Am letzten Märztag

Wetter: Kleinstadt in Baden-Württemberg knackt unfassbaren Hitze-Rekord

Ein Mann und eine Frau liegen am 10.07.2010 an einem Strand auf der Parkinsel in Ludwigshafen am Rhein bei großer Hitze unter einem Sonnenschirm.
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Eine Kleinstadt in Baden-Württemberg knackte am letzten Märztag einen Hitzerekord von über 27 Grad (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Die Monate Juni, Juli und August gelten als Sommermonate. Am letzten Märztag knackte eine Kleinstadt in Baden-Württemberg jedoch bereits einen unfassbaren Hitzerekord.

Rheinau - Eigentlich ist es schon fast unfair. Durch die Corona-Pandemie sind alle Freizeitparks in Baden-Württemberg nach wie vor geschlossen und auch Veranstaltungen mit Fahrgeschäften fallen wohl dieses Jahr erneut aus. Dafür fährt das Wetter in Deutschland jedoch bereits seit Monaten Achterbahn und scheint davon auch nicht genug zu bekommen. Die bisherigen Monate des noch jungen Jahres 2021 boten wettertechnisch bereits so ziemlich alles. Im Februar wurde in Bayern beispielsweise ein Kälterekord von -43 Grad gemessen, kurze Zeit später kletterten die Temperaturen jedoch stark an. Nachdem das Wetter in den vergangenen Wochen zwischen ungewöhnlich warm und vergleichsweise kalt pendelte, scheint es sich nun entschieden zu haben.

Ein kurzes Gedankenexperiment zum Wetter in Deutschland. Hätte man im Dezember vergangenen Jahres eine Befragung durchgeführt, wie der März enden würde, hätten viele vielleicht „ich hoffe auf mildere Temperaturen“ oder „vielleicht kann man schon ohne Jacke, nur mit einem Pulli nach draußen“ geantwortet. Aber wohl kaum mit „ich denke man kann in der kurzen Hose raus und das sonnige Wetter bei Temperaturen über 20 Grad genießen“. Genau das bot das Wetter in Deutschland jedoch in den vergangenen Tagen und gestern, am letzten Märztag, knackte die Kleinstadt Rheinau in Baden-Württemberg sogar einen Temperaturrekord, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet.

Wetter in Deutschland: Über 27 Grad im März? Das ist kein Aprilscherz

Die Temperaturen der vergangenen Tage sind für den Monat März bereits sehr ungewöhnlich. Eigentlich gilt der heute startende April als „Wetter-Brücke“ zwischen dem kalten Winter und dem kommenden milden Frühling beziehungsweise Sommer. Gestern, am 31. März, wurde laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) jedoch im badischen Rheinau (Ortenaukreis) ein Temperaturrekord von über 27 Grad gemessen. Damit ist der 31. März 2021 der wärmste Märztag seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881, hieß es am Abend in Offenburg. „In Rheinau-Memprechtshofen im Oberrheingraben wurde um 17 Uhr mit 27,2 Grad Celsius der alte deutsche Rekord von 26,6 Grad Celsius vom 28.03.1989 in Baden-Baden überboten“, schrieb der DWD auf Twitter.

Eine solche März-Hitze ist beim Wetter in Deutschland wirklich ungewöhnlich. Nur mal zum Vergleich: Laut dem Reiseportal wohin-und-wann.de beträgt die Durchschnittstemperatur der Landeshauptstadt Stuttgart im Monat Juli 23 Grad. Das wurde nun bereits im März deutlich überboten. Was bedeutet das für den kommenden Sommer? Wird 2021 ein „Hitzesommer“ mit Temperaturen über 40 Grad? Vielleicht gleicht das Wetter den Temperaturrekord von gestern auch wieder aus und beschert uns plötzlich Schnee im Sommer. Die „März-Hitze“ mit 25 Grad birgt jedoch auch ein unterschätztes Gesundheitsrisiko. Die Deutsche Krebshilfe empfiehlt, die Haut aktuell bei kurzen Aufenthalten im Freien an die UV-Strahlen der Sonne zu gewöhnen.

Auch am heutigen 1. April sind die Temperaturen beim Wetter in Deutschland weiterhin sehr warm und die Sonne zeigt sich nahezu durchgängig. So warm wie gestern in Rheinau ist es durch den aufkommenden Wind zwar nicht mehr, man sollte aktuell die milden Temperaturen und die strahlende Sonne jedoch noch genießen, solange man kann. Denn die „Kältepeitsche“ kommt an Ostern und es könnte ein extremer Temperatursturz drohen. Das „Achterbahn-Wetter“ setzt sich also auch im April fort.

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