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Wetter: „Wasserschlacht am Mittwoch“ - Starkregen und Überflutungen drohen

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Von: Franziska Vystrcil

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Nach zwei sommerlichen Tagen bricht am Mittwoch der Herbst mit sintflutartigen Regenfällen über Deutschland herein. Meteorologe Dominik Jung warnt auch vor Überflutungen.

Stuttgart - Zur Mitte der Woche kommt der Herbst angerauscht. Beim Wetter in Deutschland stehen regenreiche Tage bevor. Kaum zu glauben, schließlich gibt es zum Wochenbeginn nochmals ein Sommercomeback mit bis zu 30 Grad. Doch am Mittwoch (14. September) müssen wir Sonnenbrille und T-Shirt gegen Regenjacke und Schirm eintauschen. Für den Mittwoch gibt es sogar eine Starkregenwarnung, wie Meteorologe Dominik Jung berichtet.

Wetter in Deutschland: Auf letzte Sommertage folgt nasskaltes Wetter

Am Montag (12. September) sorgt das Hochdruckgebiet „Ronald“ noch für viel Sonnenschein. „Vor alle Dingen im Süden kommt der Sommer nochmal voll zum Zug“, sagt Dominik Jung. In Baden-Württemberg etwa steigen die Temperaturen abermals über die 25-Grad-Marke. Der Ex-Hurrikan „Danielle“ pumpt nochmals Heißluft aus Nordafrika zu uns nach Deutschland. Bisher hielt der Hurrikan das Herbstwetter auf Abstand. Doch das soll sich in den kommenden Tagen ändern.

Am Dienstag (13. September) wird es besonders im Süden nochmals heiß. In Baden-Württemberg könnte die Hitze-Marke von 30 Grad geknackt werden. In der Nordhälfte Deutschlands ist es bei 20 bis 22 Grad deutlich kühler.

WochentagTemperaturen in Grad Celsius
Montag (12. September)20 bis 28 Grad
Dienstag (13. September)20 bis 30 Grad
Mittwoch (14. September)18 bis 25 Grad

(Quelle: wetter.net)

Am Mittwoch (14. September) wird es laut dem Diplom-Meteorologen dann „spannend“. Eine Luftmassengrenze ist die Ursache für extreme Regenfälle. Im Saarland, in Rheinland-Pfalz, im Süden von Hessen sowie im Norden von Baden-Württemberg und teilweise auch in Bayern kommen die Niederschlagsmassen vom Himmel. 40 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter, stellenweise auch bis zu 95 Liter Regen pro Quadratmeter werden dort vorhergesagt. „Da drohen natürlich hier und da Überflutungen“, sagt Dominik Jung. Während in der Mitte sowie im Süden Deutschlands der Herbst mit voller Wucht zuschlägt, kommt in der Nordhälfte Deutschlands kaum etwas herunter.

Rotes Auto fährt bei Starkregen in Ostfriesland über eine überflutete Straße
Am Mittwoch (14. September) könnte es durch Starkregen in einigen Regionen Deutschlands auch zu Überflutungen kommen. © Lars Klemmer/dpa

Trotz des regnerischen Wetters wird es nochmal richtig warm. Im Süden werden bis zu 25 Grad erreicht. „Der dritte Sommertag in Folge ist dort möglich“, sagt Dominik Jung. Dort, wo Dauerregen herrscht, gibt er gerade einmal 14 bis 18 Grad. Nach Norden hin ist es meist trocken bei 18 bis 21 Grad.

Temperaturen sinken von Tag zu Tag weiter - kommende Woche maximal noch 18 Grad

Nach der „Wasserschlacht am Mittwoch“ wird es in den Folgetagen nicht viel besser. „Ab Donnerstag gilt dann endlich: Sommer ade“, sagt Dominik Jung. Sommerliche Temperaturen sind dann nicht mehr in Sicht. Bei 14 bis 20 Grad ist der Donnerstag (15. September) noch vergleichsweise angenehm. Am Freitag (16. September) und Samstag (17. September) sinken die Temperaturen auf 13 bis 18 Grad, am Sonntag (18. September) auf 13 bis 17 Grad. An allen drei Tagen gilt: viele Wolken und immer wieder Regen.

WochentagTemperaturen in Grad Celsius
Donnerstag (15. September)14 bis 20 Grad
Freitag (16. September)14 bis 18 Grad
Samstag (17. September)13 bis 18 Grad
Sonntag (18. September)13 bis 17 Grad
Montag (19. September)12 bis 18 Grad

(Quelle: wetter.net)

Auch die neue Woche geht herbstlich weiter. Am Montag (19. September) liegen die Höchstwerte bei kühlen 12 bis 18 Grad. Die Nachttemperaturen sinken unterdessen auf einstellige Werte.

Langzeitprognosen gehen davon aus, dass der September doch noch ein Altweibersommer möglich ist. Die Ensemble-Vorhersage bis zum 27. September sagt voraus, dass es bis in die letzte Septemberwoche hinein wieder trockener wird. Es sind kaum Niederschlagssignale auf dem Diagramm erkennbar. Jedoch bleiben die Temperaturen mit 15 bis 20 Grad eher kühl.

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