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Wetter: Prognose für die letzten Augusttage - „Sorgenfalten wachsen weiter“

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Von: Franziska Schuster

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Das Wetter in Deutschland gibt an den letzten Sommertagen nochmal alles: Stellenweise sind bis zu 12 Sonnenstunden möglich. Laut Meteorologe Gernot Schütz ist das allerdings kein Grund zur Freude.

Stuttgart - Endlich wieder in einen Pullover kuscheln und zu Hause auf der Couch liegen, während draußen der Regen prasselt - die einen sehnen den Herbst mit kühleren Temperaturen herbei, andere können vom Hitzesommer 2022 womöglich nicht genug bekommen. Aktuell gibt das Wetter in Deutschland nochmal alles. Bevor der meteorologische Herbst am 1. September beginnt, dürfen wir uns noch einmal über viel Sonne und sommerliche Temperaturen freuen.

Doch des einen Freud ist des anderen Leid, wie man so schön sagt. Denn für Meteorologe Gernot Schütz sind diese Wetteraussichten alles andere als schön.

Wetter in Deutschland: August endet sommerlich mit viel Sonnenschein

An Sonnenschein mangelt es in den letzten Augusttagen auf jeden Fall nicht. „Am Dienstag und auch in den Folgetagen wird es in Deutschland häufig sonnig weitergehen“, sagt Gernot Schütz von wetter.com. Und genau das bereitet ihm „Sorgenfalten“: „Das bedeutet, das Problem mit den niedrigen Flusspegeln wird erst einmal nicht behoben“, erklärt der Wetterexperte weiter. Auch für die Natur ist der fehlende Regen problematisch. Denn in den tieferen Bodenschichten kommt nur wenig Wasser an. Das zeigt sich auch bei der Pflanzenwelt: Die Bäume stehen aufgrund der Hitze unter Stress und werfen ihre Blätter ab.

Sommerlicher Herbst am Hafen
An den letzten Augusttagen gibt es beim Wetter in Deutschland stellenweise bis zu 12 Sonnenstunden. Die Trockenheit setzt sich somit fort. © Ulrich Perrey/dpa

Das scheint erst einmal in Widerspruch zu sein, schließlich wurde der Sommer am vergangenen Wochenende vielerorts weggeschwemmt. Nach Gewittern und Starkregen kam es lokal zu Überflutungen. „Aber vieles dieser Wassermassen ist eben oberflächlich abgelaufen und konnte nicht wirklich gut einsickern und dem Boden beziehungsweise dem Grundwasser zugutekommen“, erklärt Gernot Schütz.

Bis einschließlich Freitag (2. September) geht diese Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands weiter. Lediglich in Baden-Württemberg und in Teilen Bayerns soll es Niederschläge geben. In der anderen Hälfte Deutschlands fällt unterdessen so gut wie kein Tropfen Regen.

Niederschläge ungleich verteilt - der Norden bleibt trocken, im Süden wird es nass

Gleiches gilt für das Wetter im Dienstag (30. August). „Das wird insgesamt ein freundlicher Tag mit viel Sonnenschein“, lautet die Prognose von Gernot Schütz. Einige Regentropfen können im Küstenbereich fallen, die sind aber kaum der Rede wert. Ansonsten startet der Tag sehr sonnig, in der Nordhälfte Deutschlands ist es stellenweise bewölkt. Während im Norden am Dienstag zwischen acht und zehn Sonnenstunden erreicht werden, gibt es im Süden acht bis zwölf. Am wenigsten scheint die Sonne im Nordosten mit 4 bis 6 Sonnenstunden. Erst zum Abend steigt im Südwesten das Regen- und Gewitterrisiko an. Auch in Brandenburg ist ein kleiner Schauer möglich.

Die Höchstwerte erreichen an den Küsten zwischen 19 und 22 Grad, ansonsten verbreitet um 23 Grad. Im Südwesten wird es am heißesten, mit Temperaturen von 28 bis 30 Grad. Während in Deutschland meist noch sommerliches Wetter herrscht, braut sich auf dem Atlantik bereits der erste Herbststurm des Jahres zusammen. Dieser soll auch Auswirkungen auf unser Wetter haben und den Start in den September wechselhaft machen.

Am letzten Augusttag bekommt vor allem der Südwesten die ersten Anzeichen des Herbsts zu spüren: Ein Regengebiet überquert am Mittwoch die Südhälfte Deutschlands, der Norden geht hingegen erneut leer aus. Auch an den Temperaturen ändert sich laut Gernot Schütz nicht allzu viel. Im Norden bleiben sie gleich bei 19 bis 22 Grad, in der Mitte Deutschland erreichen sie 21 bis 24 Grad. „Das ist angenehme Sommerwärme“, meint der Meteorologe. Nur im Süden sinken die Temperaturen durch die Regenfälle ab und liegen dann nur noch bei 19 bis 26 Grad.

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