„Der Januar-Winter ist gelaufen“

Heftige Wetter-Wende kommt: „Beton-Hoch“ über Europa - Experte gibt knallharte Prognose ab

Winterwetter: Großen Feldberg im Taunus sieht es am Montagmorgen winterlich aus.
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Winter in Deutschland: Jedenfalls auf dem Großen Feldberg im Taunus sieht es am Montagmorgen winterlich aus.
  • Martina Lippl
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Endlich Winter! Ordentlich geschneit hat es in einigen Regionen in Deutschlands. Doch die Wetterlage in Deutschland stellt sich um. Mit dem Schnee sind wir wohl erstmal durch.

München - Tief „Doreen“ hat Winterfans einiges an Neuschnee gebracht. Doch „Doreen“ schwächelte über der Nordsee. Ein kräftiges Hochdruckgebiet über Westeuropa setzt sich durch. Das Wetter* in Deutschland beruhigt sich, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Vorhersage am Montag (10. Januar) mit. In den nächsten sieben Tagen ist nach den DWD-Modellberechnungen kaum mit Regen zurechnen, dafür mit Nebel und Plusgraden bis zu 8 Grad!

„Beton-Hoch“ hält Polarluft von uns fern

„Nun kommt ein stabiles Hoch, ein echtes Beton-Hoch. Es legt sich fast über ganz Europa und Wetter findet daher kaum noch statt“, erklärt Meteorologe Dominik Jung von wetternet. Bis in die nächste Woche hinein bleibe es trocken und besonders in den Niederungen auch sehr mild. „Die Tageswerte erreichen 2 bis 8 Grad. Nur nachts gibt es leichten bis mäßigen Frost. Es gibt eine Woche lang weder Regen, noch Schnee, noch Wind“, fasst der Wetterfrosch die Wetterlage knackig zusammen.

Wetter-Vorhersage für Deutschland: Wo kommt die Sonne durch?

Nieselregen*, Nebel und zähe Hochnebelfelder - so sieht es vor allem im Norden Deutschland aus. Im Süden scheint eher mal die Sonne, vor allem in hohen Berglagen.

Am Donnerstag und Freitag rechnen die DWD-Wetterexperten mit viel Sonnenschein nach Nebelauflösung, zwischen Schwarzwald und Alpen sowie im höheren Bergland. Im Norden und Osten teils auch im nördlichen Mittelgebirgsraum bleibt es demnach eher bewölkt und es gibt vereinzelt Sprühregen. Sonst hält sich zäher Nebel und Hochnebel. Besonders in einigen Flussniederungen bleibt es ganztags trüb. Die Temperaturmaxima in der Nordhälfte liegen laut DWD bei 4 bis 8, sonst 0 bis 4 Grad. Bei zähem Nebel in Tälern Süddeutschlands herrsche weiter leichter Dauerfrost. In der Nacht dagegen wird es teils knackig kalt. In Alpennähe bis zu minus 10 Grad, sonst liegen die Werte zwischen 0 bis minus 6 Grad. Im Osten und Norden sinken die Temperaturen auf 5 bis 1 Grad.

Winter-Wetter in Deutschland: So mild wird es in den nächsten Tagen

Die Temperaturen steigen in Deutschland bis Freitag weiter an. Die Aussichten für die nächste Woche liefert Meteorologe Jung gleich mit:

Montag1 bis 6 Grad, leicht wechselhaft, Mix aus Sonne, Wolken und etwas Nebel
Dienstag2 bis 6 Grad, mal Sonne, mal Wolken, trocken
Mittwoch0 bis 6 Grad, trockener Mix aus Sonne, Wolken und Sonnenschein
Donnerstag2 bis 6 Grad, wechselhaft, mal Sonne, mal Wolken und trocken
Freitag: 4 bis 8 Grad, weiterhin Hochdruckwetter, es passiert nichts
Samstag3 bis 7 Grad, ödes Hochdruckwetter ohne viel Wetter
Sonntag: 2 bis 6 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Hochnebel.

Wetter-Prognose für Januar 2022: Kommt Schnee nach Deutschland zurück?

Wetter-Experte Jung legt sich fest: „Ich gehe nicht davon aus, dass es im Januar noch große und bedeutsame Wintereinbrüche geben wird. Ich gehe sogar so weit und sage: Der Januar-Winter ist gelaufen.“ Nächste Woche könnte es wieder etwas wechselhafter werden, räumt Jung ein. Die Trends in den verschiedenen Prognosemodelle für Januar deuten seiner Ansicht nach kaum auf Winterfreuden hin. Etwas Chancen auf Schnee* sieht der DWD in seiner 10-Tage-Vorhersage für Deutschland vom 10. Januar: „Ab Sonntag zunächst bis zur Mitte, ab Montag wahrscheinlich auch nach Südwesten hin wechselhafter und im Bergland etwas Schnee möglich.“ Es bleibt also spannend, ob sich der Winter in Deutschland nochmal blicken lassen. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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