beginn des Monats März war bislang (Stand: 9. März) ziemlich kalt. In den ersten Tagen fielen die Temperaturen in Deutschland nachts vielerorts unter Null. Tagsüber sorgte ein eisiger Ostwind dafür, dass es ungemütlich wurde. Die tatsächlichen Temperaturen fühlten sich zumeist deutlich kälter an. Doch das soll sich ändern.

Frühling 2022: Ab Mitte März steigen die Temperaturen – bald bis zu 20 Grad möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte am 9. März für die kommenden Tage einen bundesweiten Temperaturanstieg, dank einer Hochdruckzone von Skandinavien bis Kroatien. Auch wenn sich über Nacht der Frost noch hält, sind laut DWD-Wetterprognose bis zum Wochenende (12./13. März) frühlingshafte Höchsttemperaturen von bis zu 17 Grad am Niederrhein möglich. Auch in Bayern darf man immerhin mit knapp zweistelligen Werten rechnen.

Schon ab kommender Woche, also dem 14. März sollen sich die Temperaturen in West- und Süddeutschland bei 10 bis 15 Grad einpendeln. „Mit Föhneffekten ist da vielleicht noch mehr drin“, befand Meteorologin Anna Gröbel von Wetter.com, sogar mehr als 20 Grad. Demnach wird ein Tief über Nordafrika „unsere Wärmepumpe“. Dadurch kommt „subtropische Luft auf direktem Weg zu uns nach Deutschland“, sagte die Wetterexpertin.

Im Süden und Westen könnte es laut der Meteorologin am wärmsten werden, insbesondere um den 16. und 17. März. „Im Norden und Osten bleiben die Temperaturen naturgemäß etwas gedämpfter“, ergänzte Gröbel. Dort wird die 20-Grad-Marke wohl noch nicht geknackt.

Insgesamt soll der Frühling hierzulande nach Berechnungen der US-Behörde NOAA viel zu warm und sehr trocken ausfallen. Das sieht auch das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) so. Deren langfristiges Wettermodell geht von einem im Vergleich zu vorherigen Jahren zu warmen März aus. NOAA und EZMW prognostizieren darüber hinaus, dass sich der April und der Mai nur geringfügig über dem Normalwert für diese Jahreszeit bewegen werden.

Sommer 2022: Meteorologe Jung befürchtet „gefährlichen Gewitter- und Unwetter-Sommer“

Während der Frühling warm und sehr trocken ausfallen soll, könnte der Sommer 2022 so ziemlich ins Wasser fallen. Erste Einschätzungen von Wetterexperten lassen nichts Gutes befürchten. So rechnen die Meteorologen der NOAA mit einem sehr nassen Sommer. Ähnlich sieht es Wetterfachmann Dominik Jung.

Der Meteorologe hält Temperaturen von 1 bis 2 Grad über dem Klima-Mittel für möglich. „Das könnte sehr brisant werden“, sagte Jung Wetter.net: „Das könnte in der Summe auf einen gefährlichen Gewitter- und Unwetter-Sommer hindeuten.“ Ganz besonders im Juni und Juli könnten viel zu hohe Temperaturen für diese Jahreszeit auftreten. Und große Hitze entlädt sich oftmals in Gewitter und reichlich Niederschlag. Es bleibt also abzuwarten, ob nach dem etwas kühlen Sommer 2021 im Folgejahr wirklich eine Wetterbesserung eintritt. (kh) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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