Wetter in Deutschland

Wetter: „Kaltluftdüse“ lässt Temperaturen in den Keller stürzen - Kommt jetzt der Herbst?

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Nach einer sommerlichen Woche wird das Wetter in Deutschland wieder kalt. Ein Tiefdruckgebiet aus Skandinavien bringt herbstliche Temperaturen mit sich.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland scheint dieses Jahr nicht zu wissen, was es will. Erst herrschte im Juni Wochen lang Hitze, dann sorgte Starkregen vielerorts für schlimme Überflutungen. Im August erreichte dann eine Gluthitze mit Temperaturen um die 35 Grad Deutschland. Viele hatten sich gefreut, dass der Sommer endlich wieder zurückgekehrt war - hatten sie sich da vielleicht zu früh gefreut? Denn aktuelle Prognosen lassen die Hoffnung auf sommerliche Temperaturen schwinden - denn es wird richtig kalt.

„Durchwachsenes und unbeständiges Wetter bleibt in den kommenden Tagen unser Begleiter“, sagt auch Adrienne Jeske, Meteorologin bei wetter.net. Das Hochsommerwetter müsse sich nun erst einmal zurückziehen, so die Wetterexpertin weiter. „Das Hochsommerwetter hat eher schlechte Karten gegen die einströmende kühle Luft.“

Bereits am Montag erreichte diese kalte Luft den Nordwesten Deutschlands und strömte von da aus über die gesamte Bundesrepublik hinweg. Auch am heutigen Dienstag bringt diese „Kaltluftdüse“ reichlich Wolken mit sich. Es gibt vereinzelt Schauer in Deutschland, die Sonne kann sich nur selten gegen die Wolkendecke durchsetzen. Nur im Süden hat die Sonne etwas bessere Karten und ist ab und an zu sehen, aber meist bleibt es den ganzen Tag über bewölkt.

Wetter in Deutschland: „Kaltluftdüse“ kühlt Deutschland ab - Der Sommer ist vorerst vorbei

Im Vergleich zur vergangenen Woche, wo stellenweise über 30 Grad herrschten, sinken diese Woche die Temperaturen um fünf bis zehn Grad in den Keller. Grund ist ein Tiefdruckgebiet aus Skandinavien, das mit einer kräftigen Strömung polare Meeresluft nach Deutschland lenkt. Stellenweise werden dadurch heute nur noch kühle 16 Grad erwartet. Vor allem nachts wird es herbstlich frisch: Die Temperaturen sinken an den Alpen auf neun Grad ab, nur im Norden bleibt es bei 17 Grad relativ mild.

Und so geht es auch im Laufe der Woche weiter: Am Mittwoch gibt es wieder verbreitet Schauer, teilweise aber auch mal freundliche Abschnitte, in denen sich die Sonne zeigt. Doch es bleibt frisch: 19 bis 23 Grad werden für Mitte der Woche erwartet.

Wie echo24* berichtet, machen Experten zudem eine überraschende Prognose für den Herbst. Der meteorologische Herbstanfang ist bereits am 1. September, der kalendarische am 22. September. Laut einigen Wettermodellen könnte es Ende August nochmal richtig sommerlich werden, zwischen 25 und 30 Grad sind da möglich. Ein schönes Spätsommerwetter also. Doch nach dem Hoch trifft uns womöglich schon im September ungemütliches Herbstwetter: passend zum kalendarischen Herbstanfang deuten sich im letzten Septemberdrittel wohl bereits die ersten Nächte mit Bodenfrost an.

Wetter in Deutschland: Nach der „Kaltluftdüse“ wird es nochmal sommerlich

Auch für den kommenden Winter wagen Experten bereits Prognosen. Der Winter 2021 könnte kälter werden, so die Meteorologen. Vorhersagen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA sprechen sogar von einem „Eiswinter“ mit Schneemassen.

Doch bevor der Herbst gänzlich bei uns Einzug erhält, dürfen wir uns noch auf ein paar warme Sommertage freuen. Und das noch diese Woche: Schon am kommenden Freitag wird es wärmer, die Temperaturen klettern wieder leicht in die Höhe, so Adrienne Jeske. Laut Deutschem Wetterdienst steigen die Temperaturen auf 19 Grad an der Nordsee und bis zu 27 Grad in Südbaden.

Stellenweise sind sogar wieder bis zu 28 Grad möglich. Leider nicht in ganz Deutschland: „Örtlich bleibt es wesentlich kühler, also ist es nicht überall wieder richtig hochsommerlich“, so Aderienne Jeske. *echo24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Collage

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