Oktober-Prognose

Wetter: „Winterliche Überraschung“ - 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Das Wetter in Deutschland schickt den ersten Wintergruß: Diese Woche werden 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee erwartet.

Stuttgart - Bodenfrost, Minustemperaturen und Schnee - das Wetter in Deutschland scheint den Herbst überspringen und direkt in den Winter starten zu wollen. Vergangenes Wochenende brachte eine „Frostkeule“ Eisnächte nach Deutschland. Die Temperaturen stürzten in den Morgenstunden und in der Nacht merklich ab. Für diese Woche sprechen Meteorologen sogar von Schnee in Deutschland.

„Der Winter gibt in dieser Woche ein Gastspiel“, kündigt Dominik Jung, Meteorologe bei wetter.net, an. Mittwochmorgen (13. Oktober) sagt der Wetterexperte Schneeflocken bis auf 800 Meter voraus. Im letzten Monatsdrittel könnte es sogar Flocken bis ganz runter geben.

Wetter in Deutschland: Die Temperaturen purzeln - in Höhenlagen gibt es Schnee

„Auch in den tieferen Lagen konnte sich der Winter schon festbeißen“, so Dominik Jung. Am Erdboden gab es gestern Morgen schon Bodenfrost bis minus 9 Grad. Auch am Montagmorgen (11. Oktober) war es eisig kalt in Deutschland: In Nürnberg etwa lagen die Temperaturen der Frühwerte auf 2 Metern Messhöhe bei -2,8 Grad, in Hoyerswerda bei -3,4 Grad. Im Tagesverlauf werden heute nicht mehr als 14 bis 17 Grad erreicht. Schuld ist ein „Kältebatzen“, der diese Woche Polarluft nach Deutschland schiebt.

Am Dienstag (12. Oktober) gibt es dann in den Alpen oberhalb von 1.000 Metern auch Schnee. „Die Nacht auf Mittwoch bringt besonders in den Alpen Schneeflocken bis auf 800 Meter herab“, so der Meteorologe. „Da kann es teilweise richtig weiß werden. Ab 1.000 bis 1.500 Metern Höhe zehn bis 15, teilweise bis zu 20 Zentimeter Neuschnee“, sagt Dominik Jung voraus. Ein Kaltluftvorstoß, der von Norden her nach Deutschland strömt, bringt uns niedrige Temperaturen. „Deswegen sinkt auch die Schneefallgrenze vorübergehend deutlich ab“, erklärt der Diplom-Meteorologe.

Am Mittwoch gibt es auch erste Schneeflocken im Bayerischen Wald und in den Hochlagen der Erzgebirge. „Da wird es weiße Landschaften geben. Ganz oben ist eine kleine, dünne Schneedecke möglich“, weiß Jung. Im Rest des Landes gibt es unterdessen einen Mix aus Sonne und Wolken, mitunter auch ein paar kurze Regenschauer. Die Temperaturen erreichen am Mittwoch gerade einmal noch 8 bis 13 Grad in den Tälern. Am Donnerstag (14. Oktober) bringt ein Hochdruckgebiet den goldenen Oktober und zwischen 9 und 16 Grad zurück nach Deutschland.

Wetter: Ende Oktober könnte nächster „Kaltluftvorstoß“ Schnee in tiefe Lagen bringen

Auch wenn es Ende der Woche wieder etwas wärmer wird: „Es wird nicht der letzte Kaltluftvorstoß bleiben“, prognostiziert Dominik Jung. Heißt: Die Schneefallgrenze könnte beim nächsten Mal sogar noch weiter sinken. Denn im letzten Oktoberdrittel kommt ein weiterer Schwall Kaltluft zu uns nach Deutschland. Laut Ensemble-Vorhersage gibt es bis zum 26. Oktober sogar Schneesignale für die tieferen Lagen Westdeutschlands. Auch in Ostdeutschland bleibt es in den kommenden Tagen unterkühlt bei 10 bis 12 Grad. Bei den Niederschlägen tauchen in der Ensemble-Vorhersage ebenfalls zum Ende des Monats immer wieder Schneesignale auf.

Ein Blick auf die Prognose zeigt: Kalte Höhenluft erreicht uns am 20. Oktober und bringt eisige Temperaturen mit sich. Teilweise -5 bis -8 Grad in 1.500 Metern Höhe wären dann möglich. Bis in die Mitte von Deutschland wird es in der Höhe sehr kalt. „Aber auch am Erdboden würden sich diese kalten Luftmassen vorübergehend durchsetzen können“, sagt der Meteorologe. Und noch mehr: Laut Wettermodell ist am 20. Oktober Schnee bis in tiefe Lagen vorhergesagt. „Das wäre doch mal eine erste winterliche Überraschung - und das am 20. Oktober“, meint Dominik Jung.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

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