Extreme Kaltluft kommt nach Europa

Wetter: „Sibirische Frostbombe“ bringt Eis und Schnee -„kälteste Wetterlage seit Jahren“

Zwei Frauen gehen in Berlin an zugeschneiten Autos vorbei.
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Der Februar könnt in Deutschland noch einmal richtig kalt werden.
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Das Wetter in Deutschland war im Januar unbeständig. Durch den Polarwirbelsplit könnte der Februar jedoch bitterkalt werden - Experten befürchten eine „sibirische Frostbombe“ mit Eis und Schnee.

Stuttgart - In den vergangenen Tagen prägte eine sogenannte „Luftmassengrenze“ das Wetter in Deutschland. Die milde Atlantikluft sorgte im Süden und Südwesten für milde Temperaturen und Niederschlag in Form von Regen. Dadurch stieg auch die Gefahr von Hochwasser und Überschwemmungen an. Im Norden und Osten der Bundesrepublik herrschte dagegen kalte Luft aus Skandinavien vor. Das brachte auch sehr niedrige Temperaturen und viel Schnee in Gebiete Deutschlands, die normalerweise nicht von Schnee verwöhnt sind. Vor allem Berlin, Hamburg und Ostfriesland konnten sich über viel Neuschnee freuen.

Durch den Zusammenbruch des Polarwirbels, der das Wetter in Deutschland prägt, sagten Meteorologen bereits vor einiger Zeit einen eisigen Winter mit Schnee bis Mitte April vorher. Auch das Wetterportal wetter.de berechnete in seinem 42-Tage-Wettertrend eine drohende „Eiszeit“ für den Februar mit Temperaturen bis zu -20 Grad. Durch einen erneuten Zusammenbruch des Polarwirbels könnte das nun wirklich eintreten. Eine „sibirische Frostbombe“ mit Eis und Schnee steht bereits in den Startlöchern und könnte auch das Wetter in Deutschland massiv beeinflussen, wie wetter.de berichtet. Die Experten rechnen mit der „kältesten Wetterlage seit Jahren“.

Wetter: Extrem kalter Winter in Sibirien - Kaltluft auf dem Weg nach Europa

In Sibirien ist es im Winter traditionell sehr kalt. Laut wetter.de übertrifft die Kälte aktuell jedoch die normalen Werte in dem nordasiatischen Teil der Russischen Föderation. Im Flachland herrschen dort im Moment Temperaturen von bis zu -35 Grad am Tag, die Tiefstwerte können sogar -50 Grad erreichen.

Diese extreme Kaltluft aus Sibirien macht sich nun auf den Weg nach Europa und kann auch das Wetter in Deutschland in den kommenden Tagen und Wochen drastisch verändern. „Der Polarwirbel ist in diesem Winter extrem schwach und wird sich in den nächsten Tagen und Wochen teilen“, sagte RTL-Meteorologe Björn Alexander. „Damit zieht die extrem kalte Luft aus Sibirien nun westwärts in Richtung Europa.“

Noch sei es zwar fraglich, ob die Kaltluft aus Sibirien auch bis nach Deutschland komme, die Wettercomputer zeigten jedoch bereits deutliche Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland, so Alexander weiter. Während die bisherigen Februartage bei uns im Südwesten noch relativ mild und im Norden und Osten typisch winterlich sind, werden die Menschen in den skandinavischen Ländern bereits mit der vollen Breitseite der Kaltluft aus Sibirien konfrontiert. Die Langfristprognose des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA zeige dort bereits einen deutlich zu kalten Februar, berichtet wetter.de.

Wetter: Sibirische Kaltluft in Deutschland - Zeichen stehen auf Winter

Laut den aktuellen Berechnungen wird sich die bitterkalte Luft aus Sibirien beim Wetter in Deutschland mit ziemlicher Sicherheit im Norden auswirken. Im Süden und Südwesten könnte es zwar auch weiterhin deutlich milder und größtenteils frostfrei bleiben, die Zeichen stehen jedoch für ganz Deutschland auf Winter. Einen ersten Vorgeschmack auf die kommende „sibirische Frostbombe“, wie das Portal wetter.de seinen Artikel betitelt, bot sich in den vergangenen Tagen bereits in Teilen der Bundesrepublik. „In Sachsen-Anhalt und Sachsen sanken die Temperaturen in der Nacht zum Montag auf unter -18 Grad! Das gelingt nur über Schnee und unterm klaren Himmel“, schreibt das Portal.

Ob sich die kalte Luft aus Sibirien auch auf das Wetter in Süddeutschland auswirken wird, bleibt abzuwarten. Bei den Wettermodellen bestehe in dieser Frage aktuell noch eine große Unsicherheit.

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