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Wetter: Unwetter-Serie beendet Hitzewelle - Tornados und Sturzfluten drohen

  • Berkan Cakir
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Das Wetter in Deutschland wird extrem, sagen Meteorologen. Nach der Hitzewelle zieht eine Gewitterfront aus Frankreich heran, die eine unheilvolle Fracht hat.

  • Das Wetter in Deutschland erlebte die erste richtige Hitzewelle in diesem Jahr mit flächendeckenden Temperaturen über 30 Grad.
  • Das Wetter in Stuttgart und der Region war besonders betroffen. Hier stiegen die Thermometer sogar auf über 35 Grad.
  • Doch jetzt bringen Luftmassen aus Frankreich heftige Gewitter nach Deutschland.

Update vom 20. Juni, 09.12 Uhr: „Es wird ein extremer Freitag in Deutschland“, sagte Meteorologe Andreas Machalica von wetter.com. Und sie sollte Recht behalten. Die für den Osten des Landes vorhergesagte „Backofen-Hitze“ trat ein, die Temperaturen stiegen auf bis zu 37 Grad. Im Westen wird es zum Ende der Woche nicht ganz so warm. Hier reichen die Temperaturen auf bis zu 33 Grad in Nordrhein-Westfalen und 32 Grad an der baden-württembergischen Grenze zu Frankreich. „Unerträglich“ sei aber in diesen Gebieten die Schwüle, die sich im gesamten Westen der Republik wie ein Streifen von Nord bis Süd herunterzieht, so Machalica.

Diese Gewitter vom Freitag lösen sich zwar auf. Es kommen aber weitere Gewitter – vor allem am Sonntag. Da kommt aus Frankreich eine große Gewitterfront, die von West nach Ost über das gesamte Land zieht und die Hitze aus Deutschland rauswäscht“, sagt Meteorologe Carlo Pfaff von wetter.de.

„Es ist alles mit dabei - Starkregen, Sturzflutgefahr, Sturmböen, zum Teil auch Tornadogefahr und großem Hagel“, sagt Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net. „Es wird nicht jeden treffen, aber dort, wo die Gewitter abladen, da kann es ganz schön ordentlich zur Sachen gehen.“ Die Unwetter-Serie könne ein paar Tage anhalten.

Wetter in Deutschland und Stuttgart: Wettervorhersage für die Landeshauptstadt und die Region

Im Laufe des Samstags ziehen dann in Baden-Württemberg wieder Wolken im Himmel auf. Gewitter gibt es im Südwesten dann nur vereinzelt. Erst am Sonntag erfasst erst den Westen der Bundesrepublik die Gewitterfront aus Frankreich, die dann in den Südwesten zieht und vor allem den westlichen Teil Baden-Württembergs bedeckt, so die Prognosen.

Laut Wetter-Experten Carlo Pfaff hätten diese Unwetter das Potenzial, die erste richtige Hitzewelle des Jahres zu beenden. Stuttgart soll jedoch am Wochenende trocken bleiben. Für die Region um die Landeshauptstadt rechnen die Vorhersagen erst Anfang der kommenden Woche mit Regen und Gewitter.

Samstag (19. Juni)32 Grad, leicht bewölkt
Sonntag (20. Juni)30 Grad, wolkig und windig
Montag (21. Juni)25 Grad, leichter Regenschauer
Dienstag (22. Juni)22 Grad, leichtes Gewitter
Mittwoch (23. Juni)24 Grad, wolkig
Donnerstag (24. Juni)22 Grad, wolkig
Freitag (25. Juni)22 Grad, wokig

(Quelle: wetter.com)

Update vom 18. Juni 2021, 11.07 Uhr: Das Wetter in Deutschland wird nach der Hitzewelle ungemütlich. Es könne im Laufe des Nachmittags in Baden-Württemberg zu heftigen Gewittern mit Unwettergefahr durch starken Regen und Hagelgefahr kommen. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt die Vorhersage für den Südwesten. Unwetterartig könne es Starkregen mit bis zu 40 Liter pro Quadratmeter geben, es sei mit Hagel und schwere Sturmböen mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde zu rechnen. Zu erwarten sind die Unwetter aber nur örtlich, der Großteil des Südwestens und auch Stuttgart bleiben am Freitag trocken.

