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Wetter: „Schweißheilige statt Eisheilige“ - Sommer schlägt mit bis zu 30 Grad zu

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Von: Franziska Vystrcil

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In der zweiten Maiwoche stehen beim Wetter in Deutschland alle Zeichen auf Sommer. Statt den „Eisheiligen“ mit Frost und Kälte gibt es Hitzeprognosen mit bis zu 30 Grad.

Stuttgart - Es wird heiß: Beim Wetter in Deutschland dreht der Sommer in der zweiten Maiwoche so richtig auf. Passend zum Start der Freibadsaison bringt uns Saharaluft örtlich bis zu 30 Grad. Und das ausgerechnet zu den berühmten „Eisheiligen“. Diese gehen auf alte Bauernregeln zurück und sorgen des Öfteren nochmals für winterliche Temperaturen und Frost.

Nicht so in diesem Jahr, wie Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net, verrät. „Anstatt Eisheilige gibt es wohl nächste Woche die ‚Schweißheiligen‘. Es wird richtig warm“, sagt der Wetterexperte. Auch 30 Grad sind örtlich durchaus möglich. Erste Sommertage werden somit bereits Mitte Mai erreicht.

Wetter in Deutschland: Werte um 25 Grad und mehr - Eisheilige kommen „ins Schwitzen“

Die plötzliche Hitzeankündigung ist eine kleine Überraschung. Denn erst kürzlich berechneten die Wettermodelle noch einen ganz anderen Trend. Die Eisheiligen sollten dieses Jahr besonders hart zuschlagen. Nun hat sich das Blatt allerdings gewendet. Denn Heißluft aus Spanien und der Sahara sorgt dafür, dass bei uns der Sommer einkehrt. „Die Wettermodelle sind sich einig: Nächste Woche wird es deutlich wärmer“, sagt auch Dominik Jung. Wie lange genau sich die Wärme hält und wie hoch die Temperaturen tatsächlich ausfallen, dabei gibt es noch einige Ungewissheiten, so der Experte.

Sicher ist jedoch: bis zum 20. Mai soll es in Deutschland verbreitet trocken bleiben, Niederschläge sind nicht in Sicht. Ab Montag (9. Mai) steigen die Temperaturen immer weiter an. „Es könnte sich ein stabiles Hoch über Deutschland etablieren, mit einer sehr warmen Südwestströmung“, erklärt Dominik Jung. Ab Montag kommt verbreitet die Sonne heraus, es gibt auch in den folgenden Tagen viel Sonnenschein. Die Temperaturen starten am Montag bei 18 bis 24 Grad und erreichen am Dienstag (11. Mai) bereits 21 bis 26 Grad. Am Rhein wird dann mit 25 Grad die Marke eines Sommertags geknackt. Auch für den Sommer 2022 gibt es erste Prognosen.

WochentagTemperaturen in Grad Celsius
Montag (9. Mai)18 bis 24 Grad
Dienstag (10. Mai)21 bis 26 Grad
Mittwoch (11. Mai)22 bis 28 Grad
Donnerstag (12. Mai)22 bis 29 Grad
Freitag (13. Mai)23 bis 28 Grad
Samstag (14. Mai)20 bis 25 Grad

(Quelle: wetter.net)

Am Mittwoch (11. Mai) könnte es dann noch wärmer werden. 22 bis 28 Grad sind für Mitte der Woche vorhergesagt. Nach aktuellem Stand sind am Donnerstag (12. Mai) vereinzelt Gewitter in Deutschland möglich. Auch der Freitag (13. Mai) wird überdurchschnittlich warm. Denn solche Temperaturen sind laut dem Wetterexperten eher für den Monat Juni üblich. „Wie gesagt: Schweißheilige statt Eisheilige“, sagt Dominik Jung erneut. Von Kälte ist keine Spur zu sehen. „Bei 23 bis 28 Grad kommen die wirklich ins Schwitzen.“ Auch der Samstag (14. Mai) bleibt freundlich, wenn auch etwas kühler bei 20 bis 25 Grad.

Kaum Niederschläge in Deutschland: Nach März und April könnte auch der Mai zu trocken werden

Ob die 30 Grad in der zweiten Maiwoche tatsächlich geknackt werden, bleibt laut Dominik Jung abzuwarten. Möglich wäre dies bei der aktuellen Wetterlage jedoch.

Touristen kühlen sich an einem Brunnen mit Wasser ab
Von wegen „Eisheilige“: In der zweiten Maiwoche sorgt Heißluft aus der Sahara dafür, dass wir in Deutschland ordentlich ins Schwitzen kommen. © Grgo Jelavic/PIXSELL/imago images

So sehr sich Sommerfans über die Vorhersage freuen dürften - die anhaltende Trockenheit bereitet dem Meteorologen Sorge. „Ich wage mal die Prognose: Der Mai könnte der dritte zu trockene Frühlingsmonat in Folge werden.“ Bereits im März fiel deutlich zu wenig Regen. Der März 2022 brach damit einen traurigen Rekord. Auch der Folgemonat April war zu trocken, die Gefahr für Wald- und Wiesenbrände bedrohlich hoch.

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