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Wetter: Neueste Sommerprognose ist da - hier muss mit Hitze gerechnet werden

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Von: Franziska Vystrcil

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Der Frühling 2022 war bereits zu warm und zu trocken. Setzt sich dieser Trend auch im Sommer fort? Der europäische Wetterdienst trifft eine Prognose.

Stuttgart - Warm, zu heiß oder doch viel zu kalt? Das Wetter in Deutschland hat in der Vergangenheit gezeigt: Die Sommer hierzulande sind alles andere als beständig. Für den Sommer 2022 hat der europäische Wetterdienst eine neue Prognose für Europa, Österreich und Deutschland herausgebracht.

Nachdem das Frühjahr 2022 deutlich zu trocken ausgefallen ist, besteht in Deutschland vielerorts noch immer ein Regendefizit. Und nicht nur aus den vergangenen Monaten: die sehr trockenen Sommer 2018 und 2019 haben bis heute Nachwirkungen. Wird sich der geringe Niederschlag in diesem Sommer fortsetzen? Erste Prognosen für den Sommer 2022 beunruhigen die Experten. Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net, hat die Prognosen des europäischen Wetterdienstes genauer unter die Lupe genommen. Damit müssen wir in den kommenden Monaten rechnen.

Wetter im Sommer 2022: Der Juni bringt Europa ins Schwitzen

Am 1. Juni hat der meteorologische Sommer begonnen. Insgesamt soll der erste Sommermonat in Norddeutschland normal temperiert ausfallen. In der Mitte soll der Juni 2022 jedoch 0,5 bis 1 Grad zu warm ausfallen, erklärt Dominik Jung. Im Südwesten sowie im Süden können die Werte auch 1 bis 1,5 Grad über dem langjährigen Klimamittel liegen. Eine Hitzeblase soll im Juni für Extremtemperaturen sorgen.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich in der Prognose auch in Österreich ab. Im Osten und in den nördlichen Regionen des Landes sollen die Abweichungen 1 bis 1,5 Grad betragen. In der Mitte Österreichs soll es 0,5 bis 1 Grad zu warm werden. „Der Juni wird in Österreich auch ein eher zu warmer Monat“, fasst Dominik Jung zusammen. Schon zuvor kündigte der Wetterexperte Jung neue Rekorde und Hitzewellen für 2022 an.

Im restlichen Europa wird es deutlich heißer. Vor allem in Westeuropa kann es laut dem Meteorologen sehr heiß werden. Etwa in Spanien, Portugal, Südfrankreich und Italien. In Osteuropa sollen die Temperaturen hingegen im Normalbereich liegen.

Ernüchternde Prognose für Hitze-Fans: „Keine großen Überraschungen“

Im Juli müssen wir in Deutschland laut dem europäischen Wetterdienst nicht mit extremer Hitze rechnen. Die Berechnungen gehen von einem völlig normal temperierten Sommermonat aus. „Weder zu heiß, noch zu kühl. Da gibt es wohl keine großen Überraschungen“, meint auch Dominik Jung. Wer also warme, aber nicht zu heiße Temperaturen mag, kann seinen Sommerurlaub getrost in Deutschland verbringen. Auch in Österreich soll der Juli im Normalbereich sein, lediglich im Gebiet rund um die Hauptstadt Wien könnten die Werte 0,5 bis 1 Grad über dem langjährigen Klimamittel liegen. Einen Unwetter-Sommer schließt der Meteorologe nicht aus.

Wasserschlacht am Neptunbrunnen in Berlin
Ein Sommermonat soll dieses Jahr besonders hitzelastig werden: Für den Juni geht der europäische Wetterdienst von Extremtemperaturen aus. © Paul Zinken/dpa

Und in anderen Teilen Europas? „Dieser Juli scheint sehr unspektakulär werden zu wollen“, sagt Dominik Jung. In weiten Teilen Europas soll der zweite Sommermonat des Jahres weder zu warm noch zu kalt ausfallen. In Südost- und in Südeuropa geht der europäische Wetterdienst von leichten Abweichungen nach oben aus. Auch andere Wettermodelle sagen 2022 einen Sommer voraus, den wir so nicht kennen.

Der eigentliche Hitzemonat August zeigt sich voraussichtlich ebenfalls von seiner harmlosen Seite. 0,5 bis 1 Grad zu warm könnte der Monat laut dem europäischen Wetterdienst in Deutschland ausfallen. Im äußersten Norden und Nordwesten soll es überhaupt keine Abweichungen geben. Anders in Österreich: „Da könnte es vor allen Dingen im Osten deutlich zu warm werden“, erklärt Dominik Jung die Vorhersage. Bei Wien wären 1,5 bis 2 Grad zu hohe Durchschnittstemperaturen möglich. Dem Südosten Europas könnte ebenfalls ein sehr warmer August bevorstehen, in Mittel- und Westeuropa gibt es hingegen kaum nennenswerte Abweichungen.

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