Winterprognose 2020/21

Rekordwinter erwartet: Experte rechnet mit Temperatur-Rekord

  • Julian Baumann
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Das Wetter in Deutschland verändert sich - aber nicht zum Positiven. Das wird laut einem Experten auch verheerende Auswirkungen auf den kommenden Winter haben.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland ist Anfang Dezember zwar recht kalt und es fällt vielerorts sogar Schnee. Doch das könnte nur eine kurze Episode sein. Denn Meteorologen haben für 2020/21 einen Rekordwinter berechnet, wie es ihn noch nie gab. Seit Angebinn der Wetter-Aufzeichnungen nicht.

Der Klimawandel ist in Stuttgart, Baden-Württemberg und der ganzen Bundesrepublik deutlich zu spüren. Das Wetter in Deutschland zeigte sich im Herbst sehr wechselhaft zwischen warmen Tagen mit viel Sonne und regnerischen kalten Phasen. Ein Arktis-Phänomen könnte im Winter 2020 zu Extremen führen, wie Forscher gegenüber der britischen Zeitung Guardian sagten. Die Vorhersage bezog sich jedoch nicht auf einen extrem kalten Winter, sondern um eine Jahreszeit, die zwischen Kälte und milden Phasen pendelt. Das bestätigt nun auch ein anderer Experte und warnt mit einer „Schockprognose“.

Für den Winter 2020 hoffen viele wohl auf Schnee und weiße Weihnachten. Das wird laut einem Meteorologen eher unwahrscheinlich. Dafür könnte es zu einer anderen Art von Jahrhundertwinter kommen. „Der Winter 2020/21 könnte schon wieder ein Rekordwinter werden“, erklärt Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net. Vor allem der normalerweise kälteste Monat im Jahr, der Januar, bereite ihm Sorgen.

Wetter in Deutschland: Experte spricht von einem Jahrhundertwinter - aber nicht wegen der Kälte

Eine junge Frau fährt auf einem Fußgänger- und Fahrradweg Fahrrad während eines Schneeschauers.

Vor wenigen Tagen wurden die Uhren auf die Winterzeit umgestellt. Es wird wieder deutlich früher dunkel, die Tage werden kurzer und die Nächte länger. Ansonsten zeigt sich das Wetter in Deutschland und Stuttgart jedoch bislang wenig winterlich. Laut Jung bringen die Temperaturen auch im Dezember keine guten Nachrichten für Winterfreunde. Der letzte Monat im Jahr soll nach einer Langzeitprognose des amerikanischen Wetterdienstes um zwei Grad wärmer werden als im Klimamittel.

Dieser Trend setzt sich laut Jung auch für das Wetter in Deutschland im neuen Jahr fort. „Winterfreunde müssen tief Luft holen, denn die Zahlen sehen schockierend aus“, sagt der Meteorologe. Der Januar soll sogar drei Grad wärmer werden als im Klimamittel.

In Osteuropa könnten die Temperaturen sogar noch höher liegen, was auch einen Einfluss auf den Winter in Deutschland haben könnte. „Wenn es in Osteuropa schon so warm wird, wird es knapp für den Winter in Deutschland. Er könnte tatsächlich ein Jahrhundertwinter werden, allerdings aus positiver Sicht mit warmen Temperaturen“, erklärt Jung.

Die Vorhersage für den Februar bestätigt diese Annahme, die Prognose sagt Temperaturen von zwei Grad wärmer als im Klimamittel voraus. Die Chancen auf Schnee sind im Winter 2020/2021 also sehr gering. „Einen richtigen Winter mit Schnee und Eis werden wir so nicht erleben“, sagt Jung.

Rubriklistenbild: © dpa/Sven Hoppe

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