Tödliche Regenflut

Wetter: Schockbilder von Unwetter-Chaos - Erdrutsch fegt Häuser und Autos weg

  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Eine Schlammlawine hat im japanischen Küstenort Atami Menschen, Gebäude und Fahrzeuge unter sich begraben. Hilfskräfte suchen nach Überlebenden.

Atami - Das Wetter in Deutschland und der Welt spielt verrückt. Während auf Europa ein neuer Hitze-Rekord zurollt, tobt in Teilen Asiens eine Schlammlawine. Bilder aus der japanischen Stadt Atami zeigen die heftigen Auswirkungen der anhaltenden Regenfälle. „Da kamen 700 bis 800 Liter Regen binnen weniger Stunden vom Himmel - das wäre in Deutschland eine ganze Monatsmenge“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Es kam zu einem tödlichen Erdrutsch und sogar Häuser wurden mitgerissen.“

Die Einsatzkräfte in der japanischen Küstenstadt Atami suchen nach der Schlammlawine am Samstag derzeit weiter nach Vermissten. Zunächst war man von 20 Vermissten ausgegangen, nun ist die Rede von bis zu 113 Personen. 23 Menschen konnten bisher aus ihren Häusern gerettet werden. Mehr als tausend Retter sind im Einsatz, um nach weiteren Überlebenden zu suchen.

Wetter: Erdrutsch im japanischen Atami - Suche nach Vermissten dauert an

Die Auswirkungen der Schlammlawine in Atami sind für die Bewohner fatal: Zehn Gebäude hat der Erdrutsch komplett zerstört, mindestens 30 weitere Gebäude wurden beschädigt und Autos weggerissen. Der Erdrutsch erstreckt sich über ein Gebiet von 120.000 Quadratmetern - das entspricht in etwa der Größe von 20 Fußballfeldern.

Retter suchen nach einer Schlammlawine nach Vermissten.

Auch beim Wetter in Deutschland geht es turbulent weiter. „Das Tief Yap bringt uns weiterhin Schauer, teilweise auch Gewitter“, verkündet Meteorologe Dominik Jung mit Blick auf die Großwetterlagenkarte für die kommenden Tage. Am Dienstag, 6. Juli, ziehe erneut eine Schauer- und Gewitterfront über Deutschland hinweg. „Aber auch die Nacht zum Mittwoch bringt Schauer und Unwetter, vor allem über dem Südosten des Landes - zum Teil mit Starkregen, Sturmböen und auch Hagel.“

Wetter: Auch in Deutschland wird es wieder nass

Für die kommenden Tage sollte man sich auf alle Fälle einen Regenschirm griffbereit legen. Verschiedene Wettermodelle berechnen bis zum Samstag viel Regen in Deutschland. „Das amerikanische Wettermodell GFS kündigt bis zum Samstagabend kräftige Regenfälle in Südostdeutschland an - vor allem von Berlin über Brandenburg über Sachsen bis nach Bayern und Baden-Württemberg, teilweise auch bis in das südliche Rheinland-Pfalz“, sagt Dominik Jung. Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim europäischen Wettermodell ECMWF ab. Punktuell kommt es demnach bis zum Samstagabend sogar bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter.

Rubriklistenbild: © Uncredited

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