1. bw24
  2. Wetter

Wetter: Erster Herbststurm formiert sich vor Europa - „könnte brenzlig werden“

Erstellt:

Von: Franziska Schuster

Kommentare

Pünktlich zum Start des meteorologischen Herbsts formiert sich auf dem Atlantik der erste Herbststurm. Dieser hat auch Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland.

Stuttgart - Nach monatelanger Hitze und Trockenheit wurde der Sommer am vergangenen Wochenende weggespült. Lokal traten schwere Gewitter samt Hagel und Starkregen auf. Die letzten Augusttage machen das verregnete Wochenende allerdings wieder wett. Viel Sonnenschein und sommerliche Temperaturen um 25 Grad stehen uns bevor. Pünktlich zum 1. September, dem meteorologischen Herbstbeginn, droht die Wetterlage jedoch zu kippen.

Daran ist unter anderem ein Herbststurm schuld, der sich aktuell auf dem Atlantik vor den Toren Europas bildet. Der hat auch Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland, wie Corinna Borau, Meteorologin bei wetter.net, erklärt.

Wetter in Deutschland: Die letzten Augusttage werden nochmal sommerlich

Doch bevor Herbstwetter Einzug hält, mach sich am Dienstag (30. September) erst einmal hoher Luftdruck über Skandinavien breit. Vor allem im Norden sorgt das für freundliches und trockenes Wetter. Da die Luft allerdings aus nordöstlicher Richtung kommt, ist es nicht wirklich heiß, wie die Wetterexpertin sagt. An den Küsten wird es sonnig und wolkenlos, während im Osten einzelne Regenschauer möglich sind. Auch in Süddeutschland, allerdings nur über den Bergen, bilden sich einzelne Schauer und Gewitter. „Ansonsten bleibt es vielerorts trocken und auch nochmal sommerlich“, sagt Corinna Borau. Am Oberrhein werden die 30 Grad geknackt, im Rest des Landes liegen die Höchstwerte bei 20 bis 29 Grad.

Frau versucht bei einem Herbststurm in Berlin den Regenschirm aufzuspannen
Zum Wochenende braut sich ein Herbststurm auf dem Atlantik zusammen. In Deutschland sind dadurch Gewitter und Starkregen möglich. © Britta Pedersen/dpa

Am Mittwoch (31. August) gehen die Temperaturen bei 20 bis 28 Grad wieder leicht abwärts. In Bayern sind am letzten Augusttag kräftige Regenfälle möglich. In der Nordhälfte fällt bis auf einzelne Schauer im Osten wieder kein Tropfen Regen. Doch den Hochdruckeinfluss dürfen sich der Norden sowie die Küstenregionen einen weiteren Tag über viel Sonnenschein freuen.

Zum 1. September sind die Regenfälle im Süden allerdings schon wieder vorbei, dann gibt es nur noch einzelne Schauer und die Sonne setzt sich vermehrt durch. Die Temperaturen bleiben sommerlich, aber nicht zu heiß bei 20 bis 27 Grad.

Sturmtief über dem Atlantik bringt ersten Herbststurm - in Deutschland sorgt es für Schauer und Gewitter

Doch dann braut sich was zusammen: „Zum nächsten Wochenende könnte es wieder brenzlig werden“, sagt Corinna Borau. Durch die unterschiedlichen Luftmassen und das Sturmtief, die zum Ende der Woche aufeinander treffen, sind lokal wieder schwere Gewitter und starke Regenfälle möglich. Unterdessen steigt auch im Mittelmeerraum die Gefahr von Stürmen: Ein Experte warnt vor Medicanes.

Am Freitag (2. September) liegt das besagte Sturmtief bereits vor den Küsten Irlands, ein Ableger davon liegt zur gleichen Zeit über Spanien. „Dieser Tiefluftkomplex könnte nochmal heiße Luft anzapfen - wenn eben nicht dieses mächtige Hochdruckgebiet dagegen hält“, erklärt die Meteorologin. Denn während im Westen Tiefdruckgebiete die Wetterlage bestimmen, befinden sich über Nordeuropa Hochdruckgebiete. Diese sorgen wiederum dafür, dass in Deutschland in den Tagen zuvor eher „gemäßigte Temperaturen“ und trockenes Wetter herrschen, wie die Meteorologin sagt.

Bald könnten die Temperaturen jedoch abstürzen. Meteorologen rechen mit dem ersten Bodenfrost Anfang September. „Wir bleiben aber zum Start in den September erst mal bei angenehmen Temperaturen, meist unter der 30-Grad-Marke“, so Corinna Borau. Solch ein wechselhaftes und unsicheres Wetter ist bereits das erste Anzeichen für den Herbst - denn die ständigen Hochdrucklagen sind nun endgültig vorbei.

Auch interessant

Kommentare