1. bw24
  2. Wetter

Wetter-Experte warnt: Waldbrände drohen bereits im März - „Stufe 3 von 5 erreicht“

Erstellt:

Von: Franziska Schuster

Kommentare

Das Wetter in Deutschland soll im März zu warm zu und zu trocken ausfallen. Das hat Konsequenzen: Die Waldbrandgefahr steigt.

Stuttgart - Viel Sonnenschein, immer höhere Temperaturen und kein Tropfen Regen: Das Wetter in Deutschland verspricht uns aktuell einen Mega-Frühling mit Höchsttemperaturen. Bis Mitte März klettern die Werte auf knapp über 20 Grad. Sogar erste Sommertage mit 25 Grad soll es laut den Wetterprognosen diesen Monat noch geben.

Dass es so gar keinen Niederschlag geben soll, ist allerdings nicht nur ungewöhnlich für diese Jahreszeit, es ist laut Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net, auch besorgniserregend. „Die Regenmauer steht über Deutschland und sie bleibt auch weiterhin bestehen“, so der Wetterexperte. Bis zum 22. März soll es laut den Vorhersagen des europäischen Wetterdienstes trocken weitergehen. Das könnte schlimme Auswirkungen auf die Natur haben.

Wetter in Deutschland: Große Gefahr für Waldbrände - Sonnenschein und Ostwind lassen Erde austrocknen

Denn wie Dominik Jung berichtet, steigt mit zunehmender Trockenheit auch die Waldbrandgefahr. „Die Stufe 3 von 5 ist weit verbreitet erreicht“, erklärt der Meteorologe. Das sei bei der aktuellen Wetterlage kein Wunder. Viel Sonnenschein und ein strammer Ostwind konnten laut Dominik Jung in vielen Teilen Deutschlands das Erdreich bereits stark austrocknen.

Nicht nur in den Wäldern droht aktuell eine hohe Brandgefahr, auch Graslandschaften und Wiesen sind gefährdet. Laut dem Graslandfeuerindex ist schon jetzt Stufe 4 von 5 erreicht.

Heidefläche wird abgebrannt
Durch den extrem trockenen Winter und den trockenen März drohen vielerorts nicht nur Wald-, sondern auch Wiesenbrände. © Philipp Schulze/dpa

Wirklich abnehmen kann das Risiko für Brände in den kommenden Wochen jedoch nicht. „Das Hoch Martin bleibt uns weiterhin erhalten“, meint Dominik Jung. Es ist also weiter sonnig und trocken. Nur die Temperaturen waren bisher wenig frühlingshaft. Laut Dominik Jung hat der März einen „Kühlstart“ hingelegt. Doch das wird sich schon bald ändern. Temperaturen wie am Ballermann könnte es im ersten Frühlingsmonat in Deutschland noch geben.

Temperaturen steigen weiter an - Täglich 10 bis 12 Sonnenstunden

Ab Donnerstag (10. März) steigen die Temperaturen immer weiter an. Auf bis zu 18 Grad klettern die Werte langsam aus Westen her. Besonders auffällig: In den ersten sechs Tagen des März wurden in Deutschland bereits 35 Prozent der Soll-Sonnenstunden für den Monat erreicht. 39 Stunden strahlte der Himmelskörper in diesem Monat bereits auf die Erde. Von Donnerstag bis Samstag (10. bis 12. März) kommen täglich nochmal 10 bis 12 Sonnenstunden dazu.

Lediglich am Samstagmorgen könnte ein „kleines und feines Regenband“ von der Nordseeküste bis zum Schwarzwald kurzzeitig Niederschlag bringen. Aber: Es verschwindet recht schnell wieder. „Da kommt kaum etwas vom Himmel“, sagt Dominik Jung. 1 bis 2 Liter pro Quadratmeter wären laut dem Wetterexperten das Höchste der Gefühle. Große Regensummen seien somit nicht zu erwarten.

Auch vor einem „Märzwinter“ müssen wir uns in Deutschland wohl nicht mehr fürchten. „Die Kälte erreicht uns erst einmal nicht mehr, sie wird abgedrängt nach Südosteuropa.“ Stattdessen wird es frühlingshaft und die Werte kletter immer mehr in Richtung 25 Grad. Somit könnten wir beim Wetter in Deutschland bereits im März erste Sommertage erleben.

Auch interessant

Kommentare