Prognose für die kommenden Monate

Wetter: Der Herbst könnte frostig werden - droht ein früher Wintereinbruch?

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Der Spätsommer startet mit viel Sonne und hohen Temperaturen. Doch das Wetter in Deutschland könnte schon bald kälter werden. Das sind die Prognosen für den Herbst.

Stuttgart - Morgens verschleiert zäher Nebel die Sicht, Mittags gibt es verbreitet Sonnenschein. Aktuell ist das Wetter in Deutschland im Spätsommer angekommen. Doch die aktuelle Vorhersage deutet nicht auf einen sehr warmen Herbst hin. Die erste Prognose für den Herbst 2021 ist für viele eine bittere Enttäuschung.

„Der Spätsommer startet in den kommenden Tagen voll durch. Pünktlich zum kalendarischen Herbstbeginn“, sagt Dominik Jung, Meteorologe bei wetter.net. Die Temperaturen steigen in der ersten Septemberwoche auf 25 Grad und mehr. Wird der restliche Herbst so weitergehen? Dominik Jung wagt eine Prognose für die kommenden Monate.

Wetter in Deutschland: In der ersten Septemberhälfte wird es sonnig und trocken

Ein „Polarloch“ ließ Deutschland Ende August in den Herbst abstürzen. Anfang September herrscht nun hingegen Spätsommer. Bis 15. September sagt die Ensemble-Vorhersage zu Beginn eine längere trockene Phase für die Mitte Deutschlands voraus. Bis zum 6. September fällt dort überhaupt kein Regen mehr. „Es gibt schönes Spätsommerwetter und die Temperaturen steigen zugleich Richtung 25 Grad-Marke an“, so Dominik Jung. Bis zur Monatsmitte halten sich die Höchstwerte bei etwa 20 Grad. „Ein deftiger Temperaturabsturz ist in der ersten Septemberhälfte erst mal nicht in Sicht.“

Auch dem Norden Deutschlands steht bis zur Monatsmitte eine längere trockene Phase bevor. Bis 6. September gibt es in der Ensemble-Vorhersage keinerlei Niederschlagssignale, die Temperaturen erreichen bis zu 25 Grad. Die Monatsprognosen vom amerikanischen Wetterdienst NOAA geben bereits einen Ausblick auf die kommenden Monate. Dabei beziehen sich die Experten auf Langzeitmodelle, die eine erste Einschätzung für die Wintermonate 2021/2022 abgeben können.

Im September ist es den Prognosen nach weder zu kühl, noch zu warm. „Das wäre wahrscheinlich für die meisten von uns gefühlt ein eher zu kühler September“, sagt der Diplom-Meteorologe. Denn die September der vergangenen Jahre seien deutlich wärmer als das Klimamittel gewesen, so Dominik Jung weiter. „Es könnte uns mal wieder ein völlig normal temperierter September bevorstehen.“

Wettervorhersage für Oktober und November: Temperaturen über Klimamittelwert

Der Oktober wird laut den Prognosen einen halben Grad wärmer als das Klimamittel der vergangenen Jahre. Bei den Temperaturen gibt es laut Wettermodell keine großen Ausreißer nach oben - aber eben auch nicht nach unten. Das amerikanische Wettermodell lässt zudem erste Prognosen für die Regenwahrscheinlichkeit im Herbst zu. In Deutschland befindet sich der kommende Herbst genau in einem Mittelwert: Es wird weder zu nass, noch zu trocken.

Einen Monat später zeigt sich ein ähnliches Bild: „Auch der November soll ein halbes bis ein Grad zu warm ausfallen. Und das in weiten Teilen Europas“, so Dominik Jung. Das sagt allerdings nichts darüber aus, ob es zum Monatsende nicht doch den ersten Wintereinbruch geben könnte. Doch die aktuellen Modelle weisen bisher nicht auf Schnee in Deutschland im November hin. „Das kann aber heute auch noch keiner so punktuell vorhersagen.“ Doch sicher ist: Der November wird geringfügig wärmer als in den Jahren zuvor.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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