Frostrekord gebrochen

Wetter: Frost-Schock - so viele eisige April-Nächte gab es seit 1881 nicht mehr

Ein Auto ist vor Sonnenaufgang auf der teilweise zugewehten Straße im Norden der Insel Rügen unterwegs.
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Der April hatte so viele kalte Nächte wie seit 1881 nicht mehr.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Das Wetter in Deutschland war im April von niedrigen Temperaturen geprägt. Ein Rückblick zeigt: So viel Bodenfrost in der Nacht gab es seit Beginn der Aufzeichnungen nicht.

Stuttgart - Die letzten, sonnigen Tage im April 2021 täuschen ein wenig darüber hinweg: Das Wetter in Deutschland und Stuttgart war im zurückliegenden Monat weniger so, wie man das vom April eigentlich gewohnt ist. Während der Frühling mit angenehmen Temperaturen erwartet wurde, erlebten die Menschen stattdessen einen Temperatur-Schock, der den April so kalt machte, wie seit 1929 nicht mehr. Schnee, Frost und teils Nebel ließen der Sonne kaum eine Chance.

Die April-Kälte machte sich besonders auch in den Nächten deutlich. Wie das Online-Portal wetter.de berichtet, hat der vierte Monat im Jahr nun im Rückblick sogar einen alten Frostrekord geknackt. Demnach herrschte im April in über 18 Nächten deutschlandweit Bodenfrost - so viele frostige Nächte hat es seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 nicht gegeben. Spitzenwerte liegen dabei in Sachsen, Bayern und auch im Südwesten. In Teilen von Baden-Württemberg hat es den Aufzeichnungen zufolge bereits 26 Mal nächtlichen Bodenfrost gegeben. Stand jetzt gab es also bisher in den betroffenen Gebieten keine April-Nacht ohne Frost. Diese Kältewelle gab dem Frühlingswetter praktisch keine Chance.

Wetter in Deutschland: Mehr frostige Nächte im April hat es nur 1929 gegeben

Ähnlich kalte April-Monate hat es in Deutschland bereits gegeben. Abgesehen vom Jahr 1997 - das auch bereits rund ein Vierteljahrhundert her ist - liegen die meisten mehrere Jahrzehnte zurück. Die Jahre 1958 und 1938 fallen darunter als auch das Jahr 1929, das bisher an der Spitzenposition war und nun von 2021 abgelöst wird, was die Bodenfrostnächte anbelangt.

Eine gute Nachricht gibt es jedoch - und die zeichnet sich bereits an den sonnigen Tagen auch schon ab: Die Temperaturen werden auch in der Nacht zunehmend milder und steigen von teils Minusbereichen hoch bis an die sieben Grad im Südwesten. Von der Mitte der Woche an wird damit auch nächtliche Frost wieder seltener werden.

Wetter in Deutschland: Im Mai könnte es ebenfalls kälter werden als gewohnt

Allerdings könnte dann auch der Mai weniger angenehm werden, wie man sich das erhofft. Ein Meteorologe macht die Grusel-Prognose, dass ein im Schnitt kälterer Monat bevorsteht. Besonders Baden-Württemberg soll von einer kühlen Front betroffen sein. Im Südwesten werden Durchschnittstemperaturen erwartet, die bis zur Monatsmitte zwischen zehn und 15 Grad schwanken.

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