Hitzewellen

Wetter: Meteorologen kündigen für den Sommer extreme Hitzewellen an

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Der Grusel-Frühling in Deutschland dauerte Monate. Doch die Aussichten für den Sommer 2021 sind beim Wetter in Deutschland und Stuttgart deutlich andere. Es könnte ordentlich Hitze bevorstehen.

Stuttgart - Am 1. Juni war meteorologischer Sommeranfang - und das Wetter in Deutschland und Stuttgart hat geliefert. Bereits seit Ende Mai beschert uns ein in weiten Teilen Deutschlands wolkenloser Himmel sommerliche Temperaturen. Der Grusel-Frühling mit viel zu kaltem Wetter und regenreichen Tagen ist damit wohl abgeschlossen, dabei hatten Mitte Mai Meteorologen den Sommer 2021 noch auf Ende Juni geschoben.

Generell sehen die Prognosen ganz so aus, als würde der Sommer im Jahr 2021 mit hohen Temperaturen nicht geizen. Ein Wetter-Experte ist überzeugt, dass im Juli eine Hitzewelle mit über 30 Grad ansteht. Tatsächlich spricht der Grusel-Frühling auch laut der Wetter-Expertin Michaela Koschak von t-online für einen Hitzesommer. Ihr zufolge droht gerade durch den Klimawandel „immer extremeres Wetter“ und „eingefahrenere Wetterlagen“. Der Sommer 2021 könnte also ortdentlich warm werden.

Wetter in Deutschland: Grusel-Frühling lässt Rückschlüsse auf einen grandiosen Sommer zu

Tatsächlich gibt es auch viele Bauernregeln, die anhand des Wetters im Mai die Prognose für den Sommer oder gar das gesamte Jahr festmachen. „Ein kühler Mai wird hoch geacht‘, hat stets ein gutes Jahr gebracht“, heißt es zum Beispiel. Aber auch „Auf nassen Mai folgt ein trockener Juni“ ist eine bekannte Regel von Landwirten. Auch wenn diese nicht statistisch bewiesen sind - bislang waren sie durchaus zutreffend.

Wetter in Deutschland: Kommt bald der heiß ersehnte Sommer? Derzeit sorgt eine Hitzewelle aus der Sahara in Europa für hochsommerliche Temperaturen.

Laut Experten könnte Deutschland tatsächlich von der „Sahara-Hitze“ mit 45 Grad profitieren, die sich aktuell auf uns zubewegt. Wetter-Expertin Michaela Koschak zieht hingegen die Vergangenheit zurate, wenn es um das Wetter in Deutschland und Stuttgart im Sommer geht. „1996 und 2013 war das Frühjahr ähnlich ungemütlich wie dieses und da ist der Sommer eigentlich ganz schön geworden“, erklärt Koschak.

Grusel-Frühjahr: Wetter in Deutschland Beweis für Klimawandel - und Indiz für guten Sommer?

Allerdings betont Wetter-Expertin Michaela Koschak auch, dass Wettervorhersagen auf lange Sicht problematisch sind. „Langzeitprognosen sind mit Vorsicht zu genießen“, so Koschak. Im Grusel-Frühjahr mit viel zu niedrigen Temperaturen sieht Michaela Koschak im Übrigen eher einen Beweis für anstatt eines Argumentes gegen den Klimawandel.

Denn durch den globalen Wandel des Klimas kommt es immer häufiger zu „eingefahrenen Wetterlagen“. Das bedeutet: Luftströmungen, die das Wetter beeinflussen, sind heute viel konstanter als früher. „Dieses Frühjahr war so ungemütlich, weil wir eine Nordströmung hatten und mit der kam immer wieder feuchte, kühle Luft zu uns herein“, erklärt Wetter-Expertin Michaela Koschak. Insofern könnten auch die hohen Temperaturen im Juni ein Indiz dafür sein, dass sich diese Wetterlage lange hält und in einen Hitzesommer mündet.

Rubriklistenbild: © Bernd Hanselmann/dpa

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