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Wetter: „Sibirien-Kälte“ mit -40 Grad zieht Richtung Deutschland

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Von: Franziska Vystrcil

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Ein Luftbild zeigt schneebedeckte Autos in einem Park in Shenyang in der nordostchinesischen Provinz Liaoning.
Sibirische Kälte zieht in Richtung Europa. © Yang Qing/dpa

Das Wetter in Deutschland steckt mitten im Herbst, während der Winter bereits Teile Asiens und Russlands fest im Griff hat. Kommt die Kälte bald zu uns?

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland zeigt sich aktuell von seiner herbstlichen Seite. Doch schon bald könnten Nebel und Frost von extremen Minusgraden und Eis abgelöst werden. Auch die Chancen für Schnee in Deutschland steigen laut Meteorologen in den kommenden Wochen zusehends.

Während in weiten Teilen Deutschland die Temperaturen aktuell knapp über dem Gefrierpunkt liegen, sind sie in Sibirien weit davon entfernt - und zwar im Minusbereich. Temperaturen von -30 Grad sind dort im November keine Seltenheit. Erreicht diese „Sibirenkälte“ auch Deutschland?

Wetter in Deutschland: Kälteblase aus Sibirien wandert gen Westen

Allein bei der Zahl kommt man ins Schlottern: -40 Grad wurden in Ostsibirien in den vergangenen Nächten gemessen, berichtet wetter.de. Zwar sind solche Temperaturen unter dem Gefrierpunkt dort nichts Ungewöhnliches, -40 Grad sind für die aktuelle Jahreszeit dennoch außergewöhnlich. „Das ist in Anbetracht der Jahreszeit selbst für diese Region wirklich extrem. Denn normalerweise ist es hier jetzt noch weniger eisig“, sagt Björn Alexander, RTL-Meteorologe, laut wetter.de.

Es könnte in Sibirien sogar noch kälter werden: Die Kälteblase wandert laut dem Wetterexperten weiter westwärts, also auch in Richtung Deutschland. In Zentralsibirien erwartet er dann noch niedrigere Temperaturen. Der Meteorologe prognostiziert für die zweite Monatshälfte Werte von -40 bis -50 Grad.

Doch auch wenn diese sibirische Kälteblase in Richtung Deutschland zieht, müssen wir nicht mit einem solch extremen Temperatursturz rechen. „Das wäre mit eiskalten Temperaturen im zweistelligen Frostbereich dann doch eher was für den Hochwinter, also ab Ende Dezember“, sagt Alexander Björn. Solche Wetterextreme kamen in Deutschland allerdings auch schon vor. In Deutschland liegt der Frostrekord im Dezember bei -30 Grad.

Winterwetter in Deutschland: Erster Schnee im Flachland bereits Mitte November möglich

Für den ersten Schnee in tieferen Lagen sieht Alexander Björn da schon bessere Chancen. Frühestens Ende nächster Woche könne es Schnee bis ins Flachland geben, so wetter.de. Spätestens im Dezember könnte es eisig kalt werden. Meteorologen sagen einen „Polar-Dezember“ für 2021 voraus.

Die langfristigen Prognosen für den bevorstehenden Winter sind allerdings bisher sehr unbeständig. Während einige Wettermodelle einen normal temperierten Dezember vorhersagen, rechnen andere Prognosen mit einem ungewöhnlich kaltem Winter. Auch über das Wetter an Weihnachten 2021 wird bereits eifrig spekuliert. Die große Frage: Dürfen wir uns dieses Jahr endlich wieder über weiße Weihnachten freuen? So früh im Voraus lässt sich das nur schwer sagen. Denn die Langzeitmodelle können sich innerhalb von Stunden wieder ändern.

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