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Hagel, Superzellen und Sturm - Unwetterfahrplan fürs Wochenende

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Von: Franziska Vystrcil

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Die große Hitze in der ersten Augustwoche wird kurzzeitig wieder vertrieben. Am Donnerstag kommt von Nordwesten eine Kaltfront in Deutschland an. 

Stuttgart - Temperaturen über 30 Grad, pralle Sonne und schwüle Luft - derzeit fühlt man sich in Deutschland wie in einem Freiluftbackofen. Mit der extremen Hitze gehen auch Unwetter einher. In der ersten Augustwoche sollen solche über weite Teile Deutschlands ziehen. Auslöser ist eine Kaltfront, die von Nordwesten her zu uns kommt. Treffen diese kalten Luftmassen auf die aktuell herrschende Sahara-Hitze, kann es ordentlich knallen. Hagel, Starkregen und Gewitter sind dabei nicht ausgeschlossen.

„Die große Hitze wird bald wieder vertrieben“, bestätigt auch Anna Gröbel, Diplom-Meteorologin bei wetter.com. „Am Donnerstag klopft im Nordwesten bereits eine Kaltfront an.“ Im Laufe des Freitags (5. August) ziehen die kalten Luftmassen weiter in Richtung Südosten. „Da kommt dann kühlere Meeresluft zu uns nach Deutschland - und trifft auf heiße Wüstenluft.“ BW24 hat den Unwetterfahrplan fürs Wochenende.

Kaltluft trifft auf Wüstenhitze - schwere Unwetter ziehen ab Donnerstag über Deutschland

Bei solch extremen Luftmassen, die ab Donnerstag (4. August) aufeinander treffen, werden folglich auch die daraus entstehenden Unwetter extremer als sonst. „Das wird eine richtig ausgewachsene Unwetterlage“, warnt Anna Gröbel. Auch rotierende Gewitter, sogenannte Superzellen, können sich dann beim Wetter in Deutschland bilden.

Am Donnerstagnachmittag geht es im Nordwesten Deutschlands bereits allmählich los. Heftig wird es allerdings erst in den Abendstunden. Von Nordrhein-Westfalen über Niedersachsen bis hoch nach Schleswig-Holstein besteht dann eine erhöhte Unwettergefahr. „Da kann es wirklich zu Starkregen, Hagel und Sturm kommen“, warnt die Wetterexpertin. Dort können sich zudem die bereits erwähnten Superzellen bilden, jedoch nur lokal.

Meteorologin Anna Gröbel von wetter.com erklärt eine Wetterkarte vom 5. August 2022
Am Freitag (5. August) verlagern sich die Unwetter nach Süden, wie Meteorologin Anna Gröbel zeigt. Besonders Baden-Württemberg und Bayern sind betroffen. © BW24 Screenshot/YouTube/wetter.com

In der Nacht auf Freitag gibt es im Nordwesten noch eine Zeit lang Schauer, Regen und Gewitter. Tagsüber verlagert sich laut Anna Gröbel die Unwetterzone nach Südosten. „Da geht es vor allem in den Nachmittagsstunden wieder los“, sagt sie. Aber auch in der gesamten Südosthälfte gebe es zum Freitag eine erhöhte Unwettergefahr. Vor allem Baden-Württemberg und Bayern sind am Freitag stark von diesen Unwettern betroffen. Starkregen sowie Hagel und größerer Hagel und sogar Orkanböen werden stellenweise lokal für die beiden Bundesländer berechnet. „Der Freitag wird wohl der schlimmere Tag“, lautet Anna Gröbels Einschätzung.

Wetter in Deutschland: Zum Wochenende entspannt sich die Lage wieder

Pünktlich zum Wochenende ist dann wieder „durchatmen angesagt“, so Anna Gröbel. Die Unwetter und Gewitter ziehen sich dann in die Alpen zurück. Dort kann es auch längere Zeit weiter regnen, teilweise auch unwetterartig, warnt die Meteorologin. Somit entspannt sich die Lage wieder deutlich.

Ein Vorteil der Unwetter: Die kalte Luft breitet sich in ganz Deutschland aus und wir bekommen es wieder mit Hochdruckeinfluss zu tun. Dabei erreichen die Temperaturen zwar wieder hohe Werte zwischen 22 und 31 Grad, an die 40-Grad-Marke kommen wir im Gegensatz zum Donnerstag (4. August) allerdings nicht mehr heran. Zumindest vorerst.

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