Trockenheit und Hitze

Wetter: Meteorologen sagen für den Sommer 2021 extreme Hitze vorher

  • Valentin Betz
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Das Wetter in Deutschland zeigt einen besorgniserregenden Trend: Es wird sehr viel wärmer und trockener. Im Sommer 2021 werden starke Hitzewellen erwartet.

Stuttgart - Im vergangenen Jahr fiel das Wetter in Deutschland zu warm aus. 2021 soll das laut Prognose des britischen Wetterdienstes Met Office ähnlich werden. Dabei sieht es momentan überhaupt nicht danach aus. Der April war mit einem Temperatur-Schock wohl so kalt wie seit 1929 nicht mehr.

Dieser Trend setzt sich beim Wetter in Deutschland sogar noch fort. Bis Mai rollt eine Kältewelle über Deutschland. Doch die Rückschau auf das Jahr 2020 lässt nichts Gutes für den weiteren Verlauf von 2021 vermuten. Im Durchschnitt lag die Temperatur 2020 bei 10,51 Grad, damit lag sie weit über dem langjährigen Mittel von 9,27 Grad zwischen 1990 und 2019.

Wetter in Deutschland: Schon vergangenes Jahr brachte Hitze und vor allem Trockenheit

Dabei war besonders im vergangenen Jahr nicht allein die Temperatur das Problem beim Wetter in Deutschland. Es fiel vor allem zu wenig Niederschlag. 2020 war bereits das dritte zu trockene Jahr in Folge. Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net spricht von „miesen Rekorden“ auf die man „gut und gerne verzichten“ hätte können.

Auch für 2021 geht der britische Wetterdienst Met Office davon aus, dass die Temperaturen global im Mittel 1,03 Grad wärmer sein werden, als der langjährige Durchschnitt. Aktuell sieht es zwar nicht danach aus, aber die Temperaturen könnten schon bald anziehen. Experten rechnen schon mit einem 40 Grad heißen „Hitzesommer“. Meteorologe Dominik Jung spricht von einer „Schockprognose“.

Prognose für Deutschland: La Niña könnte Temperaturen etwas abschwächen

Bislang war der britische Wetterdienst Met Office bei seinen Prognosen sehr zuverlässig. Denn auch 2019 sagten die Experten ein heißes Jahr 2020 vorher - und sollten Recht behalten. Für das Jahr 2021 gibt es laut Wetter-Experten Dominik Jung aber noch eine Hoffnung auf etwas mildere Temperaturen.

„Aufgrund von La Niña könnte es ein klein wenig kühler werden, aber irgendwo in den Top 5 wird‘s wohl auch leider wieder landen“, so Dominik Jung von wetter.net über das Jahr 2021. La Niña ist das Gegenstück des globalen Wetterphänomens El Niño. Dabei werden Wind- und Strömungsverhältnisse im Pazifik verstärkt, was Auswirkungen auf das Wetter weltweit haben kann.

Rubriklistenbild: © Andreas Gebert/dpa

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