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Der Winter plant sein Comeback: Nächste Woche wird Deutschland eingeschneit

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Von: Nadja Pohr

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Die ersten beiden Wochen des Januars fallen deutlich zu warm aus, dann aber feiert der Winter doch noch sein Comeback. Laut jüngsten Prognosen kommt ein Schneetief nach Deutschland.

Stuttgart - Der Januar beschert Winter-Freunden wohl doch noch eine weiße Überraschung. Nachdem der Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net noch zu Beginn des Monats von einem totalen „Winter-Blackout“ sprach, sieht die Lage in den Wettermodellen nun ganz anders aus.

Zunächst bleibt das Wetter in Deutschland aber noch mild. Darüber hinaus besteht in einigen Teilen des Landes auch eine Orkan- und Hochwassergefahr, denn bis zum Sonntagabend (15. Januar) werden starke Regenschauer erwartet. Ab der kommenden Woche ändern sich die Temperaturen jedoch, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung ankündigt. „Kältere Luft kommt aus Nordwesten angeströmt und drückt die Schneefallgrenze nach unten und dann bekommen wir es mit mehreren Schneefronten hintereinander zu tun“, berichtet Jung.

Winter-Comeback: Nächste Woche kommt der Schnee bis in tiefe Lagen

In den ganz tiefen Lagen rechnet man eher mit nasskaltem „Schmuddelwetter“, jedoch kann sich auf einer Höhe von 300 bis 400 Meter eine Schneedecke ausbreiten, erklärt Meteorologe Dominik Jung. Das amerikanische Wettermodell berechnet bis Dienstagabend (17. Januar) in den Mittelgebirgen oder für den Schwarzwald in Baden-Württemberg etwa 10 bis 20 Zentimeter Schnee. Aber auch in den tiefen Lagen soll es zumindest eine dünne Flockendecke geben. Das deutsche Wettermodell prognostiziert ebenfalls eine weiße Überraschung, allerdings deutlich weniger stark ausgeprägt und nur die höheren Lagen betreffend.

WochentagTemperatur in Grad Celsius
Sonntag (15. Januar)5 bis 12 Grad
Montag (16. Januar)2 bis 5 Grad
Dienstag (17. Januar)2 bis 6 Grad
Mittwoch (18. Januar)-1 bis 5 Grad
Donnerstag (19. Januar)-1 bis 4 Grad
Freitag (20. Januar)0 bis 4 Grad

(Quelle: wetter.net)

Was auf jeden Fall Fakt ist: „Es wird kühler“, sagt Dominik Jung und verweist auf die Ensemble-Vorhersage. „Das Mittel der Ensembles, auf das wir immer wieder achten, sackt endlich mal ab in diesem Januar“, erklärt er am Beispiel von Berlin. Am Sonntag (15. Januar) wandern die niedrigen Temperaturen über den Tag vom Norden bis in den Süden des Landes. Am Montag (16. Januar) sei mit einem „typischen Aprilwetter“ zwischen 2 und 5 Grad zu rechnen, sagt Jung. In der Nacht zum Dienstag (17. Januar) kommt dann ein neues Schneetief aus Südwesten herangezogen, das in tiefen Lagen anfangs noch Schnee und dann Schneeregen bringt. Die Temperaturen liegen zwischen 2 und 6 Grad. Das Wetter für Mittwoch (18. Januar), Donnerstag (19. Januar) und Freitag (20, Januar) gestaltet sich ähnlich bei -1 bis 5 Grad.

Schneefall in Bayern
Ein Schneetief aus dem Westen bringt eine weiße Überraschung nach Deutschland. © Peter Kneffel/dpa

Der Freitag bringt eine weitere Kaltfront nach Deutschland

Der Winter kündigt also nach den Prognosen der Wettermodelle sein Comeback an. Am Freitag soll es einen weiteren Vorstoß kalter Luftmassen geben, wie der Wetter-Experte erklärt. Ein Blick auf den nächsten Sonntag (22. Januar) zeigt, dass über Norddeutschland auf 1500 Meter Höhe ein „Kälteklops“ mit -10 bis -11 Grad liegen soll. „Das würde uns Schneeflocken bringen, bis in tiefe Lagen. Aber viel Niederschlag wäre laut den Prognosen erstmal nicht mehr in Sicht, es wäre eher eine trockene Kälte, die uns erwarten würde“, sagt Jung. Wie lange sich das winterliche, nasskalte Wetter halten werde, könne man aktuell aber noch nicht genau vorhersagen.

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