Im ganzen Land - bis auf die Nordseeküste - stiegen die Temperaturen im Laufe des Freitags auf über 30 Grad. Brandenburg erreichte mit 37 Grad die Höchsttemperaturen. Im Osten blieb dafür aber recht trocken, wohingegen der Westen mit der vorhergesagten„extremen Schwülebelastung“ zu kämpfen hatte. Dann deuten sich auch die Unwetter an: „Da streifen schon in der Nacht und am frühen Morgen einzelne Gewitter von Frankreich über Benelux in den Norden. Die können auch schon den Westen Deutschlands erreichen“, so der Meteorologe.

Morgens26 Grad, leicht bewölkt
Mittags33 Grad, leicht bewölkt
Abends32 Grad, leicht bewölkt
Nachts25 Grad, leicht bewölkt

(Quelle: wetter.com)

Update vom 17. Juni, 11.30 Uhr: Bis zu 36 Grad - so viel werden die Thermometer in Teilen der Republik am Donnerstag anzeigen. „Die Affenhitze ist in Deutschland angekommen“, sagt Dominik Jung, Wetter-Experte von wetter.net. In den vergangenen Tagen arbeitete sich die Hitze vom Süden in den Norden und ist mittlerweile in Mitteleuropa angekommen. Bereits zu Beginn der Woche waren auf den Thermometern hohe Temperaturen abzulesen, die die anrollende Hitzewelle andeuteten. Von Donnerstag an ziehen die Grade nun noch einmal höher, wie der Meteorologe vorhersagt.

Wetter in Deutschland und Stuttgart heute: Viel zu heiß für den Juni

Von der „Affenhitze“ wird am Donnerstag zwar ganz Deutschland erfasst, vor allem der Westen und der Südwesten bekommen sie deutlich zu spüren. In Nordrhein-Westfalen sind 36 Grad, in Baden-Württemberg 35 Grad zu erwarten. Auch in Berlin und Brandenburg soll die 35-Grad-Marke geknackt werden - und das im Juni. „Für die aktuelle Jahreszeit ist das eben deutlich zu heiß“, sagt Dominik Jung. Diese Temperaturen - die sogenannten „Hundstage“ - seien eher typisch für Ende Juli und Anfang August.

Deshalb spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Südwesten auch bereits jetzt eine starke Wärmebelastung aus. Insbesondere die Kurpfalz - die Metropolregion um Heidelberg und Mannheim - wird Höchsttemperaturen von 36 Grad erreichen. Am „kühlsten“ wird es dagegen nur im Bergland, wo es maximal 29 Grad geben wird. In Stuttgart und der Region um die Landeshauptstadt steigen die Temperaturen auf maximal 33 Grad.

Morgens30 Grad, leicht bewölkt
Mittags33 Grad, leicht bewölkt
Abends31 Grad, sonnig
Nachts 23 Grad, klar

Wetter in Deutschland und Stuttgart: Wettervorhersage für die Landeshauptstadt und die Region

Auch in der Nach auf Freitag bleibt es warm. Dominik Jung sagt eine „Tropennacht“ mit teils über 20 Grad voraus. Vor allem in den Ballungsgebieten werde es nicht viel kühler werden. Zu Hitzegewittern kann es dabei im Nordwesten kommen, wohl aber nur „lokal und isoliert. Aber wenn es kracht, dann richtig“, so Jung. Am Freitag steigen dann die Temperaturen auch im Osten auf über 35 Grad. Hinzu komme, so Jung, dass es sehr schwül werde. „Deshalb werden wir die Temperaturen drei bis vier Grad höher empfinden, als sie eigentlich gemessen sind. Gefühlt sind das 40 Grad“, so der Meteorologe.

In Baden-Württemberg kann es auch im Schwarzwald zu kleineren, örtlichen Hitzegewittern am Freitag kommen, so der DWD. Die Temperaturen pendeln zwischen 28 Grad auf den höheren Lagen und 35 Grad. In Stuttgart und der Region gibt es im Vergleich zu Donnerstag keine Veränderungen: Erneut erwarten die Wetter-Experten 33 Grad, die bis zum Abend hin auf 30 Grad abkühlen werden.

Freitag (18. Juni)33 Grad, sonnig
Samstag (19. Juni)29 Grad, leicht bewölkt
Sonntag (20. Juni)35 Grad, wolkig
Montag (21. Juni)25 Grad, leichter Regenschauer
Dienstag (22. Juni)23 Grad, leichter Regen
Mittwoch (23. Juni)23 Grad, wolkig
Donnerstag (24. Juni)23 Grad, wolkig

(Quelle: wetter.com)

Erstmeldung vom 16. Juni, 10.30 Uhr: Stuttgart - In dieser Woche knackten die Thermometer bereits am Montag und am Dienstag die 30-Grad-Marke. Das Wetter in Deutschland wird am Mittwoch aber insgesamt noch einmal einen Tick wärmer. Laut Meteorologe Dominik Jung von wetter.net bleibt es im Norden des Landes zwar bei 28 Grad, dafür steigen die Temperaturen im Westen und Südwesten auf 35 Grad.

