Urlauber aufgepasst

Wetter: Experte warnt vor „Wettermonster“, das Richtung Deutschland zieht

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Für den östlichen Mittelmeerraum werden schlimme Unwetter vorausgesagt. Tornados, Sturzfluten und Gewitter drohen. Meteorologe Dominik Jung weiß mehr. 

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland fährt aktuell Achterbahn. Während das Wochenende nochmal goldenes Oktoberwetter bringt, sorgt ein Tief nächste Woche für Sturm und starke Winde. Andere Teile Europas trifft es diese Woche schon weitaus schlimmer. „Da braut sich in den kommenden Stunden und Tagen ein richtiges ‚Wettermonster‘ über dem östlichen Mittelmeerraum zusammen“, sagt Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net, voraus.

Bis Sonntagabend (17. Oktober) sind in den betroffenen Gebieten Regenmengen von 100 bis 140 Liter Regen pro Quadratmeter angesagt. „In Richtung Griechenland könnten es sogar bis zu 300 Liter Niederschlag pro Quadratmeter werden“, warnt der Wetterexperte. Es drohen Sturzfluten, Tornados und Wasserhosen. Laut Dominik Jung eine sehr gefährliche Unwetter-Lage.

Wetter: Unwetterwarnung für das östliche Mittelmeer - Regenmassen und schwere Gewitter

Urlaubern rät Dominik Jung, die Gebiete zu meiden. „Wer spontan jetzt noch etwas buchen möchte, bitte nicht in diese Regionen fahren.“ Erst wieder nächste Woche könnte man dort sicher sein, so der Wetterexperte. Bis Sonntag (17. Oktober) bleibt es dort noch gefährlich.

„Dieses Tief zieht unter Verstärkung weiter bis nach Griechenland. Und vielleicht wird daraus sogar noch ein Medicane“, sagt der Meteorologe. Dabei handelt es sich um einen Hurrikan-artigen Sturm im Mittelmeerraum. Das Sturmtief könnte Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde bringen. „Das wäre Orkanstärke“, erklärt er weiter. Ob es letzten Endes für einen Medicane reichen wird, hängt von der Weiterentwicklung des Tiefdruckgebiets ab. Auch in Deutschland können sich Windhosen bilden. Im Sommer fegte ein Tornado über den Bodensee.

Im östlichen Mittelmeerraum nimmt bereits am Donnerstag der Wind deutlich zu. Bis zum Freitag dehnt sich das Sturmtief aus und zieht weiter bis nach Griechenland. Das Tief bringt auch Regen: Am meisten Niederschlag wird in Italien und Griechenland erwartet. „Bis Sonntagabend können dann bis zu 300 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel fallen.“

Unwettertief zieht über Italien, Griechenland bis in die Türkei: Sturzflutartige Regenfälle drohen

Das Wetter in Deutschland könnte stürmisch werden.

Bis zum Freitagvormittag (15. Oktober) hat das Unwettertief dann fast schon Griechenland erreicht. Erste Ausläufer bekommend die Küstenregionen mit heftigen Regenfällen, Gewittern und Sturmböen zu spüren. Im Laufe des Tages zieht das Tief weiter in Richtung Türkei. Auch dort werden starke Regenschauer und Gewitter erwartet. „Sturzflutartige Regenfälle“ sind dort zu erwarten. Am Samstag bewegt sich das Tief weiter über die Türkei hinweg. Zum Sonntagabend schwächt es dann nach und nach ab.

Unterdessen hat das Hoch „Oldenburgia“ West- und Mitteleuropa fest im Griff. Am Donnerstag (14. Oktober) scheint vielerorts die Sonne, doch nach und nach bekommen wir in Deutschland bereits Ausläufer eines Tiefs zu spüren. Vergleichsweise bleibt das Wetter in Deutschland allerdings entspannt. Bis zum Wochenende gibt es in Deutschland vereinzelt Regen, aber laut Dominik Jung werden das nur geringe Mengen sein. Es bleibt weitgehend trocken und es gibt in weiten Teilen Deutschlands schönes und goldenes Herbstwetter.

Nächste Woche könnte manch einer einen Hitzeschock bekommen: Eine „Wärmedüse“ drückt nach Deutschland und bringt Temperaturen bis zu 25 Grad.

Rubriklistenbild: © Gareth Fuller/dpa

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