Hochwassergefahr

„Warnstufe Dunkelrot“: Extreme Unwetter und Starkregen in Deutschland

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Das Wetter in Deutschland bleibt in Teilen des Landes weiterhin unbeständig und vor allem nass. Starkregen und Unwetter führen sogar dazu, dass Flüsse über die Ufer treten.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland war zuletzt sehr unbeständig und hatte in einigen Regionen absolut nichts mit Sommer zu tun. Während mancherorts zumindest die Temperaturen sommerlich waren, sorgte häufig starker Regen in Deutschland für schwere Probleme. Wie ein Experte erklärt, war zumindest in Baden-Württemberg ein besonderes Wetterphänomen schuld am Sintflut-Regen.

Die Hoffnung auf eine schnelle Veränderung beim Wetter in Deutschland ist derweil auf Seite der Experten eher gering. Für das Wetter im Sommer 2021 gilt sogar eine„Gruselprognose“. Den Beweis liefert in den kommenden Tagen die Lage in ganz Westdeutschland. Laut Meteorologe Dominik Jung von wetter.net herrscht „Unwetterwarnstufe dunkelrot“ und der Westen säuft regelrecht ab.

Wetter in Deutschland: Tief bringt Westen des Landes heftige Niederschläge

Meteorologe Dominik Jung spricht von einer „sehr brisanten Wetterlage“ im Westen und Südwesten Deutschlands zu Beginn der Woche. Während die Temperaturen am Montag noch zwischen 26 und 29 Grad variieren, ändert sich das Wetter in Deutschland am Abend und Niederschläge setzen ein - und danach hört der Regen vorerst kaum noch auf.

Wetter in Deutschland: Starke Niederschläge im Westen des Landes lassen die Hochwassergefahr in den kommenden Tagen steigen.

Schuld daran ist das Tief Bernd, das auch am Dienstagmorgen zum Teil noch Gewitter mitbringt und für Dauerregen im Westen Deutschlands sorgt. „Dieser Dauerregen hält im Grunde den ganzen Dienstag über an“, so Meteorologe Dominik Jung. Die anhaltenden Niederschläge sorgen in Deutschland für ein starkes Temperaturgefälle. Während der Westen auf 21 Grad abkühlt, können die Temperaturen im Osten des Landes auf bis zu 32 Grad steigen.

Niederschläge in Deutschland: Wetter sorgt für steigende Pegel und Hochwassergefahr

Was lange anhaltender Regen anrichten kann, zeigte sich zuletzt in Baden-Württemberg. In Neu-Ulm sorgte ein Unwetter für Überflutungen. Das droht durch das Wetter in Deutschland in den kommenden Tagen auch dem Westen des Landes. Denn auch der Mittwoch liefert anhaltenden Starkregen. Die Pegelstände der Flüsse sind durch das Wetter der vergangenen Tage allerdings bereits hoch, entsprechend sind Gewässer wie der Rhein stark hochwassergefährdet.

Die Wettermodelle bis Mittwochabend zeigen eine besorgniserregende Entwicklung. Das deutsche Modell rechnet laut Meteorologe Dominik Jung mit „heftigen Niederschlagssignalen“ besonders in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Schwarzwald. Zwischen 90 und 140 Liter Regen pro Quadratmeter sollen bis dahin fallen. Dieser Prognose schließt sich auch das amerikanische Wettermodell an, das mit 100 bis 120 Litern Niederschlag pro Quadratmeter rechnet.

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa

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