Der Winter kommt

Wetter: Experte sagt „Schneemassen“ und bis zu 50 Zentimeter Neuschnee vorher

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Der Winter schlägt beim Wetter in Deutschland zu. Laut neuester Prognosen werden in einigen Regionen wahre Schneemassen erwartet.

Stuttgart - Schneemann bauen und Schlittenfahren, das könnte laut aktueller Wettervorhersage in einigen Teilen Deutschlands bald möglich sein. Denn das Wetter in Deutschland erlebt am ersten Adventswochenende einen wahren Wintereinbruch. „So ab Freitagabend setzen von Westen her Schneefälle ein“, so die Ankündigung von Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net.

Einige Regionen dürfen sich dann über mehrere Zentimeter Neuschnee freuen. Dominik Jung verrät, wo man in Deutschland am Wochenende Schlittenfahren kann.

Wetter: Schneetief erreicht Deutschland - „Man sollte nicht mehr ohne Winterreifen unterwegs sein“

Langsam steuert eine „Schneebombe“ auf Deutschland zu. Freitagabend (26. November) kommen die ersten Schneewolken im Nordwesten an. Den Wintereinbruch bekommen wir anhand eines Temperaturabsturzes zu spüren; die Luftmassen bieten sich einen wahren Kampf. Verbreitet gibt es am Freitag Luftfrost bei 0 bis -3 Grad. Nur im Norden Deutschlands sind die Temperaturen mit 4 Grad zu hoch für Frost. Im Südosten hingegen gibt es am Freitag den ersten Schneefall. „Da schiebt sich von Österreich dieses Schneefallband in Teile von Bayern rein“, sagt Dominik Jung. Viel Schnee fällt dort allerdings nicht.

Erst zum Freitagabend wird es vor allem im Westen Deutschlands winterlich. Die Schneefallgrenze sinkt dort bis in mittlere Lagen herab, in der Nacht auf Samstag (27. November) kann es auch in tiefen Lagen schneien. Am Samstag soll es laut aktueller Prognosen anhaltende Schneefälle geben. Im Süden von Nordrhein-Westfalen, in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland wird ab 400 bis 600 Metern einiges an Neuschnee erwartet. „In diesen Regionen sollte man nicht mehr ohne Winterreifen unterwegs sein“, empfiehlt Dominik Jung.

Am ersten Adventswochenende droht Deutschland ein Wintereinbruch - Schneemassen im Erzgebirge

Der Schneefall dauert auch am Sonntag (28. November) noch an. Auf der Schneehöhenprognose des amerikanischen Wetterdienstes für Sonntagabend sind vor allem im Westen Deutschlands Schneemassen zu erwarten. Teilweise seien bis zu 10 Zentimeter Schnee in den höheren Lagen zu erwarten, erklärt Dominik Jung die Wetterkarte. Aber auch im Osten Deutschlands, etwa in den ostdeutschen Mittelgebirgen, kann es bis zu 10 Zentimeter geben. „Auch von Franken bis zum Alpenrand gibt es 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee.“

Für das erste Adventswochenende sagen Meteorologen vielerorts Schneemassen voraus.

Neuste Berechnungen zeigen für Sonntagabend vor allen Dingen im Osten riesige Schneemassen: „Richtung Erzgebirge werden bis 40, teilweise bis 50 Zentimeter Neuschnee erwartet“, sagt der Wetterexperte. Bis in die tiefen Lagen werden es die Flocken in den meisten Regionen allerdings nicht schaffen. Zwar kann dort durchaus Schnee fallen, unterhalb von 200 Metern bleibe allerdings kaum etwas liegen, so Dominik Jung. Im Dezember könnte sich das ändern. Denn Experten erwarten einen „Polar-Dezember“ in Europa.

Wetter in Deutschland: Schnee kann sich nicht lange halten

Wie schon in den vergangenen Wochen unterscheiden sich die amerikanischen, die europäischen und die deutschen Wettermodelle in ihren Prognosen. Das europäische Modell etwa sagt deutlich mehr Schnee voraus. In Richtung Eifel und Hunsrück sollen bis zu 20 Zentimeter Schnee fallen. Auch im Sauerland und Taunus werden 5 bis 15 Zentimeter erwartet. Der Meteorologe warnt allerdings: „Die Schneehöhenprognose beim europäischen Wettermodell ist doch oftmals ziemlich übertrieben.“ Von einer geschlossenen Schneedecke geht Dominik Jung in Norddeutschland daher nicht aus.

Beim deutschen Wettermodell hingegen ist für den Osten Deutschlands für Sonntag gar kein Schnee vorhergesehen. Doch mit der Prognose für Westdeutschland stimmen das europäische und das deutsche Modell überein. Lange kann sich der Schnee laut Ensemble-Vorhersage allerdings nicht halten, meint Dominik Jung. Bis zum 6. Dezember könnte es schon wieder milder werden. Die Prognosen für Weihnachten machen Winterfans unterdessen Hoffnung. Ein Meteorologe ist überzeugt: Weiße Weihnachten sind zu 70 Prozent sicher.

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