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Wetter: Gefährlicher „Monster-Hurrikan“ zieht Richtung Europa

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Von: Julian Baumann

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16 Jahre nach „Katrina“: Der Hurrikane „Ida“ richtet in New Orleans verheerende Schäden an. In den kommenden Tagen zieht der Monster-Sturm Richtung Europa.

New Orleans/Stuttgart - Vor 16 Jahren löste Hurrikan „Katrina“ die verheerendste Naturkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten aus. Der gewaltige Sturm wütete mit der höchsten Gefahrenstufe 5 an der Golfküste und richtete in den Staaten Louisiana, Florida, Mississippi, Alabama und Georgia massive Schäden an. In Louisiana, besonders im Großraum der Stadt New Orleans, wütet aktuell ein weiterer Hurrikan, der ebenfalls massive Schäden anrichtet und sich allmählich fortbewegt.

Extreme Hurrikans sind beim Wetter in Deutschland seltener als beispielsweise in den USA. Dennoch kam es in diesem Sommer bereits zu gefährlichen Stürmen in der Bundesrepublik. Ein Foto zeigte etwa, wie ein Tornado über den Bodensee fegte. Besonders verheerend war in diesem Jahr jedoch der massive Starkregen, der vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu gewaltigen Fluten und Hochwasser führte.

Im Rest von Europa ist es dagegen seit Wochen trocken und unnatürlich heiß. Italien, Griechenland, Spanien und die Türkei kämpfen mit verheerenden Waldbränden. Der „Monster-Hurrikan“ der inzwischen wie „Katrina“ vor 16 Jahren die höchste Gefahrenstufe 5 erreicht hat, zieht nun ebenfalls nach Europa, wie wetter.net berichtet.

Wetter: „Alarmstufe rot“ - Hurrikane „Ida“ trifft auf Ostküste der USA

Beim Wetter in Deutschland scheint seit vergangener Woche bereits der Herbst angebrochen zu sein. Die Temperaturen liegen deutlich unter 20 Grad und es kommt immer wieder zu Schauern und kalten Windböen. Meteorologe Dominik Jung von wetter.net verspricht ab Mittwoch zwar eine deutliche Besserung und noch mal einen richtigen Spätsommer „aber so viel Glück haben nicht alle Menschen auf der Welt.“ Hurrikan „Ida“ hat inzwischen nämlich das Land erreicht und wütet mit brutaler Kraft in Louisiana. „Meterhohe Wellen, 400 bis 500 Liter Regen pro Quadratmeter und Spitzenböen um die 150 bis 180 Stundenkilometer“, so Jung.

Hurrikane „Ida“ hat sich am Sonntag noch mal deutlich verstärkt und zog mit einer Sturmkategorie von 4 direkt auf die Südküste der USA zu. Am heutigen Montag, 30. August, hat der verheerende Sturm die Küste erreicht. „Dort wird es besonders heftig werden“, sagt Dominik Jung. „Zeitweise war er vor Land ein Hurrikane der höchsten Stufe“. Aktuell gilt rund um New Orleans die „Alarmstufe rot“, heißt es bei wetter.net. „Gefahr durch heftigen, schweren Sturm und Orkanböen“, so Jung.

Besonders gefährlich sei in den Südstaaten jedoch auch der extreme Starkregen mit Mengen von 400 bis 500 Litern. Im Vergleich kam es bei der Flutkatastrophe in Deutschland „nur zu Regenmengen von 150 bis 200 Litern pro Quadratmeter“, so der Experte. Durch den massiven Regen bilden sich meterhohe Wellen, die mit voller Kraft auf die Küstenregionen Louisianas treffen und dort ganze Städte überfluten werden. „Und das auf den Tag genau 16 Jahre nach dem extremen Hurrikan Katrina“, sagt Dominik Jung.

Wetter in Deutschland: Wütet „Ida“ in abgeschwächter Form auch bei uns?

An der Ostküste der Vereinigten Staaten droht „eine große Gefahr, Lebensgefahr“ durch den Hurrikane „Ida“, der zu Stunde mit voller Gewalt wütet. „Leider wird es wahrscheinlich wieder große Schäden geben und auch eine große Anzahl von Opfern“, so Dominik Jung im Video von wetter.net. Zum Mittag wird sich der gewaltige Sturm jedoch abschwächen und zieht immer weiter ins Landesinnere. „Aber auch hier sind immer noch Sturmböen von 90 bis 100 Stundenkilometern möglich.“ Im Wochenverlauf schwächt „Ida“ immer weiter ab und zieht die Küste entlang. „Und dann geht es Richtung Nordatlantik, da kommt er Freitagmittag an“, so Jung.

Hurrikan „Ida“ zieht in abgeschwächter Form in Richtung Europa und demnach auch in Richtung Deutschland. Ende vergangenen Jahres steuerte ebenfalls ein „Ex-Hurrikan“ auf Deutschland zu, der noch immer eine enorme Zerstörungskraft hatte. Wütet der Sturm im Laufe der Woche auch in der Bundesrepublik und in den Nachbarländern? Laut Dominik Jung schiebt der ehemalige Hurrikan auf seiner Vorderseite ein Hochdruckgebiet in Richtung Europa. „Und das bedeutet, bei uns wird das Wetter in der zweiten Wochenhälfte deutlich stabiler werden“, so der Experte.

Während die Region um New Orleans erneut mit der gewaltigen Kraft des Hurrikans konfrontiert ist, bringt eben „Ida“ als abgeschwächter Ex-Hurrikan den Spätsommer beim Wetter in Deutschland. „Wir wären also quasi die Nutzer des Hurrikans im positiven Sinn, während die Menschen im Süden der USA leider mit heftigen Unwettern rechnen müssen“, sagt Dominik Jung. Statt Zerstörung und Überflutungen bringt „Ida“ laut dem Wetterexperten „ein traumhaft schönes Frühherbst- oder eher noch Spätsommerwochenende.“ Nachts bleibt es mit 10 oder 11 Grad jedoch weiterhin kühl.

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