Schneefallgrenze sinkt

Wetter: „Kräftiger Wintereinbruch deutet sich an“ - schon Ende September

  • Valentin Betz
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Das Wetter in Deutschland ist aktuell ungewöhnlich schön. Doch allmählich kündigt sich der Herbst an. Der könnte Ende September sogar ersten Schnee bringen.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland lässt aktuell wenig Gedanken an den Herbst zu. Obwohl der eigentlich schon angebrochen ist, zeigt sich der September von seiner sonnigen Seite und beschwert Deutschland noch einmal hohe Temperaturen.

Allzu lange wird der Spätsommer aber voraussichtlich nicht mehr halten. Zumindest die Trockenheit dürfte bald zu Ende sein, auch wenn die Temperaturen weiterhin angenehm bleiben. Erste Prognosen sahen einen Temperatursturz in Deutschland mit erstem Schnee bereits im Oktober. Meteorologe Dominik Jung von wetter.net sieht die Chance auf erste Flocken hingegen bereits Ende September gegeben.

Wetter in Deutschland: Ende September droht Temperatursturz mit erstem Schnee

Dabei ist Schnee in Deutschland im September eigentlich immer eine Möglichkeit, zumindest mancherorts. „Normalerweise gibt‘s ja Mitte September, Ende September so den ersten deftigen Wintereinbruch in den Alpen“, weiß Meteorologe Dominik Jung. Tatsächlich kündigen sich erste Vorboten des Winters wohl am Monatsende an. Der soll 2021 übrigens mit enormen Schneemassen ein echter „Eiswinter“ werden.

Erste Schneeflocken Ende September werden laut Dominik Jung durch sehr kalte Luftmassen aus Nordwesteuropa wahrscheinlich. Die sorgen am Alpenrand teilweise für Temperaturen um die 0 bis -3 Grad in 1.500 Metern Höhe. „Damit würde am letzten Septemberwochenende die Schneefallgrenze sinken“, erklärt Jung. In 1.300 bis 1.200 Metern Höhe könnten dann „auch mal 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee vom Himmel kommen“, so der Meteorologe.

Wintereinbruch in Deutschland: Wettervorhersage deutet auf Schnee im September

Die Prognose für den Temperatursturz mit möglichem Schnee im September wird auch von der Ensemble-Vorhersage für Südwestdeutschland gestützt. Etwa am 24. September rauscht der Hauptlauf „nach unten Richtung Null-Grad-Marke in 1.500 Metern Höhe“, so Dominik Jung. „Also hier deutet sich Richtung Monatsende der erste kräftige Wintereinbruch für die Alpen an“, erklärt der Meteorologe weiter.

Trotz allem bleibt wie üblich beim Wetter in Deutschland auch bei dieser Prognose noch ein kleiner Unsicherheitsfaktor. Denn der Mittelwert der Ensemble-Vorhersage für Südwestdeutschland liegt deutlich höher, als der Temperatursturz des Hauptlaufs vermuten lässt. Er zeigt auch Ende September teilweise noch über 10 Grad in 1.500 Metern Höhe an, was es auch dem Schnee in den Alpen schwer machen könnte.

Rubriklistenbild: © Johann Groder/dpa

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