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Warmer Januar birgt Gefahr für den Rest des Jahres – erste Auswirkungen machen sich bereits bemerkbar

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Von: Nadja Pohr

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Vertraut man auf die alten Bauernregeln, drohen durch die milden Temperaturen im Januar Gefahren für den Rest des Jahres. Die Natur ist bereits aus ihrem Rhythmus geraten.

Stuttgart - Der Januar ist Statistiken zufolge eigentlich der kälteste Wintermonat, doch zu großen Teilen herrschen eher frühlingshafte Temperaturen vor. Zwar kündigte sich in der vergangenen Woche ein „Winter-Comeback“ an, ob die weiße Pracht auch bis in die tiefen Lagen Deutschlands fällt, bleibt allerdings abzuwarten. Das Jahr 2023 ist bereits deutlich zu warm für die Jahreszeit gestartet. Laut einigen Wettermodellen könnte sich das Wetter in Deutschland bis März viel zu mild gestalten.

Vertraut man auf alte Bauernregeln, ist das Wetter im Januar entscheidend dafür, wie es sich für den Rest des Jahres gestaltet. „Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter fürs ganze Jahr“, heißt es zum Beispiel. Dass es diesen Monat so mild ist, birgt laut den altertümlichen Vorhersagen einigen Gefahren. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits in der Natur.

„Viel Regen und wenig Schnee, tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh“: Die Natur ist aus dem Rhythmus

Frostig und kalt ist der Januar derzeit nicht. Eher bestimmte zuletzt viel Regen statt Schnee das Wetter. „Im Januar viel Regen und wenig Schnee, tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh“, lautet eine Bauernregel, die zum Teil bereits zutrifft. Die Skigebiete in Deutschland müssen mit Schneemaschinen versorgt werden, ansonsten sind die Berge so grün wie im Sommer. Darüber hinaus treiben bereits die ersten Bäume und Sträucher aus. Allergiker leider unter dem ersten Pollenflug. Das Auf und Ab bei den Temperaturen bereitet auch Obstbauern Sorgen, denn das könnte Ernteeinbußen zur Folge haben.

Eine Gruppe Menschen steht auf einem letzten Schneefleck auf der Wasserkuppe.
Der Januar ist alles andere als frostig und kalt. In den Skigebieten in Deutschland liegt kaum Schnee. © Sebastian Gollnow/dpa

Die Tiere sind durch das Wetter ebenfalls völlig aus dem Rhythmus geraten. Die niedrigen Temperaturen führen dazu, dass einige Lebewesen ihren Winterschlaf unterbrechen. Dies sei zunächst nicht schlimm, wie Silvia Teich, Pressesprecherin des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte. Sobald es kälter wird, würden die Tiere den Winterschlaf einfach fortsetzen. Bei ständig wechselnden Temperaturen könnte es jedoch zur Gefahr werden. „Das kostet die Tiere viel Energie, ihre Reserven können dadurch eher aufge­zehrt werden“, so Teich.

Je frostiger der Januar, desto freundlicher das ganze Jahr

Es besteht aber die Chance, dass das Wetter im Januar noch einmal umschwenkt. „Je frostiger der Januar, desto freundlicher das ganze Jahr“, besagt eine weitere Bauernregel. Am Montag (16. Januar) liegen die Temperaturen zwischen 5 und 8 Grad. Der Dienstag (17. Januar) hält für den Norden stellenweise Schnee oder Schneeregen bereit, ansonsten ist mit 2 bis 4 Grad zu rechnen. Tiefe Temperaturen und zum Teil Frost gibt es auch am Mittwoch (18. Januar) bei 1 bis 5 Grad.

WochentagTemperatur in Grad Celsius
Montag (16. Januar)5 bis 8 Grad
Dienstag (17. Januar)2 bis 4 Grad
Mittwoch (18. Januar)1 bis 5 Grad
Donnerstag (19. Januar)1 bis 4 Grad
Freitag (20. Januar)0 bis 3 Grad

(Quelle: wetter.net)

Relativ ähnlich gestaltet sich das Wetter am Donnerstag (19. Januar). Die Temperaturen liegen zwischen 1 und 4 Grad. Am Freitag (20. Januar) ist es im Süden Deutschlands wolkig bei 0 bis 3 Grad. Im Norden und Osten lockern die Wolken dagegen auch mal auf, bei Temperaturen zwischen 2 und 3 Grad. Laut den Prognosen des amerikanischen Wettermodells sieht es auch im Februar nicht so aus, als würde es einen Kälteeinbruch geben. Für den kommenden Monat wird eine Temperaturabweichung von 2 bis 3 Grad berechnet. Wetter-Experte Dominik Jung warnte bereits angesichts dessen vor einem totalen „Winter-Blackout“.

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