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Wetter: „Fettes Azorenhoch“ schiebt sich nach Deutschland - so wird der Start in den Juli

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Von: Franziska Vystrcil

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Ein Azorenhoch bahnt sich seinen Weg zu uns nach Deutschland. Am Wochenende gibt es bestes Badewetter. Doch wie geht es danach weiter?

Stuttgart - Im Juni war beim Wetter in Deutschland einiges dabei: Hitzewellen und Unwetter reichten sich abwechselnd die Hand. Zum Monatsende bestimmt ein Azorenhoch unserer Wetterlage. Am Donnerstag (30. Juni) rückt es immer mehr in Richtung Mitteleuropa. Das Hochdruckgebiet „Gabor“ zieht unterdessen nach Norden ab. Die Höchstwerte liegen dann bei 23 bis 33 Grad.

Der Freitag (1. Juli) verpasst dem Sommerwetter einen kleinen Dämpfer. Unwetter samt Superzellen und Tornados drohen Deutschland. Die Temperaturen sinken dann auf 15 bis 22 Grad, vereinzelt gibt es Schauer. Den Regen können wir gut gebrauchen, meint Dominik Jung, Diplom-Meteorologe bei wetter.net. „Denn am Samstag und Sonntag kommt schon wieder der Sommer zurück nach Deutschland“, verspricht er. Doch wie lange kann sich das Azorenhoch bei uns halten? Droht uns eine weitere Hitzewelle?

Wetter in Deutschland: Ein Azorenhoch liefert sich einen Kampf mit den Tiefdruckgebieten

Zunächst legt der Sommer eine kleine Pause ein. Die Temperaturen sinken und in der Nacht auf den 1. Juli ab und für den Osten sind Niederschläge vorhergesagt. Die sind auch dringend nötig, denn durch die anhaltende Trockenheit stieg dort die Waldbrandgefahr bedrohlich an. Die genauen Regenmengen lassen sich allerdings noch nicht vorhersagen.

Am Samstag (2. Juli) gibt es dann einen Wetterumschwung. „Die Sonnenanbeter unter uns kommen voll auf ihre Kosten“, sagt Dominik Jung. Auch der Sonntag (3. Juli) verspricht bestes Badewetter. 24 bis 32 Grad werden am letzten Wochentag erreicht. Dabei kämpft das anrückende Azorenhoch gegen mehrere Tiefdruckgebiete, die am Sonntag östlich von Deutschland liegen. Das Hochdruckgebiet ist aber beständig. „Das fette Azorenhoch ist vor unserer Haustür“, sagt der Meteorologe mit Blick auf die Großwetterlagenkarte für den Dienstag (5. Juli). Aber: „So richtig will es nicht zu uns reinrutschen.“ Dabei ist der Juli der heißeste Monat des Jahres. Auch 2022 könnte das Wetter im Juli noch extrem werden.

WochentagTemperaturen in Grad Celsius
Freitag (1. Juli)15 bis 22 Grad
Samstag (2. Juli)23 bis 30 Grad
Sonntag (3. Juli)24 bis 32 Grad

(Quelle: wetter.net)

Zwar kommen ein paar Ausläufer des Azorenhochs bei uns an, aber die Tiefdruckgebiete aus Osten „mischen weiter mit“. Daher bleibt es beim Wetter in Deutschland zunächst wechselhaft. Spätestens am Donnerstag (7. Juli) können wir uns laut Dominik Jung aber auf „das fette Ding“ freuen. Dann rutscht das Azorenhoch näher an die britischen Inseln heran, was wiederum dafür sorgt, dass die Tiefdruckgebiete aus Deutschland herausgeschoben werden. Das Wetter soll dann wieder freundlich und sonnig werden, sagt der Wetterexperte voraus.

Das Sommerwetter in Deutschland geht weiter - vereinzelt Schauer und Gewitter möglich

Bis zum 15. Juli gibt es immer wieder ein paar schwache Niederschlagssignale für Deutschland. Alles in allem liegen die Temperaturen jedoch knapp über dem langjährigen Klimamittel. Demnach können wir uns auf sommerliche Temperaturen einstellen. „Die erste Julihälfte scheint völlig normal ausfallen zu wollen“, schätzt Dominik Jung die Ensemble-Vorhersagen ein. In Süddeutschland werden dann meist zwischen 23 und 28 Grad erreicht. Wie auch in den anderen Teilen Deutschlands können bis zum 15. Juli vereinzelt Schauer und Gewitter auftreten.

Eine Frau auf einem Fahrrad berührt mit der Hand die Wasserfontäne eines Springbrunnens
Ein Azorenhoch beschert uns am ersten Juliwochenende bestes Sommerwetter. © IMAGO/Guo Chen

In Westdeutschland bietet sich ein ähnliches Bild, die Temperaturen sollen im Schnitt bei etwa 25 Grad liegen. Die Niederschläge sind allerdings im Westen „verschwindend gering“. Laut dem Wetterexperten könnten uns im Juli 2022 noch einige Hitzewellen bevorstehen.

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