„Hoch Yona und Zoe bringen uns heute sonniges und trockenes Wetter, Tief Stefan pumpt die warme Luft aus der Sahara nach Deutschland“, so Jung. Deutschland wird dabei zum „Hitze-Hotspot“ Europas. Allerdings ist die Hitzewelle sehr instabil. Bereits am Donnerstag ist mit einem heftigen „Hitzegewitter“ zu rechnen: „Nach der Hitze kommen die Blitze“, sagt Wetter-Experte Jung.

Wetter in Deutschland und Stuttgart heute: Bis zu 16 Stunden scheint die Sonne

Am Mittwoch erreicht die glühend heiße Hitze bereits den Westen und den Süden des Landes. In Nordrhein-Westfalen steigen die Temperaturen am Mittag auf 34 Grad, in Baden-Württemberg auf bis zu 33 Grad. Verhältnismäßig frisch bleibt es dagegen an der Nordküste des Landes. Dort erreichen die Temperaturen angenehme 22 Grad, an der Ostsee 25 Grad. „Dazu scheint richtig viel die Sonne“, sagt Gernot Schütz, Meteorologe von wetter.com. Im Norden scheint sie bis zu 16 Stunden am Tag, am wenigsten bekommt der Osten zu Gesicht - hier scheint die Sonne nur zwölf Stunden.

Im Südwesten bleibt es noch am Mittwoch laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) trocken. Außer ein paar Schleierwolken ist der Himmel klar. Nicht anders ist das in der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Temperaturen steigen hier auf 29 Grad, in der Nacht fallen sie auf 17 Grad. Bereits jetzt weist der DWD jedoch daraufhin, dass es am Folgetag nicht mehr so trocken bleiben wird. Örtlich soll es zu den ersten Hitzegewittern kommen.

Morgens27 Grad, leicht bewölkt
Mittags30 Grad, wolkig
Abends29 Grad, leicht bewölkt
Nachts22 Grad, klar

(Quelle: wetter.com)

Wetter in Deutschland und Stuttgart: Wettervorhersage für die Landeshauptstadt und die Region

Erst am Donnerstag erfasst die Hitzewelle das gesamte Land. Die Temperaturen steigen dann auch im Norden auf über 30 Grad, im Osten bis auf 34 Grad. Die Spitze wird laut Wetter-Experte Dominik Jung im Westen von Deutschland erreicht. Hier wird es bis zu 36 Grad warm. Fast den ganzen Tag über bleibe es dabei niederschlagsfrei, was sich allerdings zum Abend hin ändere. Das Risiko für Gewitter mit Unwettergefahr durch Sturm, Hagel und heftigen Starkregen steige dann besonders im Nordwesten und auch im Südwesten. „Ungewöhnlich wäre es bei den Temperaturen nicht“, so Dominik Jung.

Der DWD sagt für den Südwesten eine ähnliche Entwicklung voraus. „Heiße Subtropikluft“ gelange nach Baden-Württemberg. Gebietsweise bestehe bei den hohen Temperaturen eine „hohe Waldbrandgefahr“. Vom Nachmittag an erhöht sich dann das Risiko für einzelne Gewitter mit Starkregen von 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter, vor allem im Südschwarzwald. Auch Hagel und stürmische Böen bis zu 70 Kilometer die Stunde werden nicht ausgeschlossen. In Stuttgart hingegen bleibt es sonnig, Gewitter werden für die Landeshauptstadt nicht erwartet.

Donnerstag (17. Juni)32 Grad, leicht bewölkt
Freitag (18. Juni)33 Grad, sonnig
Samstag (19. Juni)28 Grad, wolkig
Sonntag (20. Juni)32 Grad, wolkig
Montag (21. Juni)25 Grad, bedeckt
Dienstag (22. Juni)24 Grad, leichter Regen
Mittwoch (23. Juni)24 Grad, wolkig

(Quelle: wetter.com)

Rubriklistenbild: © Travis Heying/The Wichita Eagle/AP/dpa

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