Vorsicht vor der Sonne

Wetter: Sommerliche „März-Hitze“ mit 25 Grad birgt unterschätztes Gesundheitsrisiko

Eine Frau liegt an einem Uferabschnitt am Rhein auf einer Decke.
+
Die aktuellen Temperaturen laden zum Sonnenbad ein - so früh im Jahr sollte man jedoch sehr vorsichtig sein.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
    schließen

Das Wetter in Deutschland zeigt sich aktuell von seiner sommerlichen Seite. So früh im Jahr bergen Temperaturen bis zu 25 Grad jedoch auch einige Gefahren für die Gesundheit.

Stuttgart - „Keine Panik, der Sommer kommt noch früh genug“, sagte Meteorologe Dominik Jung von wetter.net kürzlich am Ende eines Videos. Für den hypothetischen Wettergott, der für Sonne, Sommer und zweistellige Plusgrade verantwortlich ist, kam diese Information wohl deutlich zu spät. Er trieb die Temperaturen beim Wetter in Deutschland schon sehr früh im Jahr in ungewöhnlich hohe Bereiche. Im Februar gab es beispielsweise einen Temperaturanstieg von 41 Grad innerhalb weniger Tage. Stellenweise lagen die Werte dann bereits bei rund 20 Grad und das, obwohl es offiziell noch Winter war.

Das Wetter in Deutschland schwankte in den letzten Wochen immer wieder zwischen Wärme- und Kälteperioden. Aktuell scheint sich das Klima jedoch entschieden zu haben und am heutigen Dienstag ist sogar der „erste Sommertag des Jahres“ mit Temperaturen bis 25 Grad angebrochen. In der Landeshauptstadt Stuttgart ist es derzeit auch sonnig und ungewöhnlich warm. Grundsätzlich heißt es heute also: Nichts wie raus, Sonne tanken und das Wetter genießen.

Das kann auch niemandem verwehrt werden, die Wetterlage soll nämlich bald schon wieder umschwenken. Die „Kältepeitsche“ kommt an Ostern, also bereits in wenigen Tagen. Wer die aktuelle Märzwärme genießen möchte, sollte sich jedoch entsprechend vorbereiten, denn so früh im Jahr können 25 Grad und Sonne schnell gefährlich werden.

Wetter in Deutschland: Raus in die Märzsonne - doch es ist Vorsicht geboten

Im Sommer sind Temperaturen über 20 Grad beim Wetter in Deutschland keine Seltenheit. Stellenweise übersteigen die Werte in den Monaten Juni, Juli und August sogar mal die 30 oder 40 Grad-Marke. Im vergangenen Jahr war es im Sommer beispielsweise temporär in Stuttgart heißer als in der Sahara. Dass man im Sommer nicht unvorbereitet in die brennende Sonne liegen soll, lernt man für gewöhnlich bereits als Kind. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die das trotzdem machen - beispielsweise wird ein solches Verhalten den britischen Touristen in sonnigen Urlaubsorten gerne nachgesagt. Im Sommer hat man jedoch meistens auch eine starke Sonneneinstrahlung einkalkuliert und ist entsprechend mit Sonnencreme oder einem Sonnenschirm ausgestattet.

Wenn das Wetter in Deutschland wie aktuell bereits im März die 25 Grad-Marke erreicht, denkt wohl noch niemand an Sonnenöl und eine entsprechende Vorbereitung. Gerade jetzt, nachdem viele Menschen wochen- oder monatelang aufgrund der Corona-Pandemie zu Hause waren, zieht es viele ins Freie und in die Sonne. Dabei besteht jedoch eine nicht zu unterschätzende Gefahr. „Bereits in den Frühlingsmonaten können die UV-Strahlen der Sonne sehr intensiv sein und werden oftmals deutlich unterschätzt“, schreibt die Deutsche Krebshilfe. Ein besonderes Problem ist gerade jetzt, dass die Haut noch nicht an die Sonneneinstrahlung gewöhnt ist. Auch das gestaltet sich im Sommer anders, da der vorangegangene Frühling normalerweise bereits den ein oder anderen Sonnentag liefert.

März-Hitze mit 25 Grad: UV-Einstrahlung kann langfristig fatale Folgen für die Gesundheit haben

Das aktuelle Wetter in Deutschland lädt zu einem Spaziergang im Freien ein. Beabsichtigt man jedoch bereits jetzt Ende März ein wirkliches Sonnenbad, sollte man vorsichtig vorgehen. Die UV-Strahlen der Sonne führen laut der Deutschen Krebshilfe innerhalb von Sekunden zu Schäden am Erbgut der Hautzellen. Der Körper ist zwar dazu fähig, diese entstandenen Schäden wieder zu reparieren, bleibt man jedoch zu lange in der Sonne, kann das fatale Spätfolgen haben. „Jahrzehnte später kann daraus Hautkrebs entstehen“, schreibt die Deutsche Krebshilfe. Sie empfiehlt deshalb, die Haut im Frühjahr durch kurze Aufenthalte im Freien langsam an die Sonne zu gewöhnen.

Daneben ist es bei so einer März-Hitze beim Wetter in Deutschland auch nicht zu früh, schon Sonnencreme und eine Sonnenbrille rauszusuchen. „Genießen Sie Ihre mit Bedacht gewählten Aufenthalte im Freien und tanken Sie Energie. Achten Sie jedoch auch auf Ihre Haut“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Dagegen, das aktuelle, sehr sonnige und für den März ungewöhnlich warme Wetter zu genießen, spricht grundsätzlich eigentlich nichts. Vor allem lässt sich ein Spaziergang im Freien oder auch kurze Aufenthalte in der Sonne ganz Corona-konform mit ausreichend Abstand verwirklichen. Da die Haut aktuell jedoch noch nicht an die Sonneneinstrahlung gewöhnt ist, ist besondere Vorsicht geboten. Der Sommer kommt bekanntlich noch früh genug.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare