Kältewelle in Deutschland

Wetter: Kältewelle wie seit 40 Jahren nicht mehr - Meteorologen bestätigen Trend

Erster Bodenfrost in Brandenburg
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Wetter in Deutschland: Im April war immer noch Scheibenkratzen angesagt.

Meteorologen haben den Trend beim Wetter in Deutschland schon länger vermutet, jetzt steht es fest. Die Berechnungen zeigen eine Kälte, wie es sie seit einem halben Jahrhundert nicht mehr gab.

Stuttgart/Offenbach - Das Wetter in Stuttgart und in ganz Deutschland hatte in diesem April und Mai so gut wie nichts mit Frühling zu tun. Lediglich ein paar sonnige Tage brachte das Frühjahr. Die waren dann aber auch schon so schnell wieder vorbei wie sie gekommen sind. Seit Tagen und Wochen dümpeln die Temperaturen zwischen Gefrierpunkt und dem unteren zweistelligen Plusbereich - wenn es gut läuft. Deutschland friert in diesem April 2021. Erst kürzlich verkündeten Meteorologen: In diesem April gab es so viele frostige Nächte wie seit 1929 nicht mehr.

Dass der April alles in allem deutlich zu kalt sein könnte, vermuteten viele Experten schon seit Wochen. Nun steht es fest: Der April 2021 ist so kalt wie seit 40 Jahren nicht mehr. Das verkündete nun der Deutsche Wetterdienst (DWD). Wundern dürfte das die wenigsten, schließlich rollt eine Kältewelle seit Wochen über Deutschland.

Wetter in Deutschland: April 1,3 Grad kälter als üblich

Gerade in Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg hätten sich viele wohl höhere gewünscht, um wenigstens einigen der wenigen verbleibenden Freizeitaktivitäten im Freien nachgehen zu können. Der April ließ dazu nur jenen Gelegenheit, denen Kälte nichts ausmacht. Wie die Experten des DWD mitteilten, lag der Temperaturdurchschnitt in diesem April nur bei 6,1 Grad.

Im Vergleich zu den Aprildurchschnitten der Jahre 1961 bis 1990 liegt der Schnitt diesmal um 1,3 niedriger. Inzwischen rechnen die Experten jedoch mit einer Referenzperiode von 1991 bis 2020 - die aktueller und wärmer ist. Im Vergleich dazu ist der April 2021 sogar ganze 2,9 Grad kälter. Wer das Gefühl hatte, es war kälter als sonst, hat damit also recht. Den Experten zufolge war es der kälteste April seit 1980.

Wetter in Deutschland und Baden-Württemberg: Minusrekord auf der Schwäbischen Alb

Daran konnte auch die Sonne nichts ändern. Obwohl es in diesem Monat rund 20 Prozent mehr Sonnenstunden beim Wetter in Baden-Württemberg gab als üblicherweise, gingen die Temperaturen kaum nach oben.

Und nicht nur das: Auch der Frost hatte Deutschland zum Start in den Frühling weiter im Griff. An immerhin 13 Tagen des Monats hat es laut den Wetterexperten Frost gegeben. Dabei wurde in Baden-Württemberg ein Kälterekord gemessen. Am 6. April zeigten die Messstationen in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb - 13,6 Grad an. cf

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