Kaltluft dominiert

Wetter: „Polarluft“ rollt an - rutschen Temperaturen auf 0 Grad?

  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Nach dem warmen Wochenende droht Deutschland in den kommenden Tagen ein Temperatursturz. Die anströmende Kaltluft sorgt nachts sogar teils für Bodenfrost.

Stuttgart - Der September neigt sich dem Ende zu und mit ihm auch die letzten warmen Tage. Nachdem der Wahlsonntag nochmal viel Sonne ins Land brachte, wird das Wetter in Deutschland in den kommenden Tagen merklich frischer. „Am Dienstag sinken die Temperaturen um 10 Grad im Vergleich zum vergangenen Wochenende - maximal 17 bis 21 Grad sind noch drin“, erklärt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

„Auch am Mittwoch bleibt es wechselhaft“, so Jung. „Wir bekommen mal Sonne, mal Wolken, mal einzelne Regenschauer.“ Gleichzeitig flutet uns in Deutschland eine Kaltluft. Im Westen sinken die Temperaturen laut Jungs Prognose nachts deutlich unter 10, tagsüber auf maximal 15 Grad. „Da kommt die Polarluft an“, sagt Jung. In der Nacht könne es in den höheren Lagen sogar Bodenfrost geben. „Die warmen Luftmassen werden aus Deutschland verdrängt.“

Wetter in Deutschland: Wie wird das erste Oktoberwochenende?

Im Rest der Bundesrepublik bewegen sich die Temperaturen am Mittwoch laut Jung bei 17 bis 19 Grad, am Oberrhein sind sogar nochmal 20 Grad möglich. Gerade einmal noch 13 bis 16 Grad soll der Donnerstag bringen, wie Jung mit Blick auf die Wetterkarte erklärt. Insgesamt bleibe es recht freundlich, später kündigen sich für den Norden aufziehende Wolken und etwas Regen an. „Da sind wir weit weg von einem Sommertag“, so Jungs Resümee.

Am Freitag soll es laut Dominik Jung schon wieder „recht freundlich“ werden. „Da ziehen die Temperaturen schon wieder an, nämlich auf 17 bis 21 Grad - mit den höchsten Temperaturen am Oberrhein.“ Am ersten Oktober-Wochenende scheiden sich dann die Geister. Das amerikanische Wettermodell rechnet mit kalten Herbst-Temperaturen und Höchstwerten zwischen 10 und 15 Grad. Am Alpenrand könnte es sogar noch kälter werden. Das europäische Wettermodell hält dagegen ganz andere Werte parat und rechnet mit einem ungewöhnlich milden Oktober-Anfang: „sommerlich-warm, bis zu 25 Grad“ soll es demnach werden. Ob wir bald also den Kälteschock oder den goldenen Oktober bekommen, dürfte spannend werden, so merkur.de*.

Wetter in Deutschland: Das sagen die Ensemble-Vorhersagen bis Mitte Oktober

Dominik Jung wirft bereits einen Blick auf die Ensemble-Vorhersagen bis zum 12. Oktober. „Wir sehen, dass in Süddeutschland zu Beginn des Monats die Luftmassentemperaturen in 1.500 Metern Höhe in Richtung der 0-Grad-Marke wandern“, sagt der Meteorologe. „Da rutschen wir mal kurz unter das Klimamittel.“ Die niedrigen Temperaturen könnten uns sogar den ersten Schnee bringen, sagt er. Danach würden die Temperaturen aber wieder ansteigen.

„Vergangene Woche sah es noch nach einem Wärmeberg zum Start in den Oktober aus“, erklärt Jung. „Das ist jetzt schon wieder ein bisschen unsicher.“ So gebe es einzelne Berechnungen, die bis auf 15 Grad hinaufgingen. Andere bleiben bei 0 Grad. „Und die Wahrheit liegt irgendwo hier mittendrin bei 7 bis 9 Grad in 1.500 Metern Höhe.“

Wetter in Deutschland: Große Streuung der Temperaturen im Wetter-Modell

Jung widmet sich auch der Ensemble-Vorhersage bis 12. Oktober für Westdeutschland in der Höhe von zwei Metern. „Auch da sieht man: Es geht erstmal nach unten mit den Temperaturen. Von knapp über 20 Grad rutschen wir runter auf Werte um die 15 Grad.“ Trotz großer Streuungen zum Start in den Oktober bleibe es bei den Temperaturen „wahrscheinlich bei um die 10 bis 15 Grad“. Ähnlich sehe die Prognose für den Osten und den Norden aus. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner

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