Heiße Tage und tropische Nächte

Wetter: „Hitzeblase aus der Sahara“ zieht nach Europa - 44 Grad

Ein Mann kühlt sich vor der Hitze mit einem Wasserdampfdiffusor vor einem Restaurant in der Alcala Straße.
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Teile Europas schwitzen bereits bei Temperaturen um die 40 Grad. Laut einer Prognose wird es jedoch noch deutlich heißer.
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Das Wetter in Deutschland und ganz Europa ist in diesem Jahr von Extremen geprägt. Aus der Sahara zieht in den kommenden Tagen eine Hitzewelle über den Kontinent.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland fiel in den vergangenen Tagen und Wochen sehr unterschiedlich aus. Der Westen hatte mit verheerenden Unwettern und Hochwasser zu kämpfen. Die Unwetter forderten in Rheinland-Pfalz viele Opfer und die Aufräumarbeiten dauern noch immer an. Im Norden der Bundesrepublik war es dagegen durchgehend einige Grade wärmer als in der Südhälfte, dort kletterten die Temperaturen auf Werte von stellenweise deutlich über 30 Grad.

In den Vereinigten Staaten und Kanada wurde die Hitze dagegen bereits in den vergangenen Monaten zum Problem. Aufgrund einer Rekord-Hitze bis 50 Grad riefen die Behörden, die „höchste Warnstufe“ und den Notstand aus. Doch auch in Europa war es in diesem Sommer bereits ungewöhnlich heiß. Die „Wärmeblase“ aus Spanien zog bereits vor Wochen in Richtung Deutschland und ließ auch hier die Temperaturen steigen. Nun macht sich eine neue „Hitzeblase aus der Sahara“ auf den Weg Richtung Europa, wie das Portal wetter.de berichtet. Die Hitze aus Nordafrika ist in diesem Jahr besonders intensiv.

Wetter: Höchstwerte bis 44 Grad in Europa - „gefährliche Temperaturen“

Beim aktuellen Wetter kehrt einfach keine Ruhe ein. Normale Sommertemperaturen sind in ganz Europa derzeit eine wirkliche Rarität. Laut wetter.de müssen die Menschen im Südwesten Europas bereits jetzt Temperaturen von bis zu 40 Grad ertragen und die Werte werden voraussichtlich noch weiter steigen. Vor allem in Spanien kann die Hitze aus Nordafrika zum Problem werden. „In der Spitze berechnen die Wettercomputer stellenweise Höchstwerte bis knapp 44 Grad“, sagt RTL-Meteorologe Björn Alexander. „Das sind durchaus gefährliche Temperaturen - vor allem für ältere Menschen.“

Der Experte rät jedoch auch insgesamt bei solchen hohen Temperaturen zur Vorsicht. „Und auch für alle anderen muss die Devise sein, sich meistens zu schonen und genügend zu trinken“, mahnt Alexander. „Zumal es eben auch nachts teils kaum unter 25 Grad abkühlt.“ Laut den Berechnungen werden die Städte in den spanischen Regionen Andalusien und Murcia zu Hitze-Hotspots. „Die heißeste Stadt wird nach den aktuellen Prognosen Granada mit an die 43, vielleicht sogar 44 Grad“, so Alexander. „Doch auch in Murcia sind Höchstwerte von 41 Grad und mehr möglich.“

Beeinflusst die Hitzeblase aus der Sahara auch das Wetter in Deutschland?

Nach den verheerenden Unwettern mit Starkregen und Hagel in weiten Teilen Westdeutschlands hat sich die Lage beim Wetter in Deutschland zumindest vorübergehend beruhigt. Aktuell sind die Temperaturen sommerlich warm aber die sogenannten „Hundstage“ mit wirklich hohen Werten blieben bislang aus. Bereits Ende Mai kündigten Prognosen an, dass die „Horror-Hitze“ aus der Sahara auch der Bundesrepublik Temperaturen bis zu 40 Grad bescheren werde. Treibt die aktuelle Hitzeblase aus Nordafrika die Werte nun sogar noch höher?

Laut wetter.de wird es auch in Deutschland mehrere Tage mit hohen Temperaturen um die 30 Grad geben. „Vielleicht also sogar eine kleine Hitzewelle. Aber garantiert nicht 35 Grad und mehr“, sagt Björn Alexander. In der kommenden Woche sollen die Temperaturen jedoch in ganz Europa bereits wieder abkühlen. „Nächste Woche Dienstag und Mittwoch werden es in den zuvor extrem überhitzten Regionen nur noch 35 Grad oder etwas mehr.“ Für Deutschland ist dagegen am kommenden Wochenende erneut Starkregen in den Flutregionen vorausgesagt.

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