Schneefälle im Bundesgebiet

Wetter: Wie oft schneit es und wie sind die Schneehöhen in Deutschland

Ein Mann trägt einen Schlitten hinter einem Schneemann entlang
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Schnee ist vor allem bei Pendlern nicht besonders beliebt, aber bei Kindern und Wintersportlern dafür umso mehr

Niederschläge in Deutschland fallen in Form von Schnee, sobald sich die Temperaturen dem Gefrierpunkt nähern. Frost und überfrierende Nässe kommen zustande, wenn das Thermometer unter Null fällt.

Offenbach – Wie das Wetter im Winter wird, welche Schneehöhen zu erwarten sind und wo man mit Frost rechnen muss, das kann man durch die meteorologischen Dienstleistungen des Deutschen Wetterdienstes erfahren. Die Bundesbehörde ermittelt außerdem die durchschnittlichen Schneetage für die Regionen, in denen Schnee und Frost vorkommen.

Schnee in Deutschland: Verfestigter Niederschlag bei kaltem Wetter

Sobald die Temperaturen nur noch minimal über dem Gefrierpunkt liegen, kann es bereits zu Schneefall kommen. Schnee bildet sich, wenn sich in den Regenwolken in der Atmosphäre Wassertröpfchen an Schwebstoffe in der Luft binden und gefrieren. Je mehr dieser winzigen Eiskristalle aneinanderkleben, desto größer wird die Schneeflocke, die dann mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 4 Stundenkilometern erdwärts schwebt.

Die Größe, Form und Komplexität hängen stark von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Ist der kalte Niederschlag am Boden angekommen, werden die Unterschiede zwischen „nassem“, rasch schmelzendem Schnee und trockenem, beständigem Pulverschnee deutlich wahrgenommen. Auch die Intensität des Schneefalls lässt sich messen – hierzu geben Meteorologen mit der Niederschlagshöhe an, wie hoch der Wasserstand des geschmolzenen Schnees ist, oder auch, um wie viele Zentimeter pro Stunde die Höhe der Schneedecke zunimmt.

Schnee in Deutschland: So werden Schneefall und Schneehöhen eingestuft

Der Deutsche Wetterdienst überwacht auch den Schneefall in Deutschland und berechnet die Höhe des Niederschlags und seine Intensität ähnlich wie bei Regenfällen. Die Skala umfasst folgende Stufen:

  • leichter Schneefall mit Niederschlagshöhe von weniger als 1 mm in 60 Minuten oder weniger als 0,2 mm in 10 Minuten
  • mäßiger Schneefall mit Niederschlagshöhen zwischen 1,0 und 5,0 mm in 60 Minuten oder 0,2 mm bis 0,9 mm innerhalb von 10 Minuten
  • starker Schneefall bei Niederschlagshöhen von mehr als 5,0 mm in 60 Minuten oder 0,9 mm in 10 Minuten

Schnee in Deutschland: Die vier Stufen der Wetterwarnung

Außerdem gibt der Wetterdienst bei starken Schneefällen Wetterwarnungen anhand festgelegter Kriterien aus. Während die erste und zweite Stufe vor Schneefall bzw. markantem Wetter warnen, gelten Stufe 3 als Unwetterwarnung und Stufe 4 als Warnung vor extremem Unwetter.

Um eine Unwetterwarnung auszulösen, müssen in der betroffenen Region in Deutschland mehr als 10 cm Schnee innerhalb von sechs Stunden fallen, sofern das Flachland betroffen ist.

Schnee in Deutschland: In diesen Regionen sind Schneetage besonders zahlreich

Wintersportler und alle Freunde der weißen Pracht können es nicht erwarten, zu Skiern und Schneeschuhen zu greifen oder mit den Kindern auf dem Schlitten loszuziehen. Allerdings sind nicht alle Regionen in Deutschland gleich bevorzugt, was regelmäßigen Schnee angeht. Besonders begünstigt sind Höhenlagen, in denen es naturgemäß kälter wird. Dazu gehören die Hochgebirge, in diesem Fall die Alpen, aber auch das angrenzende Allgäu und die deutschen Mittelgebirge. Die bekanntesten von ihnen sind:

  • Bayerischer Wald
  • Erzgebirge und Vogtland
  • Fichtelgebirge
  • Frankenwald
  • Harz
  • Rhön
  • Sauerland
  • Schwarzwald
  • Schwäbische Alb
  • Taunus
  • Thüringer Wald
  • Wiehengebirge

Schnee in Deutschland: Überwachung von Schneefall und Frost

Da erheblicher Schneefall außerhalb beliebter Wintersportgebiete zum Problem für Verkehr und Sicherheit werden kann, wird die Entwicklung des Wetters in Deutschland während der kalten Jahreszeit durch den Deutschen Wetterdienst überwacht.

Zu Frost kommt es, wenn Niederschlag in Form von Regen bei rasch unter Null fallenden Temperaturen überfriert, auch in Form von gefährlichem Blitzeis. Anhaltender Frost kann selbst größere Wasserflächen und fließende Gewässer vereisen lassen.

Privatpersonen auf Reisen, aber auch Berufsgruppen, die auf eine genaue Einschätzung des Wetters angewiesen sind, beziehen dank der Behörde im hessischen Offenbach genauer Informationen. Die Prognosen der Bundesbehörde können auf deren Internetpräsenz eingesehen werden.

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