Einfluss auf Flut

Der Mond ändert seinen Zyklus - NASA warnt: Vermehrte Überflutungen bis 2035

USA, Pensacola: Fahrzeuge stehen auf einer überfluteten Straße. Hurrikan „Sally“ ist an der US-Golfküste auf Land getroffen.
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Einfluss auf den Meeresspiegel: Der Mond könnte den Anstieg durch eine höhere Flut künftig noch verstärken (Symbolbild).
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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Für das Wetter in Deutschland und der Welt hat der Klimawandel mitunter fatale Folgen. Unter anderem steigt der Meeresspiegel. Der Mond könnte das Phänomen nun noch verstärken.

Stuttgart/USA - Der Klimawandel wird das Wetter in Deutschland und der Welt nachhaltig beeinflussen und verändern - je ungebremster der Ausstoß von Treibhausgasen verläuft, desto gravierender. Unwetter in Deutschland, wie wir sie aktuell erleben, werden sich dadurch häufen und regelmäßiger so extrem verlaufen.

Die starken Regenfälle haben gefährliche Auswirkungen. Rhein und Bodensee in Baden-Württemberg sind jetzt schon hochwassergefährdet. Dabei wirkt sich der Klimawandel nicht nur auf das Wetter und auf lokale Gewässer aus. Durch die global höheren Temperaturen steigt auch der Meeresspiegel an. Laut NASA könnte der Anstieg künftig noch rasanter zunehmen, wie Focus berichtet. Verantwortlich dafür ist der Mond.

Einfluss des Mondes: Meeresbewegungen auf der Erde nicht immer gleich

Eigentlich hat der Mond keinen direkten Einfluss auf das Wetter in Deutschland und der Welt. Allerdings beeinflusst der natürliche Satellit die Meeresbewegungen auf unserem Planeten. Ende Mai sorgte der helle Supermond gar für Springfluten. Das könnte sich in Zukunft negativ auf den durch den Klimawandel ohnehin schon ansteigenden Meeresspiegel auswirken.

Denn der Mond hat einen sogenannten Rotationszyklus. In 18,6 Jahren schließt der Trabant einen vollen Umlauf der Mondbahnachse ab. Der Zeitraum dieses Umlaufs gliedert sich in zwei Hälften. In der ersten werden die täglichen Gezeiten auf der Erde unterdrückt. Konkret bedeutet das: Die Flut fällt niedriger, die Ebbe höher aus als üblich. In der zweiten Hälfte der 18,6 Jahre des Rotationszyklus kehrt sich der Effekt dann um: Die Flut ist höher, die Ebbe niedriger.

Das Wetter und der Mond: Trabant verstärkt indirekt Folge des Klimawandels

Laut NASA befindet sich der Mond aktuell tatsächlich in der zweiten Hälfte seines Rotationszyklus. Doch obwohl die Fluten dadurch auf der Erde eigentlich höher sein sollten, beobachtet die US-Raumfahrtbehörde an den Küsten der USA aktuell keinen verstärkten Effekt.

Das soll sich in naher Zukunft allerdings deutlich ändern. Bis zum Jahr 2035 ist der Mond erneut in der Phase seiner Rotation, die sich verstärkend auf die Flut auswirkt. Allerdings ist bis dahin wohl auch der Klimawandel weiter fortgeschritten - und damit nicht nur das Wetter extremer, sondern auch der Meeresspiegel höher. Die NASA fürchtet deshalb, dass der Mond dann zumindest an den US-Küsten für langfristige Überflutungen sorgen könnte.

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