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Wetter: Winter-Showdown im Februar oder Frühlingsanfang?

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Von: Franziska Vystrcil

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Der Winter kehrt in den letzten Januartagen zurück. Doch wie wird das Wetter in Deutschland im Februar? Eine Expertin klärt auf.

Stuttgart - Wird es diesen Winter nochmal Schnee und Kälte geben? Das aktuelle Wetter in Deutschland lässt nur wenig darauf hoffen. Erste Anzeichen des Frühlings sind auch schon da: Der Pollenflug hat bereits begonnen. Doch der Februar hat schon so manchen plötzlichen Winter- und Kälteeinbruch gebracht.

Steht uns das auch 2022 bevor? Kathy Schrey, Meteorologin bei wetter.net, gibt einen Ausblick auf den zweiten Monat des Jahres.

Wetter in Deutschland: Die letzten Januartage werden winterlich

Weder Schneemassen noch Eiseskälte waren diesen Winter in Deutschland bisher in Sicht. Für Winterliebhaber eine schwere Enttäuschung. Doch auch wenn Dezember und Januar noch wenig winterlich ausfielen, kann der Februar noch schneereich werden. So manche Bauernregel für den Februar hat sich in der Vergangenheit bewahrheitet. Einige geben sogar Ausblick auf den Verlauf des gesamten restlichen Jahres.

Schneeglöckchen auf einem schneebedeckten Waldboden. (Symbolbild)
Winterrückkehr oder Frühlingsbeginn? Die Prognosen für den Februar sind eindeutig. © Marius Bulling/Imago

Aktuell bestimmt das Tiefdruckgebiet Marie die letzte Januarwoche in Deutschland. Am Samstag (29. Januar) wird dieses dann vom nächsten Tiefdruckgebiet Nadja abgelöst. Dadurch geht es am Wochenende mit recht wechselhaften Wetter weiter. In der Nacht von Freitag (28. Januar) auf Samstag nimmt der Wind an Fahrt auf, so Kathy Schrey im neusten Wettervideo von wetter.net. An den Küsten Deutschlands sind auch Sturmböen zu erwarten. Die Temperaturen liegen bei -6 Grad im Süden bis 6 Grad plus im Norden.

Tiefdruckgebiet Nadja bringt am Samstag milde Luftmassen mit sich. Das macht sich an den Tageshöchstwerten bemerkbar - von 4 Grad im Südosten bis hin zu 12 Grad im Norden. „Und das im Januar“, sagt Kathy Schrey. Auch der Frühling 2022 könnte laut Meteorologen ganz anders werden, als wir ihn kennen. Am Sonntag (30. Januar) gehen die Temperaturen jedoch wieder mehr in Richtung Winter. 1 bis 7 Grad werden am letzten Wochentag erwartet.

Wetterprognose für den Februar: Kalt, aber nicht eisig - „Das Hochdruckgebiet ist einfach zu stark“

Am Montag (31. Januar) ist es dann so weit: Die Temperaturen gehen im Vergleich zum Samstag in den Keller, so die Prognose von Kathy Schrey. „Da haben wir es mit Temperaturen von -6 bis 1 Grad zu tun“, sagt die Meteorologin. „Da kommt auch eine neue Front. Und die sorgt nicht nur für Wolken, sondern die sorgt auch für Niederschlag in Form von Schneeregen und Schneeschauern.“

Doch wie steht es aus meteorologischer Sicht um den Februar? „Alle Winterliebhaber kommen in der aktuellen Saison nicht auf ihre Kosten“, sagt Kathy Schrey. „Aber wir haben ja noch einen offiziellen Wintermonat, den Februar, vor uns.“ Heißt das, im Februar kehrt doch noch der Winter zurück? Die Prognose der Luftmassenverteilung für die Mitte des Monats, genauer gesagt für den 12. Februar, zeigt ein eindeutiges Bild. „Da machen wir ein Azorenhoch über dem Atlantik aus. Doch das liegt leider ziemlich falsch“, sagt Kathy Schrey. Denn: „Für winterliche, kalte, frostige Temperaturen müsste es ein Russlandhoch sein.“

Über dem Norden Europas rauschen Mitte des Monats Tiefdruckgebiete heran. „Die versorgen uns in den nächsten Wochen immer mal wieder mit einem Zustrom von kühleren Luftmassen. Doch das Hochdruckgebiet ist einfach zu stark. Das wird sich halten können.“ Das zeigt sich auch an den Temperaturen: Es wird zwar kühl in Deutschland, jedoch nicht eisig. Ein Wetterexperte sah schon früh keine großen Chancen für die Rückkehr des Winters.

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