Rekord-Wetter im April

Wetter: Extreme Hitze bis 30 Grad? Der April könnte heftig werden

Zwei junge Frauen sitzen nebeneinander in der Sonne auf einer Wiese und tauschen Sonnencreme aus.
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Der April könnte Hitze bringen.
  • Sabrina Kreuzer
    vonSabrina Kreuzer
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Der April ist dafür bekannt, dass er wettermäßig unbeständig ist. Das Wetter in Deutschland könnte auch in diesem April stark schwanken.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland ist derzeit ein reines Auf und Ab: Während über Ostern die Kältepeitsche mit „Wettersturz“ kommt und die Suche nach Osternestern im Schnee stattfinden wird, könnte es Mitte April schon wieder sommerliche Temperaturen geben. Der April ist eben immer für eine Überraschung gut, nicht umsonst heißt es in Heinrich Seidels Gedicht: „April, April, der weiß nicht, was er will.“

Wie wetter.de berichtet, ist der April der mittlere Frühlingsmonat und schon seit mehr als 100 Jahren dafür bekannt, recht launisch in Bezug auf das Wetter zu sein. In der zweiten Monatshälfte wird das Wetter in Deutschland im April meist sommerlich warm: Tage mit Höchstwerten bis über 25 Grad sind vielerorts die Regel. Aber auch heiße Tage, meist zwischen dem 21. und 30. April, mit über 30 Grad sind schon aufgetreten, wenn sie auch eher ungewöhnlich sind.

Das Wetter in Deutschland ist im April meist außergewöhnlich warm

In den vergangenen 15 Jahren waren die April-Temperaturen in Deutschland immer höher als im langjährigen Mittel. Die heißesten Städte in Deutschland waren im April 2012 Bad Mergentheim-Neunkirchen (Baden-Württemberg) und Kitzingen (Bayern) mit jeweils 32,9 Grad. Vor allem in den vergangenen zehn Jahren stiegen die Temperaturen im April immer wieder über die 30-Grad-Marke hinaus.

Das Wetter in Deutschland im April kann jedoch auch ganz anders: Eistage mit Temperaturen weit unter null Grad sind keine Seltenheit. So ist es verständlich, dass es in vielen Jahren im April nochmals schneit. Immerhin lag die niedrigste Temperatur, die im vierten Monat des Jahres je gemessen wurde, bei minus 16,3 Grad - in Schwarzenberg im Erzgebirge. Auch Nachtfrost ist im April keine Seltenheit: Besonders erwähnenswert ist laut wetter.de der 29. April 1973. Damals blieben nur Wetterstationen an Küsten oder auf Inseln in der Nacht frostfrei. Überall anders fielen die Temperaturen bis aus minus 7,1 Grad.

Wetter in Deutschland: Im April gibt es mehr Sonnenstunden und weniger Regen

Der April bringt meist viele Sonnenstunden mit sich. Im Jahr 2007 waren es so viele wie noch nie: 289 Stunden durften die Deutschen damals die Sonne genießen - und das in einem Frühlingsmonat. Doch der April ist nicht nur bei den Sonnenstunden auffällig geworden, sondern auch bei den Niederschlagsmengen: Diese sind nämlich im Zeitraum 1991 bis 2020 im Vergleich zu 1961 bis 1990 um 23 Prozent zurückgegangen. Zum trockensten Monat ist der April damit geworden: Gerade einmal 44,7 Liter pro Quadratmeter betrug die Niederschlagsmenge im Jahr 2008.

Der April weiß also wirklich nicht was er will, damit behält Seidel recht: Der Wetterwechsel im vierten Monat des Jahres ist durch die unterschiedlichen Lufttemperaturen und Druckverhältnisse bedingt. Die Luft über Südeuropa und Afrika erwärmt sich schneller als in Nordeuropa. Dadurch entsteht im Frühling ein größeres Temperaturgefälle als im Winter oder Sommer. Zu den häufigen Wetterwechseln kommt es, weil das Wetter - vor allem an der Grenze der beiden Zonen - immer um Ausgleich bemüht ist. Bleibt also zu warten, was uns der April 2021 beschert: Es könnte eine Hitzewelle mit über 30 Grad oder nochmal wochenlangen Winter geben.

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