Wetter in Deutschland

Wetter: „Gefährliche Gewitterwalze“ rollt am Wochenende über Deutschland

Eine Gewitterwolke zieht auf.
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Eine heftige Gewitterfront zieht am Wochenende über Deutschland.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Das Wetter in Deutschland bleibt kalt und nass. Zu allem Übel rollt am Wochenende auch noch eine „Gewitterwalze“ über Deutschland hinweg - die kann gefährlich werden.

Stuttgart - Es ist Anfang August - und das Wetter in Deutschland ist bereits im Herbstmodus. Regen und starker Wind vertreiben den Sommer in den nächsten Tagen wohl ganz. Für das kommende Wochenende sagt Dominik Jung, Wetterexperte bei wetter.net, erneut schlimme Gewitter voraus. Ohne Jacke und Regenschirm sollte man am Samstag das Hauswohl nicht mehr verlassen.

Eine Gewitterfront zieht am Freitagabend von Westen nach Osten über Deutschland hinweg. Und bringt vor allem im Süden und Südosten von Deutschland hohes Unwetterpotenzial. Aber auch in der Mitte und im Norden werden kräftige Schauer und Gewitter erwartet. „Morgen wird es gefährlich“, warnt Dominik Jung. „Die nächste Gewitterwelle steht schon vor der Tür.“

So wechselhaft das Wetter in den vergangenen Tagen in Deutschland war, genauso wechselhaft geht es auch weiter, so der Meteorologe. Vor allem an den Küsten von Nord- und Ostsee könnte man am Wochenende meinen, der Herbst wäre hereingebrochen. Die Unwetter deuten sich schon am heutigen Freitag an: Das nächste Tief zieht von Westen her über Deutschland und bringt dicke Gewitterwolken. „Mit dem Tief kommen auch wieder kühlere Luftmassen“, sagt Dominik Jung. Während bei uns herbstliche Temperaturen herrschen, rollt über den Süden Europas eine „Sahara-Hitze“ mit 45 Grad.

Wetter in Deutschland: Tief bringt „Gewitterwalze“ nach Deutschland

Schon am Freitagmittag gibt es verbreitet von Norden nach Süden zum Teil kräftige Schauer und Gewitter. „Die stärksten Gewitter gibt es da im Norden und Nordwesten, zum Teil mit Starkregen, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen“, sagt der Wetterexperte voraus. Am Abend breiten sich die Schauer weiter in den Nordosten Deutschlands aus. Nur im Südwesten lockern die Wolken schon wieder auf, es scheint sogar längere Zeit die Sonne.

Für den August machte Dominik Jung bereits eine „Gruselprognose“: Die Temperaturen nähern sich dem Bodenfrost. Auch der Samstagmorgen startet kalt: Temperaturen um 11 und 15 Grad. Der Samstag beginnt zunächst vor allem im Osten, Norden und Südosten Deutschlands freundlich. „Doch aus Westen ziehen schon die ersten dichteren Wolkenfelder auf“, prognostiziert der Diplom-Meteorologe.

Gegen Mittag geht es dann richtig los: Zum Teil kräftige Schauer ergießen sich über den Westen, dabei sind schon einzelne Gewitter dabei. „Wenn dann die Schauer weiterziehen, dann entwickeln sich von Nord nach Süd zum Teil kräftige Gewitter. Und da besteht zum Abend vor allen Dingen im Süden und Südosten auch Unwetterpotential.“ Regional drohen durch hohe Niederschlagsmengen sogar wieder Sturzfluten.

Wetter in Deutschland: Am Samstag bildet sich eine „Gewitterlinie“ über Deutschland

„Spannend wird es ab Samstagnachmittag“, so Dominik Jung. „Da verstärken sich die Schauer und Gewitter aus Südwesten. Die ziehen weiter uns es bildet sich eine richtige Gewitterlinie aus.“ Diese zieht sich von Norddeutschland bis nach Süddeutschland. Vor allem im Süden „scheppert es ordentlich“ mit Hagel und mit stürmischen Böen. Bis Samstagabend zieht die Gewitterfront weiter nach Sachsen und in Richtung Bayerischer Wald.

Am Sonntag bleibt es ebenfalls ziemlich durchwachsen. Im Norden, Nordwesten und im Westen Deutschlands gibt es im Laufe des Tages neue Schauer und Gewitter, zum Teil auch wieder mit Starkregen - allerdings nicht ganz so heftig wie noch am Tag zuvor. Dafür wird es im Norden und Nordwesten besonders windig, hier nehmen die Windstärken zu. Punktuell werden für Regionen in höheren Lagen auch Sturmböen mit bis zu 75 Kilometern pro Stunde erwartet.

Wetter in Baden-Württemberg: Gewitterwalze bringt im Süden viel Niederschlag und Kälte

„Eine größere, ausgedehnte Hitzewelle ist bis zum 21. August im Westen des Landes nicht in Sicht“, so der Diplom-Meteorologe.„Auch im Süden des Landes gilt am Samstagabend zum Teil diese heftigen Gewitter mit Starkregen.“ Vor allem in der Nacht von Samstag auf Sonntag ist mit großen Niederschlagsmengen zu rechnen. In Süddeutschland gibt es in den nächsten Wochen eine wahre Achterbahnfahrt der Temperaturen. Nachdem die Gewitterwelle aus Baden-Württemberg zum Sonntag hin abzieht, wird es sofort kühler. Am Sonntag liegen die Temperaturen im Süddeutschland nur noch bei etwa 15 Grad.

Im Laufe der nächsten Wochen steigen die Temperaturen allerdings wieder auf bis zu 25 Grad an. „Aber danach zeigt der Trend ganz langsam wieder nach unten“, sagt Dominik Jung. Ab dem 14. August gibt es zudem wieder mehr Niederschlagssignale. Es bleibt in Baden-Württemberg somit in den nächsten Wochen wechselhaft.

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