Kurzes Sommer-Intermezzo

Wetter: „Absturz“ der Temperaturen - Eisheilige in Deutschland werden frostig

Zwei Menschen wandern durch eine schneebedeckte Landschaft im Mai
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Die Eisheiligen können im Mai noch einmal Bodenfrost und stellenweise sogar Schnee bringen - in diesem Jahr aber bleibt das wohl aus.
  • Berkan Cakir
    vonBerkan Cakir
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Das Wetter in Deutschland erlebt am Wochenende die ersten glühend heißen Hitzetage. Die Eisheiligen bringen anschließend aber wieder niedrigere Temperaturen.

Stuttgart - Ein ernüchternder April 2021 ist zu Ende gegangen. Im vergangenen Monat erlebte das Wetter in Deutschland eine Kältewelle wie seit 40 Jahren nicht mehr. Auch der Mai verläuft bisher nicht besser, die Kältewelle rollt immer noch über Deutschland und lässt in den ersten Tagen die Sonne vermissen. Statt klarem Himmel: Regen und dichte Wolkenfelder. Am kommenden Wochenende aber lodern laut den Wetterberichten die ersten Hitzetage in diesem Jahr auf.

So rechnet das Online-Portal wetter.de, dass die Temperaturen auf bis zu 30 Grad klettern werden. Für das Wetter in Stuttgart und der Region reicht es zwar nicht bis an diese Grenze. Mit 27 Grad, die bis Montag stabil bleiben und darüber hinaus auch die Nächte warm halten, können sich die Menschen im Südwesten aber in jedem Fall auf sommerliche Tage einstellen.

Wetter in Deutschland: Die sommerlichen Temperaturen bleiben nur ein Intermezzo

Das sommerliche Wetter bleibt indes nur ein kurzes Intermezzo. Einer alten Bauernregel zufolge suchen von Mitte Mai an nämlich die Eisheiligen das Land auf. Diese bringen, wie ihr Name offenkundig verrät, wieder niedrigere Temperaturen mit sich. Für die Landbevölkerung war die jahrhundertealte Regel früher immens wichtig. Denn der Nachtfrost, welchen die Eisheiligen verursachen, konnte die Ernte komplett vernichten.

Traditionell kommt am 11. Mai der Eisheilige Mamertus, dem dann Pankratius, Servatius, Bonifatius und schließlich am 15. Mai noch Sophia folgen. Weil die meisten Pflanzen den Nachtfrost nicht überlebten, wurde die Saat erst nach diesen kühleren Tagen vorgenommen.

Von Nachtfrost kann in diesem Jahr zwar keine Rede sein. Dennoch bieten die Eisheiligen laut RTL-Meteorologe Christian Häckl einen „mittelprächtigen Absturz“. Pünktlich zum 11. Mai am Dienstag kommen die kühleren Grade, die von der Nordseeluft ins Land getragen werden. Die dann niedrigeren Temperaturen werden vor allem deshalb spürbar sein werden, weil die Tage zuvor so heiß waren. Der Frühsommer, der über das Wochenende anklingt, endet damit auch wieder abrupt. Angenehm und zumindest frühlingshaft soll es aber trotzdem bleiben: Meteorologen rechnen mit Temperaturen zwischen 14 und 20 Grad für die kommende Woche.

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