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Wetter: Polarluft stattet Deutschland einen „Blitzbesuch“ ab - Wintergewitter ziehen auf

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Von: Franziska Vystrcil

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Zum Ende der Woche rauscht polare Kaltluft über Deutschland hinweg. Das Wetter wird stürmisch und eisig, auch Schnee soll fallen.

Stuttgart - In den vergangenen Tagen zeigte sich das Wetter in Deutschland eher von seiner grauen Seite. Winterwetter samt Schnee und Eis gab es bisher nur in den Höhenlagen. Doch das könnte sich am Donnerstag (20. Januar) kurzzeitig ändern. „Das gibt einen richtigen Blitzbesuch der kalten Polarluft“, eröffnet Dominik Jung, Meteorologe bei wetter.net, seine Wettervorhersage. „In der Höhe rauscht sehr viel Kälte heran. Und diese Kälte bringt zum Teil kräftige Schneeschauer mit“, so der Experte.

Oberhalb von 400 bis 600 Metern, etwa in den Mittelgebirgen, kann es dann richtig weiß werden. Also kehrt der Winter doch noch zurück? Prognosen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA hatten kürzlich noch davon gesprochen, dass der Frühling schon jetzt in Sicht ist. Laut Ensemble-Vorhersage wird es allerdings zunächst nochmal richtig kalt.

Wetter in Deutschland: Polare Kaltluft sorgt für Schnee und Wintergewitter

Das Hochdruckgebiet „Dieter“ hat das Hoch „Carlos“ inzwischen abgelöst. Doch wettertechnisch bleibt zunächst alles beim Alten: „Viele Wolken, viel Grau, viel Nebel. Nur ab und zu kann sich mal die Sonne durchsetzen“, sagt Dominik Jung. Die Temperaturen bleiben am Dienstag (18. Januar) zunächst noch im milden Bereich.

In der kommenden Nacht auf Mittwoch (19. Januar) gehen die Temperaturen auf 3 bis 4 Grad zurück. In der Mitte und im Süden des Landes kann es auch Frost geben. Am Abend beginnen die ersten Schneeschauer im Norden Deutschlands.

Eine Frau schützt sich mit ihrer Kapuze gegen starken Schneefall.
Am Donnerstag (20. Januar) sollte man sich dick einpacken: Polare Kaltluft zieht über Deutschland und bringt Schnee und Sturm. © Edijs Palens/dpa

Wie die Vorhersage für die Mitte Deutschlands zeigt, sorgt die polare Kaltluft dann am Donnerstag (20. Januar) für einen starken Temperatursturz. In 1.500 Metern Höhe werden bis zu -10 Grad erwartet, so der Wetterexperte. In tieferen Lagen herrschen -1 bis 5 Grad. „Der Donnerstag bringt immer wieder heftige Schneeschauer. Wintergewitter können auch mal mit dabei sein“, warnt Dominik Jung. Durch starke Schneeschauer können zudem innerhalb weniger Minuten mehrere Zentimeter Schnee vom Himmel fallen. „Dann kann es auf den Straßen richtig glatt sein.“

Der Winter kehrt nur kurz nach Deutschland zurück: Schnee „taut rasch wieder ab“

Liegen bleibt der Schnee meist erst ab 400 bis 600 Metern. Auch sonst hält der Wintereinbruch nur kurz an: Schon zum Freitag (21. Januar) und zum Samstag (21. Januar) kommt mildere Luft angeströmt. Am Freitag gibt es noch vereinzelt Schneeschauer. Die Prognose für den restlichen Januar macht wenig Hoffnung auf Schnee.

Zum Wochenende wird es dann etwas milder als noch am Freitag. Am Samstag erwartet uns ein Mix aus Sonne und Wolken, nur im Westen Deutschlands fällt noch Regen bei 0 bis 5 Grad. Der Sonntag (22. Januar) ist bei 2 bis 7 Grad bedeckt und es gibt Hochnebel.

Aufgrund der hohen Temperaturen bleibt der Schnee in den tiefen Lagen nicht liegen. „Das Ganze taut dann rasch wieder ab“, so der Diplom-Meteorologe. Doch durch den anhaltenden und starken Wind am Donnerstag bildet sich auch „ein kleiner Schneesturm“. Es ist nicht der erste Schneesturm des Jahres. Bereits Anfang Januar brachte ein Sturm Kaltluft vom Atlantik. 60 bis 65 Kilometer pro Stunde können die Spitzenböen am Donnerstag durchaus erreichen. Zwar handle es sich dabei um keinen starken Sturm, es reicht laut Dominik Jung jedoch für Schneeverwehungen ab einer Höhe von 500 Metern aus.

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