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Wetter: Kommt der Winter zurück? Meteorologe macht Prognose für Januar 2022

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Von: Valentin Betz

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Offiziell herrscht längst Winter, was man dem aktuellen Wetter in Deutschland aber überhaupt nicht anmerkt. Im Januar könnte sich das eventuell ändern.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland ist theoretisch schon seit dem 21. Dezember im Winter angekommen. Wirklich winterlich war es bislang allerdings nicht. Weder die Temperaturen noch die Niederschlagsverhältnisse ließen bislang die richtige Stimmung aufkommen - Schnee in Deutschland war zum Ende des Jahres eine Seltenheit.

Der Jahreswechsel wird wohl ebenso wenig winterlich ausfallen. Eine Wärme-Welle könnte sogar 17 Grad an Silvester bringen. Zum Glück bieten aber noch zwei Monate im neuen Jahr Winterfreunden ganz offiziell die Chance, auf ihre Kosten zu kommen. Meteorologe Dominik Jung von wetter.net hat sich dafür die Vorhersagen für den Januar 2022 angeschaut.

Wetter in Deutschland: Januar 2022 fällt zunächst wenig winterlich aus

Zu Beginn des neuen Jahres herrscht in Bezug auf einen Wintereinbruch bei Dominik Jung allerdings Ernüchterung. „Weit und breit kein Schnee und keine Kälte in Sicht“, lautet der Titel seines Videos. „Schneebedeckte Landschaften wird es erstmal nicht geben“, betont er.

Im Januar sind extreme Rekord-Temperaturen möglich. Zwischen diesen liegen bis zu 50 Grad.
In der Vorstellung sollte der Winter im Januar eigentlich so aussehen. Die Realität könnte allerdings deutlich milder ausfallen. © dpa

Allerdings sind sich die Prognosen für den Januar 2022 in Bezug auf das Wetter in Deutschland ziemlich uneins. Die Streuung der sogenannten Ensemble-Vorhersagen sei „ziemlich groß“, erklärt Jung. Trotzdem lässt sich daraus natürlich ein Mittelwert ableiten, der für die Regionen in Deutschland wiederum gewisse Ähnlichkeiten aufweist.

Ensemble-Vorhersagen: Wetter in Deutschland im Januar eher mild

Das Wetter in Deutschland wird laut Meteorologe Dominik Jung nämlich zum Jahreswechsel durchweg von einem „Wärmeberg“ beherrscht. Der sorgt landesweit für einen Temperaturanstieg an Silvester - und ein daraufhin nur langsames Absinken der Temperaturen im Januar. Bis zum 13. Januar bewegt sich die mittlere Temperatur in Norddeutschland deshalb zwischen milden 4 bis 6 Grad.

Auch für Süddeutschland prophezeit Jung eine „sehr milde Wetterphase“ bis Mitte Januar. Der Niederschlag wird untypisch für den Winter wohl auch eher in Form von Regen fallen. In Ostdeutschland reichen die Temperaturen für Schnee „wahrscheinlich erst oberhalb von 500 bis 600 Metern“, so Jung. In Westdeutschland wird es bis zum 13. Januar besonders nass, im Mittel fallen 50 Liter Regen pro Quadratmeter.

Wetter im Januar: Winter in Deutschland erst ab Heilige Drei Könige wieder möglich

Einziger Hoffnungsschimmer in den Prognosen von Meteorologe Dominik Jung sind die Heiligen Drei Könige am 6. Januar. Ab dann sinken die Temperaturen in den einzelnen Regionen Deutschlands eher wieder, im Zentrum sieht Jung dann „zumindest wieder Potenzial für Winterwetter“. Insgesamt bezeichnet er aber auch das als „unsichere Kiste“.

„Es ist einfach ein Kampf zwischen den sehr milden Luftmassen vom Atlantik und den sehr kalten Luftmassen aus Osteuropa“, so Jung zur unsicheren Januar-Prognose. Das amerikanische Wettermodell sieht traurigerweise in seiner Vorhersage einen „völlig normal temperierten Januar“ - denn die Temperaturen fielen im neuen Vergleichsraum zwischen 1991 und 2020 kaum kälter aus.

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