Berechnung von NOAA

Wetter: „Prognose bricht ein“ - Winter könnte 2021 deutlich früher zuschlagen

  • Sina Alonso Garcia
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Wie wird der Winter 2021/2022? Meteorologe Dominik Jung präsentiert die aktuellen Prognosen des US-Wetterdienstes NOAA - demnach ist ein früher Wintereinbruch wahrscheinlich.

Stuttgart - Zwar befinden wir uns aus meteorologischer Sicht mitten im Herbst. Doch Meteorologen werfen bereits jetzt einen Blick auf Prognosen für den kommenden Winter. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net hat sich die aktuellen Vorhersagen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA angesehen. Diese rechnen mit einem überraschend frühen Wintereinbruch.

„Der Schneepflug könnte in diesem Winter ganz schön früh auf Touren gehen“, sagt Jung. „Denn die NOAA hat den Wintertrend 2021/2022 schon wieder deutlich korrigiert.“ Während NOAA in den Vorjahren konstant zu warme Wintermonate ankündigte, zeichnet sich nun ein ganz anderes Bild ab: „Wir sehen in der aktuellen Prognose, dass der Dezember weltweit völlig normal temperiert werden könnte - ohne starke Temperaturabweichungen nach oben“, erklärt Dominik Jung.

Winter 2021/2022: „Prognosen kräftig nach unten korrigiert“

Für den Januar 2022 kündigt die aktuelle Vorhersage von NOAA zwar zu warme Temperaturen an. „Im Schnitt wird es demnach aber nur 0,5 Grad wärmer als das Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 - hier wurde im Vergleich zu vorherigen Prognosen kräftig nach unten korrigiert“, erklärt Jung. Der Winter 2021 könnte damit deutlich kälter werden als in den Vorjahren.

Der Winter könnte in diesem Jahr früher kommen als gedacht - und reichlich Schnee mitbringen.

Auch für den Februar 2022 berechnet die Prognose von NOAA nun geringere Temperaturabweichungen als noch wenige Tage zuvor. „Hier ging man vor zwei bis drei Tagen noch von deutlich zu hohen Temperaturen aus“, so Jung. „Nun ist die Rede von einem völlig normal temperierten Februar - weder deutlich zu kalt, noch deutlich zu warm.“ Dies spreche für eine „recht winterliche Phase, die sich da andeuten könnte“.

Der kommende Winter 2021/2022 wird „weder zu nass, noch zu trocken“

Zuletzt wirft Jung noch einen Blick auf die prognostizierten Niederschläge in Deutschland im Winter 2021/2022. „Dezember, Januar und Februar werden laut NOAA weder zu nass, noch zu trocken.“

„Seit einigen Wochen berechnet NOAA immer niedrigere Temperaturabweichungen vom Klimamittel für den kommenden Winter“, erklärt Dominik Jung. Die Prognose sei also immer weiter eingebrochen. Noch können die Modelle jedoch nur eine grobe Einschätzung abgeben - und verändern sich, wie man sieht, alle paar Tage. Wie viel Schnee es in Deutschland im kommenden Winter geben wird, darüber sind sich verschiedene Wettermodelle ebenfalls noch uneinig. Entscheidend für die Menge des Schnees ist der Polarwirbel, wie Echo24* berichtet. *Echo24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle

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