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Wetter: Der Frühling 2022 könnte ganz anders werden, als wir ihn kennen

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Von: Franziska Vystrcil

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Frauen beim Sonnenbaden in der Mittagssonne
Laut Prognosen der Wetterdienste könnte der Frühling 2022 früh Einzug halten - und wärmer werden, als wir es in Deutschland gewohnt sind (Symbolbild). © Roland Weihrauch/dpa

Das Wetter in Deutschland scheint den Winter überspringen und direkt in den Frühling starten zu wollen. BW24 verrät, was in den kommenden Monaten zu erwarten ist.

Stuttgart - Kaum sind Weihnachten und Silvester vorbei, fiebern viele wärmeren Temperaturen und Sonnenschein entgegen. Da stellt sich oft die Frage: Lässt sich schon sagen, wie der kommende Frühling wird? Entscheidend hierfür ist unter anderem das Wetter in Deutschland an den letzten Tagen des Winters. Je nachdem, wie diese ausfallen, zeichnet sich auch ein Trend für den Frühling ab.

Die verschiedenen Wetterdienste wagen bereits einen Blick auf die kommenden Monate. Und alle sind sich einig: Der Frühling wird 2022 anders, als wir ihn in Deutschland kennen.

Winter ade: Der Frühling hält 2022 früher Einzug in Deutschland

Der Winter 2021/2022 war alles andere als schneereich und eisig: Entgegen vieler Prognosen, die von einem Eiswinter sprachen, war es bisher sogar um 2,5 Grad zu warm. Das zeigt der Mittelwert von 1961 bis 1990. Dank polarer Kaltluft stattet uns der Winter nochmal einen Blitzbesuch ab. Doch die Kälte wird sich auch dieses Mal nicht lange halten. Schon am Wochenende (22. und 23. Januar) taut der Schnee wieder ab.

Wer sowieso genug vom grauen Winter hat, der wird sich über die Frühjahrsprognosen der Wetterdienste freuen. Der meteorologische Frühling beginnt am 1. März. Da diesen Winter bislang eine zonal ausgerichtete Großwetterlage fehlte, stehen die Chancen gut, dass uns eine solche in diesem Frühling bevorstehen könnte. Wie wetterprognose-wettervorhersage.de berichtet, heißt das: Sowohl der Frühling, als auch der Sommer könnten 2022 in Deutschland deutlich zu warm ausfallen. Bei diesem Trend sind sich Statistiken und Modelle einig.

Zu warme Temperaturen: Frühling startet früher und wird heißer, als wir es gewohnt sind

Bereits der Februar 2022 soll laut den Prognosen deutlich zu warm ausfallen. Auch wenn Langfristmodelle immer mit etwas Skepsis zu betrachten sind, geben sie erste Hinweise auf einen möglichen Verlauf und erste Wettertrends. Der deutsche, europäische und amerikanische Wetterdienst sowie die NASA haben hierzu Modelle veröffentlicht.

So soll der Frühling laut den Modellen im Vergleich zum Mittelwert von 1961 bis 1990 werden:

WetterdienstTemperaturabweichungNiederschlag
Deutscher Wetterdienst+2,0 bis +3,0 Grad zu warmleicht zu trocken, im Norden leicht zu nass
NASA+1,0 bis +3,0 Gradkeine Angaben
Europäischer Wetterdienst+1,0 bis +2,0 Grad zu mild bis zu warmdurchwachsen bis normal
Amerikanischer Wetterdienst (CFSV2-Modell)+2,0 bis +4,0 Grad zu warmim Süden leicht zu trocken, im Norden normal

Das CFSV2-Modell trifft zudem Vorhersagen für die einzelnen Monate. Dabei prognostiziert das Modell einen 2 bis 4 Grad zu warmen März voraus. Im Süden soll der Monat deutlich zu trocken ausfallen. Für den April beträgt die Abweichung 1 bis 3 Grad, die Niederschlagsmenge wird als normal bis etwas zu trocken eingeordnet. Im letzten meteorologischen Frühlingsmonat Mai soll es gegenüber dem langjährigen Mittelwert 1961 und 1990 1 bis 3 Grad zu warm werden, während die Regenmengen normal bis etwas zu trocken ausfallen sollen.

Treten diese Prognosen wirklich ein, müssen wir in Deutschland wohl nicht mehr mit Schnee rechnen. Doch bei den Berechnungen der Wetterdienste handelt es sich wie bereits erwähnt um Trends. Diese können sich auch noch kurzfristig ändern. Eine Störung des Polarwirbels könnte noch immer zu einem massiven Wintereinbruch in Deutschland führen

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