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Wetter: Tief Peggy sorgt für „Aprilwetter im Herbst“

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Von: Franziska Schuster

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Zum Ende der Woche wird das Wetter in Deutschland ungemütlich. Am Freitag wechseln sich Sonne, Schauer und Gewitter ab - man könnte meinen, wir haben April.

Stuttgart - Seit Mitte der Woche sorgt Tiefdruckgebiet „Peggy“ für unbeständiges Wetter in Deutschland. Besonders am Mittwoch (7. September) und am Donnerstag (8. September) brachte Peggy vielerorts Starkregen, Gewitter und stellenweise sogar Überschwemmungen. Auch am Freitag (9. September) hat das Tiefdruckgebiet unser Wetter fest in Griff - und beschert uns Aprilwetter.

„Aprilwetter im Herbst klingt erst einmal unlogisch, kann aber bei einer entsprechenden wechselhaften Wetterlage über Deutschland passieren“, sagt Gernot Schütz, Diplom-Meteorologe bei wetter.com. Das sind die Aussichten zum Wochenende.

Wetter in Deutschland: „Schauerstraßen“ machen Wetter am Freitag wechselhaft

Grund für die aktuelle Wetterlage ist wie bereits erwähnt immer noch Tief Peggy. Dieses bringt immer wieder Wolken mit Regenschauern. Zwischendurch kommt es dennoch zu längeren trockenen Phasen. „Schauerstraßen“, wie Gernot Schütz die Regenbänder nennt, ziehen von Westen und Nordwesten über Deutschland. „Dazwischen gibt es aber auch Regionen, wo so gut wie nichts runterkommt“, sagt der Meteorologe. Am meisten Schauer gibt es tendenziell im Westen und im Nordwesten Deutschlands, aber auch am Alpenrand.

Frau fährt auf Fahrrad und schützt sich dabei mit einem Regenschirm vor dem Regen
Tief „Peggy“ bringt wechselhaftes Wetter nach Deutschland, wie es sonst für den April typisch ist. © Wolfgang Kumm/dpa

Am Freitagvormittag ziehen von Westen her die Schauer herein, während es im Osten unterdessen noch längere freundliche Phasen gibt. Gegen Mittag treten dann in Süddeutschland die ersten Schauer und Gewitter auf. „Diese Gewitter werden sich verstärken und ausbreiten im Laufe des Nachmittags“, lautet Gernot Schütz‘ Prognose. Doch wie so oft bekommt nicht jeder etwas davon ab. „Es sind auch keine unwetterartigen Gewitter, weil sie auch relativ schnell weiterziehen, mit dem kräftigen Wind, den wir haben“, ergänzt der Meteorologe. Solch unbeständiges Wetter könnte uns diesen Herbst aufgrund von Hurrikans über dem Atlantik öfters bevorstehen.

Dieses eigentlich typische Wetter für den April bringt uns bei all dem Hin und Her auch sonnige Momente. Immerhin reicht es trotz Schauern und Gewittern verbreitet für vier bis sieben Sonnenstunden. Lediglich im äußersten Westen in Richtung Niederrhein bis in den Norden Schleswig-Holsteins reicht es nur für 2 bis 5 Stunden. Auch die Temperaturen liegen im angenehmen Bereich und erreichen verbreitet 20 bis 24 Grad, wobei die höchsten Werte in der Lausitz und in Sachsen-Anhalt geknackt werden. Am Alpenrand wird es mit 18 Grad am Freitag am kühlsten.

Wochenende bleibt wechselhaft, am Sonntag zeigt sich vermehrt die Sonne

Das Wochenende bleibt insgesamt wechselhaft mit Schauern und Gewittern, aber das Unwetterpotenzial nimmt ab. Der Start ins Wochenende wird ebenfalls nass - und auch teilweise richtig kalt. In Norddeutschland gibt es weitere Schauer, heftig wird es unterdessen in Süddeutschland sowie in der Mitte Deutschlands. Dort kann es Gernot Schütz zufolge „kräftiger und langanhaltend“ regnen. Die Temperaturen gehen deutlich zurück. In Ostdeutschland liegen sie mit 20 bis 22 Grad am höchsten. In der Nordhälfte sowie an den Küsten erreichen sie 19 bis 20 Grad. Im Südwesten, in Baden-Württemberg, wird es frisch bei gerade einmal 17 bis 20 Grad.

WochentagTemperaturen in Grad Celsius
Freitag (9. September)18 bis 24 Grad
Samstag (10. September)17 bis 22 Grad
Sonntag (11. September)17 bis 23 Grad

(Quelle: wetter.com)

Am Sonntag (11. September) kämpft sich die Sonne immer weiter durch, besonders im Westen schafft sie es öfter, gegen die dichten Wolken anzukommen. Im Westen und an der Nordsee wird der Sonntag sehr freundlich. Im Osten und Südosten gibt es am letzten Wochentag noch tendenziell dichtere Wolken, auch Schauer und vereinzelt Gewitter sind dort möglich. Auch die Temperaturen steigen wieder etwas an, bis zu 23 Grad werden maximal erreicht. Am kühlsten ist es im Norden bei 18 bis 20 Grad sowie am Alpenrand bei 17 Grad. Für den Verlauf des Herbsts gibt es neue Prognosen.

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