Keine Spur vom Frühling

Wetter: „Schneewalze“ lässt Lawinengefahr dramatisch steigen - Neuschnee bis zu 100 Zentimetern

Ein Räumfahrzeug fährt auf einem verschneiten Weg am Berg Großglockner in Osttirol und schiebt Schnee an den Wegesrand.
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Vor allem am Alpenrand soll es Schnee in Massen geben - dadurch steigt die Lawinengefahr.
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Aktuell zeigt sich das Wetter in Deutschland alles andere als frühlingshaft. Der Winter zieht nun jedoch noch mal richtig an - Lawinengefahr und Neuschnee bis zu einem Meter Höhe drohen.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland hatte in diesem Jahr bereits so einiges zu bieten. Nachdem sich der Februar unentschlossen zwischen Eiseskälte und fast schon Frühling bewegte und einen Rekord-Temperaturanstieg von 41 Grad innerhalb weniger Tage verbuchen konnte, zeigt sich der bisherige März deutlich kälter. Aktuell rollt eine „Schneewalze“ mit Sturm und Glätte über Deutschland. Der Winter gibt demnach auch zur Monatsmitte nicht auf, sondern legt in den kommenden Tagen noch mal eine ganze Schippe drauf.

In Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart zeigt sich das Wetter aktuell nasskalt und regnerisch. Vereinzelt fällt auch leichter Schneeregen oder Hagel. Eine ganze Menge Neuschnee fiel dagegen vor allem im Alpengebiet und das soll sich laut einer Prognose von wetter.de auch in den kommenden Tagen fortsetzen. Am Wochenende sollen Neuschneemassen bis zu einem Meter Höhe fallen und auch eine Lawinengefahr wurde ausgerufen.

Wetter in Deutschland: Winter geht in die Verlängerung - Lawinengefahr und Neuschneemassen

Der Kalender steuert immer weiter auf das Osterfest zu. An diesen Tagen erhoffen sich viele milde Temperaturen und frühlingshaften Sonnenschein. Dem macht das Wetter in Deutschland wohl einen deutlichen Strich durch die Rechnung. In den Alpenregionen geht ohne Winterausrüstung, dicke Jacke, Mütze und Handschuhe wohl nicht mehr viel und auch in weiten Teilen des Landes wird es auf den Straßen erneut richtig winterlich. „Im Bereich der Mittelgebirge sind gerne mal 10 bis 30 Zentimeter möglich“, sagt RTL-Meteorologe Carlo Pfaff. „Richtung Alpen zeigt sich Frau Holle nochmals deutlich spendabler mit um die 30 bis 60 Zentimeter.“ In den Hochalpen sei sogar noch deutlich mehr Schnee möglich - bis zu 100 Zentimeter.

Mit dem massiven Neuschneefall durch die „Schneewalze“ in den Alpen steigt auch die Lawinengefahr in diesen Gebieten deutlich an. „Die Lawinengefahr liegt an der Alpennordseite oberhalb der Waldgrenze bereits bei Stufe 3 bis 4 von 5“, sagt Carlo Pfaff laut wetter.de. Grund dafür seien neben dem Neuschnee auch stürmische Nordwestwinde, die „zusammen zu umfangreichen und störanfälligen Triebschneeansammlungen geführt haben und führen.“ Die Lawinengefahr sei in Teilen Tirols bereits auf die Stufe 4 angestiegen und könne sich noch weiter verschärfen, so der Meteorologe. Auf der südlichen Alpenseite sei die Gefahr geringer, da dort deutlich weniger Schnee falle.

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