Kein Wonnemonat?

Wetter: Meteorologe macht Grusel-Prognose - eisiger „Polar-Mai“ steht bevor

  • Valentin Betz
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Das Wetter in Deutschland und Stuttgart ist aktuell kälter als sonst im April. Selbst der Wonnemonat Mai wird daran wohl nichts ändern, wie jüngste Prognosen zeigen.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland und Stuttgart lässt im Moment sehr zu wünschen übrig. Die Temperaturen im April entwickeln sich entgegen dem globalen Trend. Während ein Wärmerekord den nächsten jagt und die Temperaturen global insgesamt ansteigen, geht der April in Deutschland im Schnitt zu kalt zu Ende.

„Alleine am Frost gemessen könnte es der frostigste April werden seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881“, erklärt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Doch mit dem April werden die eisigen Temperaturen offenbar nicht enden. Seit geraumer Zeit prophezeien Wetterprognosen Kälte und Frost bis in den Mai. Meteorologe Dominik Jung hat diese Prognose jetzt bestätigt und spricht in einem Video angesichts der durchschnittlichen Temperaturen im Mai von einer „gruseligen Wetterkarte“.

Wetter in Deutschland und Stuttgart: Prognose sieht auch im Mai Kälte vorher

Die Wetter-Experten von wetter.de bezeichnen den Mai mit bleibender Kälte sogar als „gescheiterten Monat“, auch ihr 42-Tage-Wettertrend ließ wenig Hoffnung auf einen Frühlingsausbruch im Wonnemonat. Bereits zu Beginn lassen die Temperaturen im Mai nichts Gutes erahnen.

„Das erste Maiwochenende fällt ziemlich unterkühlt aus“, erklärt auch Meteorologe Dominik Jung. Allerdings betrifft das nicht nur das Wetter in Deutschland und Stuttgart - ganz Europa ist auf der Wetterkarte in kühlem Blau eingefärbt. Am 3. Mai ist es laut Dominik Jung sogar 8 bis 12 Grad kälter als das langjährige Klimamittel. Besonders Baden-Württemberg trifft der kalte Mai hart. Die Durchschnittstemperatur schwankt im Südwesten bis zur Monatsmitte meist zwischen 10 und 15 Grad. Einige Ausreißer „kratzen sogar unten an der 0-Grad-Marke“, so Dominik Jung.

Prognose für den Mai: Wetter in Deutschland und Stuttgart eine „faustdicke Überraschung“

Tatsächlich waren sich die Meteorologen lange gar nicht einig darüber, dass der Mai zu kalt werden wird. Der amerikanische Wetterdienst NOAA hatte Mitte April noch prophezeit, dass der Mai bis zu ein Grad wärmer wird, als im langjährigen Mittel.

Die aktuelle Prognose des NOAA sieht hingegen ganz anders aus. Inzwischen rechnet der Wetterdienst mit einem in Deutschland „normal temperierten“ Mai. Nur in einigen Regionen Deutschlands könnten die Temperaturen im Mittel bis zu ein Grad zu kalt ausfallen. Wetter-Experte Dominik Jung bezeichnet diesen „Polar-Mai“ entsprechend als „faustdicke Überraschung“.

Rubriklistenbild: © Jean-Christophe Bott

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