Leuchtender Nachthimmel

Phänomen am Himmel: Sternschnuppen-Regen im August - Wann er zu sehen ist

  • Julian Baumann
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Aufgrund eines äußerst seltenen Himmelsphänomens erwarten Forscher in der ersten Augusthälfte besonders viele Sternschnuppen am Himmel.

Stuttgart - Wer eine Sternschnuppe am Himmel sieht, darf sich was wünschen. Der Wunsch darf jedoch nicht laut ausgesprochen, da er sonst nicht in Erfüllung geht. Das besagt zumindest ein jahrhundertealter Aberglaube, der in Deutschland vor allem Kindern nähergebracht wird. In anderen Kulturen verheißen die gefallenen Sterne am Himmel dagegen nicht unbedingt Gutes. Der Aberglaube zeigt jedoch, wie selten eine Sternschnuppe am Nachthimmel zu beobachten ist. Tatsächlich handelt es sich bei einer Sternschnuppe um das Licht eines kleinen Meteors, mit einem Stern hat das ganze demnach nicht wirklich etwas zu tun.

Dennoch ist eine Sternschnuppe am Himmel über Deutschland sicherlich für viele ein beeindruckendes und schönes Bild, auch wenn sie oftmals nur sehr kurz zu beobachten sind. Ein ganz besonders seltenes Himmelsphänomen sorgt im August allerdings gleich für einen regelrechten Sternschnuppen-Regen, wie das Portal wetter.de berichtet. An einem bestimmten Augustmorgen lohnt sich ein Blick in den Himmel besonders, an diesem Tag sollen nämlich die meisten Sternschnuppen zu sehen sein.

Sternschnuppen: Himmelsphänomen im August

Eine Sternschnuppe ist also kein Stern oder ein Teil eines Sterns der leuchtend über das Himmelszelt rauscht. Doch wie entsteht ein solches Phänomen dann wirklich? Im vergangenen Jahr spielte sich bereits ein seltenes Phänomen am Nachthimmel ab. Damals sorgte ein Meteoritenschauer der sogenannten Leoniden für zahlreiche Sternschnuppen.

Laut wetter.de entsteht der Sternschnuppen-Regen im August dagegen durch das Himmelsphänomen der Perseiden, das auf seinen Höhepunkt zusteuert. „Während die Venus ihrer Rolle als Abendstern gerecht wird, erreicht der Jupiter seine geringste Entfernung zur Erde“, schreibt das Portal. Nach dem Untergang der Venus seien die beiden Riesenplaneten insgesamt sehr dominant am Himmel zu sehen.

Die zahlreichen Sternschnuppen sind auf den Strom der Perseiden zurückzuführen. Die Meteore des Stroms entspringen, wie der Name des Phänomens bereits vermuten lässt, dem Sternbild Perseus. Laut wetter.de erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt zwischen dem 9. und dem 13. August. Die meisten Sternschnuppen wären damit eigentlich am Abend des 12. August zu beobachten. Da das Sternbild Perseus zu dieser Zeit jedoch tief im Nordosten steht, ist der Sternschnuppen-Regen erst in den frühen Morgenstunden des 13. zu beobachten. Die Meteore selbst entstammen laut dem Wetterportal von abgesprengten Trümmerteilen eines Kometen, die dieser auf seiner Bahn um die Sonne verstreut hatte.

Im August fallen hundert Sternschnuppen pro Stunde - man kann sie jedoch nicht alle sehen

Bei den Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus handelt es sich um besonders schnelle Himmelsphänomene. Laut wetter.de tauchen die Perseiden mit 60 Kilometer pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. Das bedeutet umgerechnet eine Geschwindigkeit von 216.000 km/h. Die Fallrate im August liegt bei hundert Meteoren pro Stunde, ein einzelner Mensch kann jedoch nur ein Fünftel des Himmels gleichzeitig überblicken. Demnach ist im August nur alle drei Minuten eine Sternschnuppe am Nachthimmel zu beobachten. Das dürfte dennoch für ein beeindruckendes Himmelsspektakel sorgen.

Der Sternschnuppen-Regen wird an den besagten Tagen im August demnach auch am Himmel über Baden-Württemberg zu sehen sein, zudem kann man mit einem Fernglas sogar die Monde des Jupiter gesehen werden. Am Himmel über dem Südwesten sind immer wieder interessante Phänomene zu entdecken. Vor rund einem Jahr war ein Phänomen am Himmel zu sehen, das Wissenschaftlern Rätsel aufgibt. Dabei handelte es sich um leuchtende Nachtwolken, die von der NASA zuvor bereits über der Arktis bemerkt wurden. Zudem war am 26. Mai ein besonders heller Supermond am Himmel zu sehen und im Juni eine „ringförmige Sonnenfinsternis“.

Rubriklistenbild: © Danny Lawson

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