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Unwetterwarnung für Deutschland: Der Hitzesommer wird Freitag und Samstag weggespült

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Von: Franziska Schuster

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Für Freitag und Samstag hat der Deutsche Wetterdienst Unwetterwarnungen herausgegeben. Gewitter, Starkregen und Sturzfluten werden erwartet. Doch wie so oft trifft es nicht jeden.

Stuttgart - Da braut sich was über Deutschland zusammen: Nachdem es in dieser Woche erneut heiß und schwül beim Wetter in Deutschland war, endet die Hitze nun mit einem großen Knall. Am Freitag (26. August) sowie am Samstag (27. August) drohen in vielen Teilen Deutschlands heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel. Zum Wochenende soll dann reichlich Regen fallen - wobei die Niederschläge wieder sehr ungerecht verteilt sind. Während vielerorts kaum etwas vom Himmel kommt, drohen in anderen Regionen geradezu Regenmassen.

Tatsächlich gibt es seit Wochen immer wieder Gewitter- und Unwetterwarnungen. Doch nicht überall trafen die Vorhersagen ein. Denn wo genau die Gewitter herunterkommen, lässt sich vorab jedoch nicht lokal genau bestimmen, bestätigt auch Wetterexperte Dominik Jung. „Welchen Ort die Gewitter genau treffen, kann man nicht vorhersagen“, erklärt der Diplom-Meteorologe von wetter.net. „Schauer und Gewitter treten nun mal nur lokal begrenzt auf.“ Daher können lediglich Prognosen für Regionen getroffen werden. Klar ist jedoch: „Der Freitag, der könnte besonders kritisch werden.“ Starkregen, Sturmböen, Hagel sowie Sturzflutgefahr sind gegeben. In diesen Regionen ist Vorsicht geboten.

Unwetterwarnung in Deutschland: In manchen Regionen laufen Keller voll, andere bleiben trocken

Auch am kommenden Wochenende werden die Unwetter nicht jeden treffen. „Es gibt ganz eng begrenzt die heftigsten Niederschläge, Sturzflutgefahr - und einen Kilometer weiter bleibt es furz trocken“, meint Dominik Jung. Am Donnerstag (25. August) brachte das Tiefdruckgebiet „Ornella“ Warmluft nach Deutschland. Das sorgt auch am Freitag (26. August) noch dafür, dass es unangenehm schwül ist. Doch nicht mehr lange: Ein Wetterexperte warnte vor erstem Bodenfrost Anfang September.

Im Tagesverlauf des Freitags geht es dann rund: Schauer und Gewitter ziehen vorüber. „Da kann am Freitag das volle Programm mit dabei sein“, sagt der Meteorologe. Denn Hagel und Starkregen können lokal ebenfalls auftreten. „Die Luftmassen sind zum Teil unerträglich schwül.“ Die Temperaturen erreichen 25 bis 31 Grad, im äußersten Osten nochmal 34 Grad.

Meteorologe Dominik Jung vor einer Regensummenkarte für den 26. August 2022
Am Freitag braut sich was zusammen: Wie Dominik Jung erklärt, ziehen ab 14 Uhr Unwetter über Deutschland. Ab 17 Uhr soll es regional besonders heftig werden. © Screenshot BW24: YouTube/wetter.net

Zwischen 14 und 17 Uhr ziehen die ersten Schauer auf. Heftig soll es dann ab 17 Uhr werden. „Da kommt dann das ganze so richtig in Schwung“, kommentiert Dominik Jung das Wettergeschehen. Norddeutschland, Niedersachsen und mitten drin auch Hamburg liegen unter einem Regenband, das lokal bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter bringt. Auch in Richtung Sachsen, Thüringen und Hessen sowie im Norden Bayerns und Baden-Württembergs sind extreme Niederschläge von 15 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. Dominik Jung betont nochmals: Ob genau an diesen Stellen die heftigsten Gewitter entstehen, das kann man noch nicht zu hundert Prozent vorhersagen. „Aber die Karte zeigt zumindest das Potenzial, das da ist am Freitag.“

Zwischen 20 und 23 Uhr soll sich dann der Schwerpunkt der Gewitter und Regenfälle nach Ostdeutschland sowie nach Norddeutschland, genauer gesagt Schleswig-Holstein und Hamburg, verlagern.

Im Laufe des Samstags lassen Schauer und Gewitter nach - Sonntag wieder bestes Sommerwetter

In der Nacht zum Samstag (27. August) gibt es im Süden und Osten, teils auch noch in den mittleren Landesteilen weitere Gewitter mit Starkregen, auch Unwetter sind nach wie vor möglich. Gebietsweise auch mehrstündiger Starkregen. Im Westen und Nordwesten herrscht hingegen nur eine sehr geringe Schauer- und Gewitterwahrscheinlichkeit.

Im Tagesverlauf des Samstags gibt es im Osten, Norden sowie teilweise noch im Süden Schauer und Gewitter. Regional eng begrenzt auch Starkregengefahr. Ganz im Westen lockern die Wolken später auf, bei angenehmen 24 bis 26 Grad. Wetterexperte Dominik Jung sagte auch zum Monatswechsel eine Regenflut voraus.

WochentagTemperaturen in Grad Celsius
Montag (29. August)24 bis 29 Grad
Dienstag (30. August)22 bis 28 Grad
Mittwoch (31. August)23 bis 28 Grad

(Quelle: wetter.net)

„Der Sonntag macht dann seinem Namen schon wieder alle Ehre“, sagt Dominik Jung. Viel Sonnenschein und Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad bescheren uns einen angenehmen Sommertag. „Die extrem schwüle Hitze ist dann aus Deutschland verschwunden.“ Auch zum Start in die neue Woche wird es überwiegend freundlich. Am Dienstag sind zum Abend im Südwesten vereinzelt leichte Regenschauer möglich. Die Temperaturen könnten bald noch kühler werden: Polarluft lauert schon vor Deutschland.

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