Regenfälle im Bundesgebiet

Regen in Deutschland: Arten und Mengen an Niederschlag

Schauer und Hagel .
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Es lässt sich eine Verschiebung der Niederschläge nach Jahreszeiten in Deutschland beobachten.

Regen ist die häufigste Art des Niederschlags und in Deutschland ein Top-Thema im Alltag. In manchen Regionen fällt dabei mehr Regen als in anderen.

Offenbach – Bevorstehende Niederschläge, die Intensität des Regens in Deutschland, aber auch die Entwicklung der Regenfälle im langjährigen Mittel beobachten der Deutsche Wetterdienst sowie das Bundesumweltamt. Tatsächlich lässt sich eine Verschiebung der Niederschläge nach Jahreszeiten beobachten.

Regen in Deutschland: Arten von Niederschlag

Damit es in Deutschland regnet, müssen sich zunächst einmal Wolken in der Erdatmosphäre bilden. Erst wenn sich genug feuchte Luftmassen zusammengeballt haben und ihr Gewicht zu groß wird, kommt es zu Niederschlag in Form von Regen. Es handelt sich hierbei um eines der häufigsten Wetterereignisse, dabei kann die Intensität des Regens variieren. Die in den Tropen vorkommenden sogenannten Konvektionsregen, als Monsun bekannt, fallen im Bundesgebiet nicht.

In subtropischen Zonen sind dafür Steigungsregen und Frontregen geläufig. Zu einem Steigungsregen kommt es, wenn feuchte Luft über das Flachland streicht und sich an Erhebungen wie Gebirgen niederschlägt. Frontregen hingegen werden durch Fronten, also deutlich begrenzte Warm- bzw. Kaltluftzonen, ausgelöst. Die Dauer der Niederschläge kann dabei zwischen wenigen Stunden und Tagen schwanken. Von „Dauerregen“ ist umgangssprachlich die Rede, wenn Regenfälle über mehr als sechs Stunden anhalten.

Regen in Deutschland: Regnet es tatsächlich weniger?

Aufgrund einer Folge trockener Sommer beklagen nicht nur Landwirte zu geringe Niederschläge. Die Überwachung des Regens in Deutschland obliegt dem Deutschen Wetterdienst. Die Bundesbehörde erfasst die Regenfälle mithilfe zahlreicher Mess- und Wetterstationen regional und überregional. So können die Niederschlagsmengen in Deutschland bis ins Jahr 1881 zurückverfolgt werden.

Tatsächlich regnet es im Durchschnitt nicht weniger, sondern geringfügig mehr. Allerdings lässt sich feststellen, dass sich die Niederschläge verschieben – nach Angaben des Wetterdienstes durchschnittlich folgendermaßen:

  • Zunahmen gibt es im Frühling mit einem Plus von 16,8 mm.
  • Im Sommer fällt 9,1 mm weniger Regen.
  • In den Herbstmonaten liegt ebenfalls eine leichte Zunahme um 11,3 mm vor.
  • Der Winter ist mit einem Plus von 46,6 mm deutlich nasser geworden.

Insgesamt stellen der Wetterdienst und das Bundesumweltamt fest, dass sich trockenere Sommer abzeichnen. Genau dann, wenn Niederschlag für die Landwirtschaft wichtig ist, bleibt er aus – oder reicht nicht.

Regen in Deutschland: Welche Regionen sind im Durchschnitt begünstigt?

Wie viel Regen fällt, ist in Deutschland auch regional stark unterschiedlich. Der Deutsche Wetterdienst kann auf Aufzeichnungen von über hundert Jahren zurückgreifen. Aufgeschlüsselt nach den heutigen Bundesländern stellt sich dabei heraus, dass die stärksten Niederschläge in den folgenden Regionen anfallen – im Frühling 2019 gemessen:

  • Bayern 234,9 mm
  • Baden-Württemberg 255,6 mm
  • Rheinland-Pfalz 199,9 mm
  • Saarland 240,5 mm

In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hingegen fielen während desselben Zeitraums nur knapp über 100 mm Regen. Der westliche Teil des Bundesgebietes profitiert also eher von Regenfällen, die von atlantischen Tiefausläufern mitgebracht werden, und von den Auswirkungen von Hoch- und Mittelgebirgen auf die Niederschläge.

Regen in Deutschland: Starkregen-Ereignisse nehmen im Süden zu

Regen ist auch in Deutschland ein Teil des natürlichen Wasserkreislaufs aus Verdunstung, Kondensation und Niederschlag. Die Menge der Niederschläge scheint jedoch durch den Klimawandel stark beeinflusst. Sogenannte Starkregen sind kein Segen, sondern richten beträchtliche Verwüstungen an, die besonders die Versicherer frühzeitig aufmerken ließen. Bereits 2011 konstatierte eine Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft regional häufigere Starkregen im Süden des Bundesgebietes. 2016 konnte die ETH Zürich nachweisen, dass die Häufung von Starkregen mit der Zunahme von Kohlendioxid in der Atmosphäre in einem direkten Zusammenhang steht. Eine Veränderung der Niederschlagsmuster, wie sie auch der Deutsche Wetterdienst beobachtet, wird durch diese Studien bestätigt.

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